Ich will...

Sehnsucht nach Veränderung

Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Gründe, warum er Veränderung sucht. Jeder hat seine eigenen Hoffnungen, Ziele, Sehnsüchte, Erwartungen und Vorstellungen vom Leben – und jeder trifft seine eigenen Entscheidungen.

Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Gründe »

Auszüge aus E-Mails, die das DIJG erreichen:

Ich finde mich in vielem wieder

Ich bin auf Grund Ihres Internetauftritts auf Sie aufmerksam geworden. Mit großem Interesse habe ich die Artikel zum Thema Homosexualität gelesen.

Ich bin 21 Jahre alt und finde mich in vielen der dort aufgezeigten Lebenssituationen und Empfindungen wieder. Mein Vater hat nie wirklich an unserem Familienleben teilgenommen, ich habe keinen Draht zu ihm und habe nur etwas mit meiner Mutter unternommen. Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich 12 Jahre alt war und ich musste für meine Mutter da sein. In der Grundschule war ich eher ein Außenseiter, weil ich dick war. Aber trotzdem hatte ich einige Freunde. Mit meinem besten Freund hatte ich damals sexuellen Kontakt, aber Mädchen fand ich auch schon immer toll. Auf dem Gymnasium nahm ich viel ab und hatte viele kurze sexuelle Beziehungen zu Mädchen in meinem Alter. Ich war ein richtiger Frauenheld und seit knapp 1,5 Jahren habe ich eine feste Freundin, die ich über alles liebe und glücklich mit ihr bin. Allerdings hat sich in der letzten Zeit mein Selbstvertrauen stark verringert und ich habe homosexuelle Gedanken. Ich habe starke Angst, homosexuell zu werden und meine Freundin zu verlieren, weil ich mit ihr alt werden will und Kinder haben möchte.

Aber ich glaube, dass ich etwas daran verändern kann, nur nicht alleine. Ich glaube, dass die Ursache dafür nicht unbedingt etwas Akutes ist, sondern tiefer liegt. Etwa die Beziehung zu meinem Vater oder die Scheidung meiner Eltern. Ich brauche auf jeden Fall professionelle Hilfe und wollte mich an Sie wenden. Können Sie mir einen Psychologen oder eine Selbsthilfegruppe empfehlen?

Mann, 21 Jahre

Ich fühle mich wie abgetrennt von mir

Ich bin ein homosexueller Mann und habe damit - eigentlich - kein Problem. Auf Ihrer Seite nun habe ich gelesen, was ich mir in Bezug auf mich selbst auch schon oft gedacht habe, nämlich dass meine Homosexualität ein Kompensationsmechanismus sein könnte (Stichwort „reparative Homosexualität“)! Denn ich erlebe mich seit jeher als defizitär in meinem Männlichsein, und ganz allgemein fühle ich mich wie lebendig begraben, abgetrennt von mir; ich habe mit meinem eigenen Leben irgendwie nichts zu tun, es ist mir völlig fremd. Ich würde daher gerne ein Beratungsgespräch mit einem Therapeuten dieser Richtung führen. Können Sie mir hier Kontakte geben?
Mann, 35 Jahre

Mit der Zeit bemerkte ich einen leise bohrenden Zweifel in mir

Gestern bin ich beim Surfen auf diverse Seiten gestoßen, die sich mit der Möglichkeit zur Veränderung homosexueller Neigungen befassen, unter anderem auf Ihre. Ich bin sehr überrascht, mich in den vielen Texten, Einzelfallberichten aber auch Theorien zur Homosexualität wieder zu finden. Was dort über Entwicklungen und Probleme beim Heranwachsen beschrieben ist, trifft in hohem Maße auf mich zu. Bislang hielt ich Positionen, die eine Veränderung oder gar eine Heilung homosexueller Dispositionen für möglich halten, für absurd und grundfalsch; Haltungen wie Ihre hielt ich für religiösen Fundamentalismus. Ich war der Überzeugung, daß mein Schwulsein, ob erworben oder genetisch bedingt, auf jeden Fall ein Determinismus ist, dem ich als Betroffener nicht entkommen kann und darum ausleben muß.

