Die Dekonstruktion von Ehe und Familie

Christl R. Vonholdt

In einer offenen Gesellschaft muß Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensformen unter Erwachsenen selbstverständlich sein. Längst geht es aber nicht mehr um Toleranz, sondern um die Auflösung der Zusammengehörigkeit von Ehe und Familie.

Die gegenwärtige, gesellschaftliche Aufwertung der Homosexualität muß im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Tendenzen einer Dekonstruktion und völligen Neudefinition von Ehe und Familie sowie einer Dekonstruktion und Neukonstruktion der Geschlechter und Generationen gesehen werden.

Die Dekonstruktion der Geschlechter

In den letzten Jahren wurde zunehmend nicht mehr von Mann und Frau als den anthropologischen Grund-Wirklichkeiten gesprochen, sondern von heterosexuellen und homosexuellen Identitäten, die gleichberechtigt nebeneinander stehen sollen. Doch das ist inzwischen veraltet. Längst gibt es an bundesrepublikanischen Universitäten nicht nur "schwul-lesbische Studien", sondern "queer studies". Die "queer theories" leugnen die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen.1 Nach ihrer Theorie gibt es statt einem einander zugeordneten Mannsein und Frausein viele verschiedene Geschlechter gleichberechtigt nebeneinander: Heterosexuelle, Homosexuelle, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, Crossdressers u. a.2

An der Universität Hamburg finden seit 1999 Ringvorlesungen zu "queer studies" statt. Erklärtes Ziel der Vorlesungen ist es, der "Heteronormativität ... etwas entgegenzusetzen". In der aktuellen Veröffentlichung der Vorlesungsreihe wird der Begriff "queer" so charakterisiert: "Als politischer Kampfbegriff wendet sich queer gegen Heteronormativität, Zweigeschlechtlichkeit und patriarchale Strukturen."3 Gleichzeitig sollen die neuen Geschlechter keine starren "Schubladen" sein. Vielmehr heißt es weiter, es gehe nicht nur um "eine Destabilisierung von Zwei-Geschlechter-Ordnung", sondern um eine "VerUneindeutigung von Geschlecht und Sexualität". So wird auch angeregt, im Rahmen der "Vervielfältigung der Geschlechter" auf die Kategorie Geschlecht in rechtlichen Dokumenten (z. B. dem Personalausweis) ganz zu verzichten.4

In einer von der Bundesregierung erbetenen Stellungnahme zum Transsexuellengesetz haben führende Sexualwissenschaftler vorgeschlagen, daß eine Änderung des Personenstandes (im Personalausweis z.B. statt "männlich" jetzt "weiblich") bei transsexuell empfindenden Personen unabhängig von geschlechtsumwandelnden Operationen möglich sein sollte. Als Voraussetzung für eine Personenstands- und Namensänderung sollte, neben den therapeutischen Gutachten, von seiten des transsexuell Empfindenden die anhaltende Erfahrung ausreichen, daß seine "erlebte Geschlechtszugehörigkeit" nicht seinem biologischen Geschlecht entspricht.5

Auf EU-Ebene ist die wichtigste Lobbygruppe der Schwulenbewegung die "International Lesbian and Gay Association" ("ILGA"). Sie fordert seit langem eine völlige rechtliche und finanzielle Gleichstellung homosexueller, bisexueller, transsexueller und heterosexueller Lebensweisen. Viele ihrer Forderungen wurden bereits erfüllt. So ist es ihr auch gelungen, in der Grundrechte-Charta für Europa ein "Diskriminierungsverbot" aufgrund der "sexuellen Orientierung" zu verankern. Das ist insofern besonders brisant, als die UN der "ILGA" 1994 den Status als "Nicht-Regierungsorganisation" (NGO) aberkannt hat, weil sie auch drei Pädosexuellengruppen als gleichberechtigte Gruppen zu ihrem Dachverband zählte. Erst auf Druck der UN wurden 1994 die Pädosexuellengruppen ausgeschlossen.6 In Deutschland gehörten im Bundesverband Homosexualität Pädophile noch bis 1997 dazu.7

