Sexualität in Gesellschaft und Kultur – Geschichte und Gegenwart

Sexualität und Geschlecht

Ergebnisse aus Biologie, Psychologie und Sozialwissenschaften

Metastudie von Lawrence S. Mayer und Paul R. McHugh. Zusammengefasst und kommentiert von Christl R. Vonholdt

Unter dem Titel "Sexuality and Gender" erschien im Herbst 2016 in der US-amerikanischen Wissenschafts-Zeitschrift "The New Atlantis" eine umfangreiche Zusammenstellung der Forschungsergebnisse aus den Themenbereichen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität. Die Autoren Lawrence S. Mayer und Paul R. McHugh analysierten dazu über 500 wissenschaftliche Artikel und Studien.

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„Sexuelle Identität“ in das Grundgesetz?

Christl R. Vonholdt

Die Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag (SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke) haben kürzlich einen Antrag zur Änderung des Grundgesetzes (GG) gestellt: Artikel 3, Absatz 3 soll um das Merkmal „sexuelle Identität“ wie folgt ergänzt werden:
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner sexuellen Identität, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Vorgeschlagene Ergänzung kursiv.)
Laut Anträgen soll die „sexuelle Identität“ folgende Kategorien umfassen: „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, transsexuelle und intersexuelle Menschen“.

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Liebe wie du willst? Ein Plädoyer für eine leib-orientierte Sexualität

Konstantin Mascher

Gibt es eine geschlechtliche und sexuelle Identität, die dem Menschen gegeben ist und die in seiner Leiblichkeit sichtbar wird? Verweist die Leiblichkeit nicht einen jeden Menschen auf die Heterosexualität? Der Autor ermutigt Pädagogen, mit Jugendlichen Wege zu gehen, auf denen sie einer tiefen Bedeutung ihrer Leiblichkeit auf die Spur kommen können.

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„Sexuelle Vielfalt“ - Einblick in neue Schulrichtlinien

Marion Gebert

Soll 4-jährigen Kindern in Bilderbüchern Homosexualität nahegebracht werden? Sollen 12-jährige Schüler im Unterricht Begriffe wie Darkroom, „zu früh kommen“, SM und Porno pantomimisch darstellen müssen? Sollen Kinder und Jugendliche pädagogisch dazu angeleitet werden, frühzeitig und reichlich die „sexuelle Vielfalt" auszuprobieren?
Die Autorin setzt sich mit entsprechenden Konzepten auseinander und zeigt die Konsequenzen für die junge Generation auf: Unsicherheit und Orientierungsverlust.

„Sexuelle Vielfalt“ - Einblick in neue Schulrichtlinien

Sex and Culture

Joseph D. Unwin

zusammengefasst von Konstantin Mascher

Bei einem Vortrag, gehalten 1994 in den USA, sagte der renommierte Psychoanalytiker Charles W. Socarides die provozierenden Sätze: "Niemand sieht sich heute als Wächter der Gesellschaft. Der Einzelne sagt, er wisse nicht genau, um welches öffentliche Wohl es ginge, und schließlich sei Sex doch Privatsache, oder? Die Antwort auf diese Frage lautet, allen populären Auffassungen zum Trotz, eindeutig: Nein. (...) Kulturgeschichtlich hat sich gezeigt, daß die Mehrheit der Kulturen nicht erhalten bleiben konnte. Ethnologen sagen uns, daß der schwere Fehler im Sexualkodex und in den Sexualgebräuchen eine wichtige Rolle beim Tod vieler Kulturen gespielt haben.

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Von

  • Christl Ruth Vonholdt

    Dr. med., Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, frühere Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft. Arbeitsschwerpunkte: Identität, Identitätsentwicklung, Bindungstheorien, Sexualität, Auseinandersetzung mit den Gender-Theorien und christliche Anthropologie.

    Alle Artikel von Christl Ruth Vonholdt

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