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Die dunkle Seite der Kindheit – Auswirkungen von Krippenbetreuung

By DIJG on 17. April 2012

Der Kinder- und Jugendarzt Dr. Rainer Böhm hat in der FAZ die Krippenoffensive der Bundesregierung scharf kritisiert. In seinem Artikel zeigt er die Befunde der neuesten Forschungen über die Auswirkung von Betreuung in Krippen. Sein Fazit ist klar und alarmierend:

„Kleinkinder dauerhaftem Stress auszusetzen, ist unethisch, verstößt gegen Menschenrecht, macht akut und chronisch krank. Ein freiheitlicher Staat, der frühkindliche Betreuung in großem Umfang fördert, ist verpflichtet nachzuweisen, dass Kleinkinder keine chronische Stressbelastung erleiden.“

In seinem Artikel weist er auf Forschungsergebnisse hin, die Hinweise geben über die Auswirkung von Betreuung:

„Am beunruhigendsten war indes der Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozioemotionale Kompetenz der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien. Unter den ganztags betreuten Kindern zeigte ein Viertel im Alter von vier Jahren ein Problemverhalten, das dem klinischen Risikobereich zugeordnet werden muss. Später konnten bei den in- zwischen 15 Jahre alten Jugendlichen signifikante Auffälligkeiten festgestellt werden, unter anderem Tabak- und Alkoholkonsum, Rauschgiftgebrauch, Diebstahl und Vandalismus.“

Die Autoren der Studie empfahlen auf Grund der Ergebnisse, dass die Qualität der Betreuung gesteigert werden müsse und die Dauer der Betreuung zu reduzieren sei. Gleichzeitig sollten Eltern in ihrem Erziehungsauftrag gestärkt werden.
In einer weiteren Studie Ende der neunziger Jahre gelang es Forschern in den USA das Tagesprofil des Stresshormons Cortisol bei Kleinkindern zu bestimmen, die in ganztägiger Betreuung waren. Die Befunden waren eindeutig. Bei Kindern, die in der Familie betreut werden, sei normalerweise ein hoher Cortisol-Wert am Morgen zu messen, der dann im Laufe des Tage abnehme. Die Cortisol-Werte bei Krippenkindern stiegen aber während des Tages an. Die Auswirkungen sind gravierend:

„Jene Cortisol-Tagesprofile, wie sie bei Kleinkindern in Kinderkrippen nachgewiesen wurden, lassen sich am ehesten mit den Stressreaktionen von Managern vergleichen, die im Beruf extremen Anforderungen ausgesetzt sind. Bei Kindern liegen die Hormonwerte weit jenseits der milden und punktuellen Aktivierungen des Stresssystems, die als entwicklungsförderlich anzusehen sind. Vielmehr muss in der chronischen Stressbelastung eine Ursache dafür gesehen werden, dass Krippenkinder häufiger erkranken. Sie leiden nicht nur öfter an Infektionen, sondern auch an Kopfschmerzen oder immunologischen Störungen wie Neurodermitis.“

Und weiter:

„Die dauerhafte Aktivierung des Stresssystems mündet oft in eine Erschöpfungsreaktion: Das Immunsystem geht sozusagen unter dem Stress-Trommelfeuer in die Knie. Genau dieser Effekt wurde jetzt auch in Wien in einer Studie über Kinderkrippen nachgewiesen. Vor allem Kinder im Alter unter zwei Jahren zeigten nach fünf Monaten qualitativ durchschnittlicher Krippenbetreuung stark abgeflachte Cortisol-Tagesprofile – vergleichbar mit den Werten, die in den neunziger Jahren bei zweijährigen Kindern in rumänischen Waisenhäusern gemessen wurden. […] Alles in allem steht damit fest, dass Krippenbetreuung die Stressregulation auch langfristig negativ beeinflusst. Und: Das in der Öffentlichkeit verbreitete Mantra ist falsch, alle Probleme der Krippenbetreuung ließen sich alleine mit Qualität lösen.“

Böhm fordert daher, dass die Bundesregierung von ihren Plänen, die ganztägige Krippenbetreuung zu erweitern, Abstand nehmen solle.

