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Dale O'Leary, Die Gender Agenda I

In ihrem Buch "The Gender Agenda" schildert die amerikanische Journalistin und damalige Augenzeugin, Dale O'Leary, was im Hintergrund geschah und wie den UN-Vertretern der ärmeren Länder das Gender-Mainstreaming Konzept aufgezwungen wurde. Das wichtigste davon wurde in diesem ersten Teil von Christl R. Vonholdt zusammengefasst.

Einleitung

Still und leise hat sich das Wort Gender in unsere Welt eingeschlichen. Früher sprach man vom Geschlecht [Englisch: „sex“], heute geht es um „gender“. In Antragsformularen wurde früher nach dem Geschlecht gefragt, heute fragt man nach Gender. Früher beklagte man die Diskriminierung der Frau, heute die Diskriminierung aufgrund von Gender. Ist Gender also nur ei nanderes Wort für Geschlecht und meint „Mann und Frau“? Längst nicht mehr. Spätestens seit der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 hat Gender weltweit eine neue Bedeutung erhalten. Gender meint „sozial konstruierte und veränderbare (Geschlechter)-Rollen“ – und zwar frei von biologischen Anbindungen. Gender ist Teil einer neuen radikalfeministischen Ideologie, ihr Name ist Gender-Perspektive.

Eines der Ziele der Gender Agenda ist es, fünfzig Prozent aller Arbeitsplätze in allen Berufssparten weltweit mit Frauen zu besetzen, notfalls zwangsweise.
Die Clinton-Administration [1995], Kanada, die EU-Staaten und die UN-Behörden arbeiten intensiv daran, die Gender-Perspektive umzusetzen. Sie soll „in den Mainstream“ gebracht werden. Doch über das, was die Gender-Perspektive will, gibt es keine offene Diskussion. Sie kommt nicht als großes Schiff daher, obwohl sie doch in allen politischen und öffentlichen Programmen verankert werden soll, sondern wie ein U-Boot, das keiner genau kennen soll. Die Strategie der neuen Ideologie heißt: Die Bedeutung von Worten verändern.

Was auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking geschah, ist wichtig. Nicht, weil die Vereinten Nationen ihre Auffassung den USA aufzwingen könnten; die UN kann ihre Auffassung nur armen Ländern aufzwingen, die auf Finanzhilfe angewiesen sind. Aber die UN hat das Ansehen und die Mittel, ihre Agenda weltweit in die Köpfe und Herzen der Menschen zu tragen: in die Politik, Schulen und Medien. Und die Agenda der UN-Behörden heißt Gender-Perspektive. In der „Pekinger Aktionsplattform“, der offiziellen Abschluss-Resolution der Weltfrauenkonferenz, fand sie ihren heutigen Namen: "mainstreaming a gender perspective“ („die Gender-Perspektive in den Mainstream bringen“), im deutschen: Gender Mainstreaming.

Die Befürworter der Gender-Perspektive wollen Gender zum Leitprinzip machen, nach dem die Welt regiert wird. Hinter der Gender-Perspektive steht aber keine Grassroot-Bewegung, die Idee geht vielmehr von einer kleinen Minderheit von Frauen und Männern aus, die bereits in Machtzentren sitzen und ihre Position nutzen, um die Gender Agenda anderen aufzuzwingen. Man sollte besser von einem Gender Establishment sprechen. Die UN ist fest in den Händen des Gender Establishments.

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