Die Dekonstruktion der Geschlechter macht vor den Kindern nicht halt

Im Jugendalter ist in vielen Fällen die sexuelle Orientierung noch nicht festgelegt. Wissenschaftler gehen davon aus, daß die sexuelle Orientierung in einem komplizierten, multifaktoriellen und keineswegs unumkehrbaren Entwicklungsprozeß erworben wird. Eine Umfrage in den USA unter mehr als 34.000 Schülern kam zu dem Ergebnis, daß von den befragten 12jährigen 25,9% sich unsicher über ihre Sexualität und ihre sexuelle Orientierung waren.8 (Repräsentative Studien zeigen, daß in der erwachsenen Bevölkerung 2,8% der Männer und 1,4% der Frauen sich selbst als homosexuell bezeichnen.9 Es bleibt deshalb die Frage: Welche Lebensweise stellen wir Jugendlichen als Leitbild vor Augen?

Obwohl jeder Beweis fehlt, wird in der Öffentlichkeit, auch in Kindergärten und Schulen, zunehmend verbreitet, die sexuelle Orientierung sei etwas früh Festgelegtes, Unumkehrbares und vor allem: Jede sexuelle Orientierung sei gleich erstrebenswert.

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat ein Verzeichnis von Kinder- und Jugendbüchern zusammengestellt, in denen für Kinder ab dem 3. Lebensjahr homosexuelle Lebensweisen als Vorbild dargestellt werden.10 Die Bücher können kostenfrei von Kindergärten und Schulen ausgeliehen werden. Kindergartenbücher wie z. B: "Papas Freund"11, in dem homosexuelles Leben als der heterosexuellen Ehe ebenbürtig und vorbildhaft dargestellt wird, finden zunehmend Verbreitung. In der Jugendhilfe-Aufklärungsbroschüre von Schleswig- Holstein wird die Gleichwertigkeit homosexueller, bisexueller, transsexueller und heterosexueller Lebensweisen betont.14

In dem von der EU mitfinanzierten GLEE-Projekt12 werden Erzieher und Lehrer in Seminaren trainiert, um Kindern die Gleichwertigkeit von Mann-Frau-Beziehungen mit sexuellen Mann-Mann-Beziehungen bzw. sexuellen Frau-Frau- Beziehungen zu vermitteln. Der "heterosexistische" Ansatz wird als diskriminierend abgelehnt. "Heterosexismus" ist laut GLEE-Projekt alles, was einer heterosexuellen Beziehung, bzw. der heterosexuellen Ehe eine Vorrangstellung gegenüber anderen sexuellen Beziehungen gibt.

Das "Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit" des Landes Nordrhein-Westfalen hat in Zusammenarbeit mit einer schwul-lesbischen Gruppe ein sexualpädagogisches Projekt für Schulen entwickelt, das zum Ziel hat, homosexuelles Leben als vorbildhaft und erstrebenswert darzustellen.13

An keiner Stelle wird die Information gegeben, daß Männer und Frauen nachweislich ihre homosexuellen Neigungen verringern und in vielen Fällen zugunsten einer heterosexuellen Orientierung verändern können, wenn sie das anstreben.16 Daß eine "homosexuelle Identität" nicht angeboren ist, Veränderung oft möglich, und Jugendliche somit eine Wahl haben, auf verschiedene Weise mit ihren homosexuellen Gefühlen umzugehen, wird verschwiegen.

