Neue Schulbildungspläne zum Thema Homosexualität kritisch hinterfragt

Christl R. Vonholdt

Verschiedene Bundesländer fordern in neuen Bildungsplänen, dass in den Schulen homosexuelle, bisexuelle und transsexuelle Lebensformen als gegebene, nicht zu hinterfragende Lebensformen vorgestellt werden.

Der folgende Text widerspricht – um der betroffenen Jugendlichen willen – dieser Auffassung. Er analysiert dazu wissenschaftliche Studien und begründet, warum Jugendlichen von einem Coming-out in der Jugendzeit, also einer Festlegung als „schwul“, „lesbisch“ oder „bisexuell“, abzuraten ist.

1. Einleitung

Das Verhalten von Schülern und Schülerinnen sollte von größtmöglichem grundsätzlichem Respekt untereinander und gegenüber jedem geprägt sein. Jedem Menschen sollte mit derselben Achtung begegnet werden. Der Unterrichtsstoff sollte auf sachlichen Informationen und nachprüfbaren Fakten beruhen. Respekt gegenüber den Schülern zeigt sich auch darin, dass die Informationen, die sie erhalten, auf Fakten beruhen.

2. Homosexualität (und Bisexualität)

Statistik

a) Eine repräsentative Studie, durchgeführt von der University of Chicago (1994), belegt:

2,8 Prozent der Männer und 1,4 Prozent der Frauen bezeichnen sich in ihrer Selbstidentität als homosexuell oder bisexuell.1

b) Eine neuere, repräsentative Untersuchung (USA) aus dem Jahr 2011 kommt zu folgenden Zahlen:

1,7% der Männer (15 - 44 Jahre) bezeichnen sich in ihrer Selbstidentität als schwul.2

Ist Homosexualität angeboren?

a) Der Sexualwissenschaftler und Protagonist der Schwulenbewegung Prof. Dr. Martin Dannecker schreibt in einem Gutachten für die Bundesregierung:

„Alle in der Vergangenheit angestellten Versuche, die Homosexualität biologisch zu verankern, müssen als gescheitert bezeichnet werden. (…) Diese Forschungen haben bislang nicht zu tragfähigen und konsistenten Resultaten geführt.“3 Dannecker bezieht sich auf die Genforschung, Hirnforschung, Hormonforschung und Zwillingsforschung.

b) Die neuere Zwillingsforschung (2008)4 bestätigt die Beurteilung Danneckers.5

c) In der ZEIT gab es 2013 einen viel beachteten Artikel, wonach Homosexualität angeblich mit vorgeburtlichen epigenetischen Faktoren zusammenhänge. Die ZEIT und andere Medien beziehen sich dabei auf einen amerikanischen Artikel, in dem das spekulativ als eine mögliche Theorie vorgestellt wird. Eine empirische Untersuchung dazu gibt es nicht.6

3. Transsexualität

Transsexualität ist wesentlich seltener als Homosexualität, exakte Daten fehlen.

Transsexualität (Transsexualismus) zählt zu den „Störungen der Geschlechtsidentität“ (ICD-10, F 64.0) und gehört zu den „Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen“ (ICD-10, F 60-69).7

Der ICD-10 Code ist das international gültige Klassifikationssystem der Erkrankungen (herausgegeben von der WHO), es ist auch für Deutschland verbindlich.

Beweise, dass das Phänomen im Wesentlichen angeboren wäre, gibt es bisher nicht.

Die Forschung zur „Geschlechtsidentitätsstörung bei Kindern“ (F 64.2; tritt vor dem Grundschulalter auf) kommt zu dem Schluss: Wenn Eltern oder andere Bezugspersonen ein Kind, das sich wünscht, zum anderen Geschlecht zu gehören, in diesem Wunsch bestätigen, verstärken sie die Störung.8

4. Ist die „sexuelle Orientierung“ etwas Festgelegtes und Unveränderbares?

Eines der stärksten Argumente gegen die Behauptung, Homosexualität sei angeboren und nicht veränderbar, ist die faktische Fluidität der sexuellen Orientierung bei nicht wenigen Menschen.9

a) In der „Zeitschrift für Sexualforschung“ (offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, Thieme Verlag) heißt es: „Die These einer starren, unveränderbaren sexuellen Orientierung wurde in letzter Zeit aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven in Frage gestellt, vor allem durch die Lebenslaufforschung, die Evolutionspsychologie, die ’Labeling’-Theorien sowie den sozialen Konstruktivismus. (...) Demzufolge könnte sich die sexuelle Orientierung von Individuen im Lauf ihres Lebens verändern. Sexuelle Orientierung entwickelt sich in dieser Lesart kontinuierlich und wird dabei von individuellen sexuellen und emotionalen Erfahrungen, sozialen Interaktionen und kulturellen Rahmungen beeinflusst.“10