Mein homosexuelles Coming-out hatte ich mit Anfang zwanzig. Seitdem hatte ich mit unzähligen Männern schwulen Sex. Ich hatte Beziehungsversuche, etliche One-night-stands, habe mich in entsprechenden Gruppen und Vereinen engagiert, bemerkte aber mit der Zeit den leise, dann immer lauter bohrenden Zweifel in mir. Inzwischen ist mir klar, wie sehr mir der schwule Lebensstil geschadet hat. Er hat mich von Gott und von mir selbst entfremdet, mich unglaublich egoistisch und einsam gemacht und mir eine echte tiefe emotionale Bindung verunmöglicht.

Sie eröffnen mir auf Ihrer Homepage die Einsicht, daß es mein eigener Wille ist, mit dem ich vielleicht etwas verändern kann. Letztes Jahr war ich in Taizé und beichtete bei einem Priester. Dieser brach meinen Redefluß kurz und bündig ab mit der Aussage: „Es ist deine Entscheidung, was du mit deinem Leben machen willst.“ Das war zwar nicht gerade einfühlsam, hat aber nachhaltig gewirkt.

Ich möchte gerne versuchen, mein Leben zu ändern. Können Sie mir vielleicht dabei helfen? Können Sie mir Hinweise geben, wo ich in meiner Nähe Information, Kontakt und Hilfe finden kann? Ich interessiere mich insbesondere für eine Reorientierungstherapie. Ich glaube, daß ich für eine Veränderung und für den Weg aus der Homosexualität geeignet bin, da ich bereits auch heterosexuelle Kontakte hatte und mir eine entsprechende Partnerschaft sehr wünsche. Wer in meiner Nähe bietet eine entsprechende Therapie an?

Mann, 35 Jahre

Ich bin begeistert über die völlig neue Perspektive zum Umgang mit Homosexualität

Ich habe mich durch einen Großteil der Artikel und Berichte auf Ihrer Internet-Seite durchgelesen und bin vollauf begeistert darüber, eine mir völlig neue Perspektive zum Umgang mit Homosexualität zu entdecken. Ich lebe und kämpfe seit gut einem Jahrzehnt mit homosexuellen Gefühlen. Den Entschluss bzw. den Wunsch, an meiner sexuellen Orientierung etwas ändern zu wollen, habe ich bereits seit fast einem Jahr gefasst, bisher fehlte mir aber der Zugang zu Ressourcen, die es mir ermöglichen könnten, wirklich etwas zu verändern. Ich wusste schon immer, dass ich einen gewissen innerlichen Schmerz mit mir herumtrage, dessen Ursprung ich aber nie herausfinden konnte. Ich wusste zwar, dass es etwas mit meiner Kindheit zu tun hatte und einer zerrütteten Beziehung zu meinen Eltern und anderen Erfahrungen, doch der Gedanke, dass das Ganze etwas mit meinen homosexuellen Gefühlen zu tun haben könnte, ist mir früher noch nie gekommen. Ich befinde mich zur Zeit in einer Beratung und ich beginne herauszufinden, wo die Anknüpfungspunkte zu meiner sexuellen Neigung, meiner Vergangenheit und immer wiederkehrenden depressiven Phasen liegen. Es ist ein schmerzhafter Prozess, doch ich beginne mich und meine Gefühle – mein gesamtes Leben – besser zu verstehen. Mir tut sich damit eine neue Lebensperspektive auf und die Hoffnung, dass auch viele andere Probleme, die ich früher nicht mit Homosexualität in Verbindung gebracht hätte, lösbar werden.

Mann, 23 Jahre

Mein homosexuelles Begehren steht im Widerspruch zu dem, was ich für mein Leben möchte

Ich möchte fragen, ob Sie mir bei der Therapeutensuche behilflich sein können. Grund für die Anfrage ist, dass ich seit ca. 2 Jahren homoerotisches/homosexuelles Begehren empfinde, dass dieses aber im Widerspruch zu dem steht, was ich bewusst für mein Leben und die Beziehungen meines Lebens bejahen kann und möchte. Daher suche ich nach einer Therapie, welche über den Weg der Auseinandersetzung mit zugrundeliegenden Ursachen/Konflikten einen Weg aus dieser Neigung ermöglicht.