"Gefühle des Andersseins" und homoerotische Neigungen werden einseitig als Zeichen einer schwulen oder lesbischen Identität gedeutet. Es gibt aber wissenschaftlich belegte andere Deutungsmuster für diese Gefühle, die von vielen Betroffenen als sinnvoller angesehen werden. Diese anderen Deutungsmuster lassen die Zukunft grundsätzlich offener und geben eine Chance für eine heterosexuelle Weiterentwicklung.17

Auch eine Auseinandersetzung mit den zahlreichen neuen Untersuchungen über die deutlich höhere Rate psychischer Erkrankungen unter homosexuell lebenden Männern und Frauen im Vergleich mit heterosexuell Lebenden fehlt in den Aufklärungsbroschüren. Vor der deutlich höheren und derzeit weiter steigenden Rate sexuell übertragbarer Erkrankungen unter Männern, die sich homosexuell oder bisexuell verhalten, wird nur unzureichend gewarnt.18

Das Anliegen, Jugendlichen mit "Gefühlen des Andersseins" und homoerotischen Neigungen vorbehaltlos Annahme und Zuwendung zu vermitteln, ist zu begrüßen. Die Annahme der Person ist aber eines, das Gutheißen von homosexuellem oder bisexuellem Verhalten etwas anderes. Und: Es wird eben nicht nur Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensweisen gelehrt, sondern eine Gleich-Gültigkeit aller sexuellen Lebensstile nahegebracht.

Jugendlichen, von denen viele ein gewisses Maß an Unsicherheit in Bezug auf ihre geschlechtliche Identität haben oder Ängste vor einer Begegnung mit dem anderen Geschlecht, wird von Kindheit an eine neue "Landkarte" in den Kopf gepflanzt: Nicht mehr die Ehe zwischen Mann und Frau und die damit verknüpfte Familie sind das erstrebenswerte Leitbild, andere sexuelle Lebensweisen sind es gleichermaßen. Diese neue "Landkarte" kann die weitereheterosexuelle Entwicklung Jugendlicher empfindlich beeinträchtigen oder sogar ganz blockieren.Sie kann die Identitätsdiffusionen in der nächsten Generation nur vergrößern und die Identitätsfindung eben gerade erschweren.

Die Abkoppelung der Familie von der Ehe

Betrachtet man die Entwicklung strategisch, so wurden zunächst "Ehe und Familie" auseinandergerissen, um schließlich "Familie" und "Ehe" als völlig voneinander getrennte Phänomene ansehen zu können. Nur dadurch wurde es möglich, daß heute fast jeder von der "Homo-Ehe" redet. Zwar nennt sich das von der Bundesregierung verabschiedete neue Gesetz nicht "Ehegesetz" sondern "Lebenspartnerschaftsgesetz" (LPartG), aber nicht nur die Hamburger Familienrechtsexpertin Eva Marie von Münch ist der Auffassung, daß im LPartG"die Schwulen-Politiker" mit "Akribie ... darauf gedrängt haben, die Ehe Punkt für Punkt nachzubilden."19 Auch führende Rechtsexperten in der Bundesrepublik sind der Auffassung, daß das LPartG sich in fast allen Punkten an die Ehe anlehnt.20 Die Tatsache, daß die Ehe eine Gemeinschaft von Mann und Frau voraussetzt, wird zunehmend als "Eheverbot" und "Diskriminierung" für homosexuell Lebende angesehen. Daß zur Grundstruktur der Ehe die Verschiedengeschlechtlichkeit als anthropologische (und nicht nur soziologische) Wirklichkeit gehört, wird bestritten. Noch stellt unser Grundgesetz die Ehe zwischen Mann und Frau als alleiniges Leitbild heraus. Doch mehren sich die Forderungen: "Es wird heute hetero-, homo- oder bisexuell, als Paar, zu mehreren oder auch allein gelebt. ... Der Staat hat alle Lebensformen Erwachsener rechtlich und finanziell gleich zu behandeln."21

Als vorläufigen Höhepunkt der Dekonstruktionspolitik von Ehe und Familie ist ein Vorstoß der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein anzusehen. Dort wurde im März 2002 ein virtueller Parteitag durchgeführt und der Antrag eingebracht, Artikel 6, Abs. 1 unseres Grundgesetzes zu ändern. Bisher lautet dieser: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung". Nach dem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen soll er stattdessen heißen: "Kinder und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung". Damit ist die Ehe von der Familie abgekoppelt und als Folge wird auch die Zeugung neuen Lebens aus der Beziehung zwischen Mann und Frau, also aus der Geschlechterspannung, herausgenommen. Das stellt Mutterschaft und Vaterschaft in bisher nicht gekannter Weise in Frage.