b) Alfred Kinsey zeigte, dass die sexuelle Orientierung auf einem Kontinuum liegt und sich bei vielen Personen im Lauf des Lebens verändert – sowohl in Richtung Heterosexualität als auch in Richtung Homosexualität, mit bisexuellen Neigungen dazwischen. Die Hälfte derjenigen, die sich ursprünglich als homosexuell bezeichnete, bezeichnete sich als Erwachsene als heterosexuell. Neuere Untersuchungen von Sandfort (1997) und Whitehead (2010) kommen zu ähnlichen Ergebnissen.11

Untersuchungen, die sich nur auf Pubertät und Adoleszenz beziehen, zeigen, dass die Fluidität der sexuellen Orientierung noch höher ist und spontane Veränderungen der sexuellen Orientierung noch häufiger vorkommen.

c) Eine Befragung des homosexuell lebenden Forschers Gary Remafedi (1992) von fast 35.000 Jungen im Alter von 12 bis 18 Jahren zeigt, dass sexuelle Gefühle sich verändern können: 25,9 Prozent der befragten 12-Jährigen war sich unsicher bezüglich ihrer sexuellen Neigungen (homosexuell oder heterosexuell), bei den 18-Jährigen waren das nur noch 5 Prozent.12

d) Eine neue, umfassende Studie (2007) mit mehr als 10.000 Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren belegt erneut, wie fluide die „sexuelle Orientierung“ in diesem Alter ist und es häufig noch zu einer spontanen Entwicklung in Richtung Heterosexualität kommt.

Ein Beispiel: 70 Prozent der Jugendlichen, die mit 17 Jahren eine ausschließlich homosexuelle Orientierung angeben, geben mit 22 Jahren eine ausschließlich heterosexuelle Orientierung an, 8 Prozent empfinden sich mit 22 Jahren als bisexuell.

Die Studie zeigt: Zwar geht die Fluidität in beide Richtungen, doch die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine homosexuelle oder bisexuelle Orientierung in Richtung einer heterosexuellen Orientierung verändert, ist mindestens 25 Mal so hoch wie umgekehrt.13

Die spontanen Veränderungen der sexuellen Orientierung in der Adoleszenz sind so erheblich, dass die Autoren der Studie vorschlagen, das Konzept der „sexuellen Orientierung“ für Jugendliche völlig fallen zu lassen und stattdessen die Forschung auf „relevante Bereiche“ wie etwa das sexuelle Verhalten oder HIV-Übertragungen zu konzentrieren.14

Keine sexuelle Objektwahl, auch nicht die heterosexuelle, ist beim Menschen einfach angeboren und unveränderbar. Bei der „sexuellen Orientierung“ geht es um Gefühle, Begehren, eventuell auch um Verhalten. Gefühle des Angezogenseins von einem anderen Menschen oder von einem bestimmten Geschlecht oder abwechselnd vom eigenen und vom anderen Geschlecht (bei Bisexualität) oder von bestimmten Eigenschaften eines Menschen sind nicht einfach angeboren.

Die moderne Hirnforschung zeigt: Dass wir fühlen können, ist angelegt, aber welche Gefühle wir womit verbinden, ist zu einem großen Teil erfahrungsabhängig erlernt. Das Gehirn des Menschen, mit dem wir fühlen und Entscheidungen treffen, entwickelt sich in Abhängigkeit von Erfahrungen, wobei frühe Erfahrungen besonders prägend sind.

Allerdings gilt auch: Jeder Mensch hat unabhängig von seinen sexuellen Neigungen eine biologisch-körperliche Disposition zur Heterosexualität. Nur die Heterosexualität hat den inhärenten Vorteil, dass sie die Weitergabe des Lebens ermöglicht.

Die hohe spontane Fluidität sexueller Gefühle in der Adoleszenz ist ein starkes Argument dafür, Jugendlichen von einem Coming-out, d.h. von einer Festlegung als schwul oder lesbisch, dringend abzuraten. Wenn Jugendliche homosexuelle Gefühle haben, ist es gut und wichtig, dass sie sich jemandem anvertrauen können. Oft leiden sie unter großer Einsamkeit. Sie brauchen Verständnis, Zuwendung und angemessene Beratung, aber keine „Einladung“ in einen homosexuellen Lebensstil, der insbesondere für Jungen hohe Risiken in sich birgt (siehe weiter unten).