Frau, 24 Jahre

Ich habe viele Ähnlichkeiten mit mir selbst festgestellt

Mit großem Interesse habe ich auf Ihrer Homepage besonders einige Artikel zum Thema Homosexualität gelesen, denn auch ich habe homo-/bisexuelle Gefühle und leide darunter. Ich möchte deshalb eine Veränderung meiner sexuellen Orientierung anstreben und wollte Sie dazu um Rat fragen. Ich habe neben den Artikeln aus dem Bulletin auch bereits zwei Bücher zum Thema Veränderung homosexueller Orientierung gelesen und habe dabei viele Ähnlichkeiten mit meiner Person festgestellt. Ich habe deshalb einerseits das Gefühl, dass eine Veränderung auch bei mir möglich sein könnte, merke andererseits aber auch, dass ich dies ohne Hilfe von anderen nicht schaffen kann. Deshalb wollte ich Sie bitten, mir einmal die gängigen Möglichkeiten einer Therapie aufzuzeigen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihren Rat und möchte Ihnen auch danke sagen für Ihr mutiges Engagement, in welchem Sie sich nicht dem gesellschaftlichen Druck beugen.

Mann, 22 Jahre

Ich kam mir ganz auf mich allein gestellt vor

Ich leide seit meiner Pubertät unter massiven gleichgeschlechtlichen Anziehungen. Ich hatte noch keine Sexualkontakte, aber trotzdem habe ich diese tierische Angst vor AIDS und war im letzten Jahr deswegen drei Monate stationär in der Psychiatrie. Diese Anziehungen sind dabei, mein ganzes Leben zu zerstören. So will ich einfach nicht leben. Ich habe den Artikel von Joseph Nicolosi im Bulletin gelesen, was mir großen Mut gemacht hat. Die Beschreibungen im Bulletin decken sich ziemlich genau mit meinem Gefühlserleben. Ich habe auch seit etwa meinem 22. Lebensjahr Anziehungen zu Frauen, und diese möchte ich intensiver werden lassen. Ich hätte sehr gerne eine Freundin bzw. Frau, die ich von ganzem Herzen lieben kann. (...) Ich kam mir ganz auf mich alleingestellt in dieser Welt vor, bis ich meinen ganzen Mut zusammengenommen habe und dann im Internet auf Ihre Seiten gestoßen bin. Ich glaube an Gott, und ich möchte ein glückliches und erfülltes Leben führen.

Mann, 27 Jahre

Ich würde alles geben für eine Veränderung

Vielen Dank für Ihre Hilfe, denn ich dachte, es ist doch niemand da. In den Medien und Internetseiten hört man oft, dass Veränderung nicht möglich ist und dass die Homosexuellen dies gar nicht möchten. Ich würde alles geben, wenn eine Veränderung möglich wäre, denn ich sterbe unter diesem Leiden.

Muslim, 35 Jahre

Ich hatte schon immer homosexuelle Fantasien

Ich hatte schon immer homosexuelle Fantasien. Mein Outing hatte ich mit 25, danach habe ich alles ausgelebt. Schon länger sind mir Zweifel gekommen, dass man als Schwuler glücklich werden kann. Anfang des Jahres habe ich mich das erste Mal mit Männlichkeit beschäftigt und mir wurde klar, dass ich ein Männlichkeitsdefizit habe. Die letzten Wochen waren schwer, erst durch die Informationen auf Ihrer Seite konnte ich klar sehen und mein Leben einordnen. Ich finde mich komplett wieder und sehe das erste Mal in meinem Leben eine Perspektive.

Mann, 30 Jahre

Ich zweifele an meinem Lebensentwurf

Ich identifiziere mich als homosexuell und bin aber seit längerem (nach einigen Jahren Abstand) wieder zurück zu meinen christlichen Wurzeln gekommen und zweifele deshalb immer mehr an meinem momentanen Lebensentwurf. Ich würde sehr gerne mit jemandem darüber sprechen.

Mann, 32 Jahre

Ich will die Wunden meiner Seele heilen

Ich will Antworten auf meine Unruhe und meinen Schmerz, ich will die Wunden meiner Seele heilen und mich nicht mit unbewiesenen Behauptungen und ideologischen Forderungen abspeisen lassen, wie sie landauf, landab immer aggressiver vorgebracht werden. Letztendlich geht es mir darum, Frieden für mein Leben zu finden. Ich erkämpfe mir die Stärke, die mir als Kind nicht vermittelt wurde, ich erkämpfe mir meinen Platz als Mann in dieser Welt, der weiß, warum das alles mit ihm geschehen ist. Ich spüre, wie aus alten Verletzungen neue Kraftquellen entstehen, ich erkenne Zusammenhänge und stoße in der Tiefe auf Wahrheit. All das wäre niemals möglich gewesen, wenn ich der großen Lüge Homosexualität geglaubt hätte. Heute weiß ich: Sie ist nur eine Schutzmauer, eine Maske, eine Krücke, ein Behelfsmittel zum Überleben, um keine Angst mehr spüren zu müssen. Sie löst keine Probleme, sie schafft nur neue und verschüttet die alten. Ich bin dem DLJG sehr dankbar, dass es mich mit meinen Fragen nicht allein gelassen hat. Im Rahmen meiner Therapie erobere ich mir Stück für Stück mein Leben zurück. Der Weg ist lang und steinig, aber ich würde nie wieder einen anderen gehen wollen, denn es ist der Weg in die Freiheit.