Die Herausnahme der Zeugung neuen Lebens aus der Geschlechterspannung

Reproduktionsmediziner, schwul-lesbische Gruppen und andere setzen sich für Samenbanken, freien Zugang zu diesen auch für homosexuell lebende Paare, für Eizellspende und Leihmutterschaft ein.

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland fordert in seinem neuen "Familienbuch":"Lesbische oder schwule Paare mit Kindern haben ein Recht auf volle Anerkennung als Familie. Die Benachteiligung lesbischer und schwuler Familien muß beendet werden. Sie müssen steuer-, sozial- und namensrechtlich gleichgestellt werden.... Für Frauen gibt es bislang in Deutschland außerhalb der Ehe keinen freien Zugang zu Samenbanken. Das ist diskriminierend. Das Recht auf Familiengründung muß für alle gelten."22

In einer 2001 von der Senatsverwaltung Berlin herausgegebenen neuen Broschüre mit dem Titel"Regenbogenfamilien - Wenn Eltern lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell sind" fordert die Senatsverwaltung gleiche Rechte für lesbisch, schwul, bisexuell oder transsexuell lebende Eltern.23 In der Broschüre heißt es: "Das gemeinsame Adoptionsrecht ist die Meßlatte für die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen ..."24

Bereits 1996 hatte der Berliner Senat positive Empfehlungen für das Aufwachsen von Kindern bei homosexuell lebenden Paaren ausgesprochen.25 Um die angebliche Unbedenklichkeit des Aufwachsens von Kindern in homosexuellen Partnerschaften zu belegen, wird in der Empfehlung des Senats auf verschiedene Studien hingewiesen. Keine dieser Studien kann diese Unbedenklichkeit belegen und Studien, die auf negative Folgen für die Kinder aus homosexuellen Haushalten hinweisen, werden verschwiegen.26 Die zahlreichen Untersuchungen die die erheblichen Nachteile für Kinder z. B. durch Aufwachsen ohne Vater belegen, werden nicht erwähnt.27

In Colorado, USA, hat ein Gericht jetzt sogar durchgesetzt: In der Geburtsurkunde eines Kindes, das mit zwei lesbisch lebenden Frauen aufwächst, dürfen die Namen beider "Mütter" als "Eltern" aufgeführt werden, es braucht keinen anderen Namen.28

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wird zur Zeit eine völlige Umdeutung der Sprache vorangetrieben. Eine Gesellschaft aber, die Ehe nennt, was nicht Ehe ist, und Familie, was nicht Familie sein kann, legt auf die Kinder eine weitere Last, und betrügt sie um ihr Recht auf einen Ursprung und ihr Recht auf Vater und Mutter.

Unter dem Vorwand, Familie bauen zu wollen, wird in Wirklichkeit Familie und die Einbettung in die Generationenfolge zerstört.29

Die Dekonstruktion der Generationen

Eine umfangreiche Studie aus den USA behauptet, Kinder, die mit homosexuell lebenden Elternteilen zusammenleben, seien deutlich häufiger als andere Kinder der Gefahr sexueller Belästigung in der "Familie" ausgesetzt. 30 Zwar ist diese Studie nicht repräsentativ, aber ihre Aussagen können auch nicht einfach vom Tisch gewischt werden, zumal einige Vertreter der Gleichberechtigung aller sexuellen Orientierungen auch bewußt die Pädophilie dabei nicht ausschließen. Dr. Helmut Graupner, führender Vertreter der österreichischen Schwulenbewegung, kämpft im Moment vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof darum, daß in Österreich das Schutzalter für homosexuellen Sex zwischen Erwachsenen und Jugendlichen auf 14 Jahre bei den Jugendlichen herabgesetzt wird. Graupner fordert in einer international anerkannten Zeitschrift nicht nur, Sex mit Kindern ab 14 Jahren müsse Schwulenrecht sein, sondern auch, Sex mit Kindern unter 14 Jahren müsse im Einzelfall straffrei bleiben.31