Das Coming-out ist eine Festlegung, deren Konsequenzen Jugendliche nicht übersehen können.15 Solche Festlegung kann die (mögliche) weitere heterosexuelle Entwicklung blockieren. Das Coming-out schließt eine Tür, die sonst noch offen geblieben wäre. Auch Jugendlichen, die bereits homosexuelles Verhalten praktizieren, ist deshalb zu raten, offen zu bleiben und sich nicht in einem Coming-out auf eine bestimmte Identität festzulegen.

Die Festlegung im Coming-out als „schwul“ oder „lesbisch“ beinhaltet den schmerzhaften Verzicht auf die Möglichkeit, innerhalb einer liebevollen Beziehung Leben zeugen, empfangen und weitergeben zu können. Ob Jugendliche das nicht intuitiv spüren? Liegt hier vielleicht mit ein Grund für die Verzweiflung und damit für einen Teil der Suizidalität nach dem Coming-out? Das Coming-out nimmt jede Hoffnung auf Veränderung im Leben.

5. Suizidalität bei homosexuell empfindenden Jugendlichen

a) In einer weiteren Studie (1991) befragte Gary Remafedi16 homosexuell und bisexuell empfindende Jungen zwischen 14 und 21 Jahren, um herauszufinden, aus welchen Gründen sie einen Suizidversuch begangen hatten.

Die Studie belegt einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Alter beim Coming-out und einem Suizidversuch: Je jünger die Jungen beim Coming-out waren, desto höher war die Suizidversuchsrate; je älter sie waren, desto niedriger war sie.17 Jedes Jahr Ältersein beim Coming-out führte zu einer Abnahme des Suizidrisikos. Coming-out in jungem Alter, so Remafedi, ist ein mögliches Suizidrisiko.

Die Studie ist ein Beleg dafür, ein mögliches Coming-out ins Erwachsenenalter zu verlegen, jedoch während der Schulzeit davor zu warnen.

Remafedi, der selbst homosexuell lebt, erklärt: „die Suizidversuche konnten nicht erklärt werden mit Diskriminierung, Gewalterfahrung, Verlust an Freundschaften oder der derzeitigen persönlichen Einstellung zur Homosexualität.“18. Als häufigste Einzelursache für den Suizidversuch geben die Jugendlichen „Probleme in der Familie“ an, insbesondere: Eheprobleme der Eltern, Scheidung der Eltern, Alkoholprobleme in der Familie. So hatten die homosexuellen Jungen, deren Eltern nicht miteinander verheiratet waren, fast doppelt so häufig einen Suizidversuch verübt verglichen mit den homosexuellen Jungen, deren Eltern miteinander verheiratet waren! Remafedi belegt außerdem einen statistischen Zusammenhang zwischen Suizidversuch der Jungen und sexuellem Missbrauch, zwischen Suizidversuch und Therapie wegen Suchtmittelabhängigkeit (Alkohol, Drogen), zwischen Suizidversuch und früher sexueller (heterosexueller oder homosexueller) Aktivität.

b) Eine weitere Studie ist die von Robert Garofalo (1998).19 Sie zeigt, dass Jugendliche (Jungen und Mädchen), die sich als homosexuell oder bisexuell bezeichnen, häufiger schon einen Suizidversuch verübt haben. Folgendes sind weitere zentrale Ergebnisse der Studie: Jugendliche (Jungen und Mädchen), die sich als homosexuell oder bisexuell bezeichnen, haben sehr viel häufiger als andere Jugendliche sexuellen Missbrauch erlebt, häufiger Geschlechtsverkehr vor dem Alter von 13 Jahren gehabt (!), insgesamt schon mehr Sexualpartner gehabt, häufiger in den letzten drei Monaten mindestens drei verschiedene Sexualpartner gehabt.

Sowohl die Studie von Remafedi als auch die von Garofalo mit homosexuellen und bisexuellen Jugendlichen belegen also einen statistischen Zusammenhang zwischen Suizidversuchen und sexuellem Missbrauch sowie zwischen Suizidversuch und frühen sexuellen Aktivitäten. Hier ist weiterer Forschungsbedarf dringend erforderlich.