Zum Artikel: Die dunkle Seite der Kinderheit

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Torah und Homosexualität

By DIJG on 30. Januar 2012

Über 200 Rabbiner, Psychologen und Leiter jüdischer Institutionen haben eine Erklärung über das Verständnis von Homosexualität in der Torah veröffentlicht.

In der Erklärung vom 26. Dezember 2011 lehnen sie die Ansicht ab, dass Homosexualität ein unabänderliches Schicksal sei, das nicht verändert werden könne. Diese Sichtweise habe sich zwar in der Öffentlichkeit und teilweise auch in jüdischen Gemeinden durchgesetzt, entspreche aber weder den Geboten der Torah noch der Grundvorstellung vom Menschen, wie sie in der Torah niedergelegt ist. Nach der Torah sei eine homosexuelle Lebensweise nicht erlaubt und Homosexualität auch keine natürliche, genuine Identität. Betroffene Menschen, die gemäß der Torah leben möchten, weisen die Rabbiner auf die Möglichkeiten von „Therapie und Teshuvah“ hin. „Teshuvah“ ist das bewusste Abwenden von bestimmten Verhaltensweisen und die Rückkehr zu G-d. Durch Therapien ist es möglich, die natürliche Identität einer Person zu stärken. Menschen, die diesen Weg gehen möchten, bescheinigen die Rabbiner „enormen Mut und große seelische Kraft“.

„The only viable course of action that is consistent with the Torah is therapy and teshuvah. The therapy consists of reinforcing the natural gender-identity of the individual by helping him or her understand and repair the emotional wounds that led to its disorientation and weakening, thus enabling the resumption and completion of the individual’s emotional development. Teshuvah is a Torah-mandated, self-motivated process of turning away from any transgression or sin and returning to G-d and one’s spiritual essence. This includes refining and reintegrating the personality and allowing it to grow in a healthy and wholesome manner.“

Die ganze Erklärung lesen Sie hier: Declaration On The Torah Approach To Homosexuality

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Krippenbesuch und Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS)

By DIJG on 27. Januar 2012

Forscher in Düsseldorf und Dresden haben einen möglichen Zusammenhang zwischen frühem Krippenbesuch und der späteren Entwicklung von ADHS entdeckt. Ihre Ergebisse, die auf der noch laufenden Geburtskohortenstudie „LISAplus“ basieren, legen die Wissenschaftler im Fachblatt „Allergy“ dar.

Der Dresdner Wissenschaftler Jochen Schmidt kam zu dem Ergebnis:

Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren wegen juckender Ekzeme schlecht schliefen – der Düsseldorfer Studie zufolge waren dies vor allem Krippenkinder -, neigten als Zehnjährige stärker zu Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität.

Mehrere Medien berichteten: Neue Studien liefern Gründe für Hyperaktivität: Erst Betreuung in der Krippe, dann ADHS? (Berliner Zeitung) und Entwicklungspsychologie: Erst Krippe, dann ADHS? (Frankfurter Rundschau)

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Pornografie schädigt die Gesellschaft

By DIJG on 2. August 2011

Nach wie vor wird mit Pornografie enorme Umsätze gemacht. Auch trotz der Tatsache, dass sie die Gesellschaft schädigt, wie Wissenschaftler in den USA nachgewiesen haben: Pornografie stimuliert den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Von Jürgen Liminski

Betrifft: Pornografie

Posted in Pornografie | Tagged Gesellschaft, Missbrauch | Einen Kommentar abgeben

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Schlagwörter

ADHS Aufmerksamkeitsstörung Bundesregierung Eltern Gesellschaft Judentum Krippe Krippenbetreuung Missbrauch Therapie Torah Veränderung

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