Mann, 41 Jahre

Ich hatte keine Bindung zu meiner Mutter

Bevor ich die Therapie begann, habe ich alle Artikel von Janelle Hallmann auf der Webseite des Instituts gelesen. Ich habe unheimlich viel über meine Kindheit, vor allem, was die Beziehung zu meiner Mutter angeht, verstanden. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass meine jetzigen Verhaltensmuster eher auf diese Beziehung zurückzuführen sind und nicht die Schuld der anderen waren. Es existierte einfach keine Bindung zu meiner Mutter, ich habe von ihr nicht einmal ein „ich habe dich lieb“ oder „es ist toll, was du gemacht hast“ gehört und mein Gedächtnis kann sich an keine einzige Umarmung erinnern. Es ist einfach nichts bei mir angekommen.

Bei der Lektüre der Artikel habe ich mich intensiv mit denjenigen Passagen beschäftigt, mit denen ich mich identifizieren konnte. Ich habe mir jede Passage genau angeschaut und die wichtigsten Worte markiert. Dann habe ich mich gefragt, warum ich mich so betroffen fühlte. Viele negative Erinnerungen aus meiner Kindheit wurden dadurch hervorgerufen.

Dieser Satz berührte mich besonders: „Dabei sind der frühe Verlust einer sicheren Bindung zur Mutter durch das häufige Alleingelassensein, das fehlende feinfühlige Eingehen der Mutter auf die Bedürfnisse des Kindes und die daraus erwachsende tiefe Selbstunsicherheit im Kind und seine Gefühle von Nicht-Sein nur angedeutet." Ich dachte über meine eigene Kindheit nach und dabei kamen schmerzliche Erinnerungen hoch. Meine Mutter arbeitete, bis ich sieben Jahre alt wurde. In diesen Jahren haben sich ca. 20 Kindermädchen um mich gekümmert. Nach der Arbeit kam sie nach Hause und war wohl zu müde, um mit mir zu spielen. Mein Bruder kam zur Welt, als ich acht wurde. Es war normal, dass ich mich sehr oft nachmittags um ihn gekümmert habe, denn meine Mutter traf sich sehr gerne und häufig mit Freundinnen. Von dieser Phase habe ich einfach keine Erinnerungen von ihr, zumindest keine positiven. Ich habe Bilder in meinem Gedächtnis, in denen ich nur mich selbst betrachte, während ich alleine spiele oder Musik höre.  
Diese Analyse habe ich fast bei jedem Paragraph gemacht, dabei habe ich viel geweint.

Der zweite Schritt war, mein Leben so zu akzeptieren wie es ist. Ich habe einfach mit mir selbst gesprochen. Vergebung gehörte auch zu diesem Prozess. Ich bat Gott, mir zu helfen, meiner Mutter zu vergeben. Diese Selbstgespräche führten dazu, dass ich eine erste Veränderung in mir spürte. 

Dank der therapeutischen Gespräche haben meine homosexuellen Gedanken in einem sehr großen Maß nachgelassen.

Ich befinde mich nun in einer Phase, in der ich mein Leben in meine eigenen Hände nehmen möchte, in der ich eine neue Perspektive für mich sehe, in der ich Frieden spüre. Früher habe ich gedacht, dass es sich nicht lohnt, mit jemand anderem über die eigenen Probleme zu sprechen. Die Therapie hat mein Leben gerettet, im wahrsten Sinne des Wortes.

Frau, 28 Jahre

Namen und Anschriften der Personen sind der Redaktion bekannt.

Hier finden Sie weitere Statements betroffener Personen »

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E-Book über trauma-therapeutisch orientieren Ansatz: Frühe, das Kern- und das männliche Selbst betreffende, emotionale Wunden führen zu Bindungsverletzungen und bahnen den Weg für eine homosexuelle Entwicklung.
E-Book: Scham & Bindungsverlust

Scham und Bindungsverlust. Die Reparativtherapie in der Praxis

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