Übereinstimmend belegen weitere Studien, dass auch unter erwachsenen homosexuell Lebenden die Rate an Suizidversuchen deutlich höher ist als in der Allgemeinbevölkerung. Die Ursachen dafür sind komplex. Für die Behauptung, diese Probleme seien im Wesentlichen durch „Homophobie“, Diskriminierung oder durch eine ablehnende Haltung der Gesellschaft gegenüber Homosexualität verursacht, gibt es bisher keinen Beweis.20 Vieles spricht dafür, dass die Probleme zu einem großen Teil intrinsisch sind.21

Homophobie“ ist ein theoretisches Konzept, das jeden Konflikt eines homosexuell empfindenden Menschen auf die Gesellschaft auslagert und nicht zulässt, dass es auch wirkliche innerpsychische Konflikte dazu gibt.

Nach einer amerikanischen Studie hatten mehr als 90 Prozent derjenigen, die in der Adoleszenz einen Suizid verübten, zuvor Kriterien, die für eine psychische Erkrankung sprechen.22 Bullying oder Mobbing gegenüber homosexuell oder bisexuell empfindenden Jugendlichen sollte nie toleriert werden!! Interessensgruppen, die sich für Suizidopfer einsetzen, warnen aber davor, Bullying als „Ursache“ für Suizid darzustellen, da auf diese Weise „die zugrunde liegenden psychischen Erkrankungen“ ignoriert würden.23

Solches Ignorieren kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ursachen verdeckt bleiben und Betroffene nicht die Hilfe erhalten, die sie brauchen.

Zu den Fragen von Suizidalität und Diskriminierung sind auch folgende Forschungsergebnisse bedenkenswert:

ca) In einer bevölkerungsgestützten, repräsentativen Studie aus Dänemark (2011) war die Suizidrate bei homosexuell lebenden Männern in eingetragener Lebenspartnerschaft achtmal höher als bei heterosexuell verheirateten Männern.

Die Einführung einer eingetragenen Partnerschaft stellt eine gay-affirmative Maßnahme dar, die die gesellschaftliche Akzeptanz homosexueller Lebensweisen erhöht und damit auch einer möglichen „Diskriminierung“ entgegenwirkt. Dennoch konnte diese Maßnahme im liberalen Dänemark die hohe Suizidalität der homosexuellen Männer nicht positiv beeinflussen, im Gegenteil: sie war besonders hoch. Das unterstützt die Ergebnisse anderer Studien, wonach gesellschaftliche Diskriminierung kein Hauptfaktor in der Entstehung der hohen Suizidalität bei homosexuell lebenden Männern ist.24

cb) Obwohl in den USA wohl immer noch Schwarze eher Diskriminierung erleiden als Weiße, sind die Suizidraten unter schwarzen Männern konstant erheblich niedriger als unter weißen Männern.25

6. Birgt homosexuelles Verhalten Risiken für Jugendliche?

Dazu einige Hinweise:

a) Das Risiko für Jungen und Männer, die homosexuellen Sex praktizieren, an einer HIV-Infektion zu erkranken, ist um ein Vielfaches höher verglichen mit denen, die sich nur heterosexuell verhalten. Obwohl homosexuell Lebende nur einen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen, betrifft die große Mehrzahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionen (68 Prozent) „Männer, die Sex mit Männern haben“.26

b) Homosexuelle Lebensstile sind mit einer etwa dreifach höheren Rate an psychischen Erkrankungen verbunden. Dazu gehören nicht nur Suizidalität und Depressionen, sondern auch Angststörungen und anderes.27 Neue Studien aus der Schweiz zeigen, dass die psychischen Probleme unter homosexuell Lebenden zunehmen,28 obwohl anzunehmen ist, dass die Akzeptanz homosexueller Lebensweisen in westlichen Gesellschaften eher steigt. Wie bereits erwähnt, gibt es bisher keine Beweise dafür, dass diese psychischen Erkrankungen im Wesentlichen durch eine ablehnende Haltung der Gesellschaft gegenüber Homosexualität verursacht wären.

c) Eine neue repräsentative Untersuchung aus den USA zeigt: Jugendliche, die sich als homosexuell oder bisexuell bezeichnen, konsumieren häufiger Drogen und Alkohol. Sie zeigen häufiger gewaltbereites Verhalten. Sie sind nicht nur häufiger Opfer, sondern auch häufiger Täter bei sexuellen Verabredungen verglichen mit anderen Jugendlichen.29

Anmerkungen

1 Laumann, E. O., The Social Organization of Sexuality, Chicago 1994, S. 283-320.

2 National Health Statistics Report, US Centers for Disease Control and Prevention, CDC, März 2011.

3 Dannecker, M., Sexualwissenschaftliches Gutachten zur Homosexualität. In: Basedow, J.: Die Rechtsstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, Tübingen 2000, S. 339.

