Stellungnahme zum Seminar beim Kongress für Psychotherapie und Seelsorge
Erklärung des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft
6. April 2009
Der LSVD und die Partei „Bündnis90/Die Grünen“ haben Amtsträger von Politik und Wissenschaft aufgefordert, den Kongress der APS in Marburg zu verhindern, falls nicht die Vorträge von Christl Vonholdt vom „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG)“ und Markus Hoffmann von der Lebensberatungsorganisation „wuestenstrom“ abgesetzt werden.
Solche Forderungen weist das DIJG mit aller Entschiedenheit als repressiven Eingriff in die Rede- und Wissenschaftsfreiheit zurück. Sie stellen den Versuch dar, den fachlichen Diskurs von Themen durch selektive Steuerung von Information zu manipulieren und kritische Auffassungen zu unterdrücken. Dies ist völlig inakzeptabel.
Dr. med. Christl Vonholdt, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, wird sich in ihrem Seminar dem Thema: „Weibliche Identitätsentwicklung und mögliche Probleme“ widmen und die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen zur Identitätsentwicklung darstellen. Theoretische Grundlagen des Seminars sind vor allem die Erkenntnisse der modernen Bindungsforschung sowie das Identitätskonzept von Erik Erikson. Das Seminarangebot ist öffentlich, die Teilnahme am Diskurs ist jedem freigestellt.
Erklärungen, dieses Seminar sei ein homophobes „Umpolungsangebot“ entbehren jeder Grundlage. Sie sind absurd und verleumderisch.