Der heutige rechtspolitische Sprecher der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, forderte bereits 1988: "Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität ... wird das Zementieren eines sexualrepressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können."32 So stehen wir heute vor der Tatsache, daß nicht nur die Geschlechterzugehörigkeit, sondern auch die Generationendifferenz geleugnet und damit der notwendige, besondere Schutzraum für Kinder zerstört wird.

Ein Bündnis für Ehe und Familie

Haben wir noch genügend Mut und die Überzeugung, unseren Kindern und Jugendlichen Männlichkeit und Weiblichkeit, Mannsein und Frausein als komplementäre, aufeinander verwiesene und aufeinander bezogene, Zukunft stiftende Doppelstruktur des Menschlichen, die in der kulturellen Ordnung der Ehe ihren sichtbaren Ausdruck findet, vor Augen zu stellen?

Wie kann der so notwendige Friedensschluß der Geschlechter und Generationen gelingen, wenn wir Ehe und Familie auseinanderreißen? Wie kann er gelingen, wenn ihn Kinder nicht mehr im Alltag zwischen Vater und Mutter erleben? Ob er gelingt oder nicht - die Weltanschauung unserer Kinder wird davon bestimmt werden.

In der gesamten Menschheitsgeschichte, in allen Kulturen und Religionen wurden ausschließlich Verbindungen zwischen Mann und Frau, die grundsätzlich zur Geburt von Kindern hin offen sind, Ehen genannt.

Wenn heute "Ehe" überall da sein soll, wo ein heterosexuelles oder ein homosexuelles Paar miteinander lebt, und "Familie" überall da, wo Kinder mit Erwachsenen zusammenleben, wird ein wesentlicher Pfeiler in der Grundordnung unseres Staates ausgehöhlt. Die Einebnung der Geschlechterdifferenz und Geschlechterspannung zwischen Mann und Frau sowie die Leugnung der Generationenfolge und Generationendifferenz ist die Kündigung eines anthropologischen Fundamental-Konsenses und letztlich die Zerstörung der Kultur.

Wir brauchen ein neues "Bündnis für Ehe und Familie" - um der nächsten Generation willen.

Fußnoten

1 Heidel, U. et al., Jenseits der Geschlechtergrenzen - Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies, Hamburg 2001.

2 Heidel, U., a.a.O., S. 19.

3 Heidel, U., a.a.O., S. 19.

4 Heidel, U., a. a. O., S. 346ff.

5 Becker, S. et al., Stellungnahme zur Anfrage des Bundesministeriums des Innern vom 11. Dezember 2000 zur Revision des Transsexuellengesetzes, in: Zeitschrift für Sexualforschung, Heft 3, 14. Jhrg, 2001, S. 258-268.

6 CultureFacts 7. 2. 2002, Hrsg. FRC, Washington D.C. www.frc.org.

7 Siehe Braun, J., Schlußwort, in: JZ 23, 2002, S. 295.

8 Remafedi, G. et al, Demography of Sexual Orientation in Adolescents, in: Pediatrics, vol. 89, no. 4, 1992, S. 714-721.

9 Robert T. Michael, John H. Gagnon, Edward O. Lauman, Gina Kolata: "Sex in America: A definitive Survey", NY Warner Books, New York 1994. Nach einer in der BRD durchgeführten Studie 2001 bezeichneten sich nur 1,3% der Männer und 0,6% der Frauen als homosexuell. Eurogay-Emnid Studie 2001, Schwules Leben in Deutschland, Presseunterlagen, S. 17.

10 Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Bücherverzeichnis, Hrsg. Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie Schleswig-Holstein, 2001.

11 Willhoite, Michael: "Papas Freund", Berlin 1994.

12 "GLEE Project", glee.oulus.fi/project.html.