4 Whitehead, N., Latest twin study confirms genetic contribution is minor.

5 Ausführlicher dazu: Anmerkungen zur Homosexualität

6 Spielt vorgeburtliche Epigenetik eine bedeutsame Rolle bei der Entstehung von Homosexualität?

7 http://www.icd-code.de/icd/code/F64.-.html Zugriff 03.09.2013

8 Zucker, K.J., Bradley, S.J., Gender Identity Disorder and Psychosexual Problems in Children and Adolescents, New York, 1995.

9 Siehe Whitehead, N., Adoleszenz und sexuelle Orientierung. Zugriff 03.09.2013

10 Kinish, K.K., Geschlechtsspezifische Differenzen der Flexibilität der sexuellen Orientierung. Z Sex Forsch 17, 2004, S. 27.

11 Siehe: The Changeability of Adolescent Same-Sex Attraction Zugriff 03.09.2013

12 Remafedi, G., Demography of sexual orientation in adolescents. Pediatrics, 1992, 89, 714 f.

13 Siehe Whitehead, N., Adoleszenz und sexuelle Orientierung.

14 Savin-Williams, R.C., Prevalence and stablity of sexual orientation components during adolescence and young adulthood. Arch Sex Behavior 2007, 36, S. 385-394. Siehe auch die Zusammenfassung der Studie in Deutsch angegeben in Fußnote 8.

15 Pubertät und Adoleszenz sind eine Zeit des Umbruchs. Insbesondere das Frontalhirn – mit dem wir Entscheidungen treffen – erfährt in dieser Zeit erhebliche strukturelle Veränderungen. Teenager haben deshalb noch nicht die Fähigkeiten von Erwachsenen, komplexe Situationen nüchtern und klar zu beurteilen, Impulse zu kontrollieren und langfristige Konsequenzen von Entscheidungen zu übersehen. Das Frontalhirn ist erst mit etwa 20-30 Jahren voll ausgereift. Siehe: www.thenationalcampaign.org/resources/pdf/BRAIN.pdf

16 Remafedi, G., Risk factors for attempted suicide in gay and bisexual youth. Pediatrics, 1991, 87, 6, S. 869-875.

17 Ob es sich um einen kausalen Zusammenhang handelt, weiß man nicht. Remafedi fand zunächst einen statistischen Zusammenhang.

18 Remafedi, G., 1991, a.a.O., S. 873. Hervorhebung hinzugefügt.

19 Garofalo, R., The association between health risk behaviors and sexual orientation among a school-based sample of adolescents. In: Pediatrics 1998, 101, 5, S. 895-903.

20 Siehe: Whitehead, N., Homosexuality and co-morbidities: research and therapeutic implications. In: Journal of Human Sexuality II, 2010, S. 124-175.

21 Whitehead, ebd.

22 Shain, B., Suicide and suicide attempts in adolescents. In: Pediatrics 2007,120, S. 669-676.

23 Zitiert nach: Bullying at School: never acceptable

24 Mathy, R. M., The association between relationship markers of sexual orientation and suicide: Denmark, 1990-2001. Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology, 46, 2, 2011, S. 111-117.

25 African American Suicide Fact Sheet [pdf]

26 Epidemiologisches Bulletin 21/11, Robert Koch Institut 30.5.2011, S. 1.

27 Hierzu gibt es eine Fülle von Daten. Z.B. Sandfort, T. et al., Same-sex sexual behavior and psychiatric disorders. Arch. Gen. Psych. 58, 2001, S. 85-91. Eine Zusammenstellung von Daten findet sich auch im Journal of Human Sexuality, I, 2009, S. 53-87, hrsg. von NARTH. Ebenso: Whitehead, N., Homosexuality and co-morbidities: research and therapeutic implications. In: Journal of human sexuality, II, 2010, S. 124-175.

28 Schwule gesundheitlich stärker angeschlagen. NZZ online vom 20.07.2011 www.nzz.ch/nachrichten/panorama/gesundheitszentrum_schwule_1.11518539.html Zugriff 03.09.2013

29 CDC: Sexual identity, sex of contacts, and health-risk behaviors among students in grades 9-12, 10.06.2011 www.cdc.gov/mmwr/pdf/ss/ss6007.pdf

Von

  • Christl Ruth Vonholdt

    Dr. med., Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, frühere Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft. Arbeitsschwerpunkte: Identität, Identitätsentwicklung, Bindungstheorien, Sexualität, Auseinandersetzung mit den Gender-Theorien und christliche Anthropologie.

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