13 Siehe Amtsblatt des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 53. Jhrg, Nr. 11, 2001.

14 Sexuelle Orientierung. Thema für die Jugendhilfe, Hrsg. Ministerium für Frauen, Jugend, Wohnungs- und Städtebau Schleswig-Holstein, Kiel 2000.

15 Da fiel ich aus allen Wolken - Informationen für Eltern homosexueller Kinder, Hrsg. Ministerium für Frauen, Jugend, Wohnungs- und Städtebau Schleswig-Holstein, Kiel 1999.

16 Siehe Spitzer, R., "Neue Studie zur Veränderbarkeit einer homosexuellen Orientierung", in: "Bulletin", Jg. 1. Nr. 2. Herbst 2001, Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft, www.dijg.de.

17 Siehe Nicolosi, J., Homosexualität muß kein Schicksal sein, Neukirchen Vluyn 1995.

18 Dannecker, M., Erosion der HIV-Prävention? In: Zeitschrift für Sexualforschung, 15. Jhrg., Heft 1, 2002, S. 58-64. Marcus, U., Zunahme von sexuellem Risikoverhalten und sexuell übertragbaren Infektionen bei homosexuellen Männern, in: Bundesgesundheitsbl.- Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz 2002, 45:40-46. Sowie aktuell: "Der harte Schanker kehrt nach Paris zurück", Frankfurter Rundschau 17.5.2002: Die Zahl der Syphilis-Fälle hat sich innerhalb eines Jahres vervierfacht. 90% der Betroffenen in Paris sind homosexuell aktive Männer.

19 "Mit heißer Nadel - Die Hamburger Familienrechtsexpertin Eva Marie von Münch über die Verfassungsklage der Länder Bayern und Sachsen gegen die Homo- Ehe", DER SPIEGEL 28/2001, S. 40.

20 Braun, J., Ehe und Familie am Scheideweg, Eine Kritik des sogenannten Lebenspartnerschaftsgesetzes, Regensburg 2002.

21 MdB Christina Schenk (PDS) während der Beratung des Lebenspartnerschaftsgesetzes am 7.7.2000. Zit. nach Braun, J., a.a.O., S. 21.

22 Pressemeldung vom 25.02.2002, www.lsvd.de.

23 "Regenbogenfamilien - Wenn Eltern lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell sind", Hrsg. Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen, Berlin 2001.

24 "Regenbogenfamilien ...", a.a.O. S. 27.

25 www.sensjs.berlin.de/familie/gleichg/Doku16/start.htm.

26 Vonholdt, C. R., Homosexuelle Elternschaft hat keine Zukunft, in: Bulletin, Jhrg. 1, Heft. 1, 2001, Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft.

27 Z.B.: Franz, M. et al.: "Wenn der Vater fehlt. Epidemiologische Befunde zur Bedeutung früher Abwesenheit des Vaters für die psychische Gesundheit im späteren Leben", Zsch. Psychosom. Med. 45, 1999, S. 260-278.

28 CultureFacts 18.4.2002 hrsg. vom FRC, Washington D.C. www.frc.org.

29 Siehe Amendt, G., Die Bedeutung der Familie - wie sie begründen?, www.igg.uni-bremen.de.

30 Cameron, P. et al., Homosexual Parents, in: Adolescence, vol.31, no. 124,1996, S. 757-776.

31 Graupner, H., Love versus Abuse: Crossgenerational Sexual Relations of Minors: A Gay Rights Issue?, in: Journal of Homosexuality, vol.37, no. 4, 1999, S. 203- 215.

32 Beck, V., Das Strafrecht ändern?, in A. Leopardi: "Der pädosexuelle Komplex",

33 Berlin 1988, S. 268.

Von

  • Christl Ruth Vonholdt

    Dr. med., Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, frühere Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft. Arbeitsschwerpunkte: Identität, Identitätsentwicklung, Bindungstheorien, Sexualität, Auseinandersetzung mit den Gender-Theorien und christliche Anthropologie.

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