Männlichkeit muss errungen werden

Joseph Nicolosi, Ph.D. und Linda Ames Nicolosi

Der Homosexualität liegt zutiefst ein ungelöster Konflikt bezüglich der eigenen Männlichkeit (bei männlicher Homosexualität) oder der Weiblichkeit (bei weiblicher Homosexualität) zugrunde. Beim Jungen geht es darum, dass er schon in der Kindheit in seiner Männlichkeit seelische Verwundungen erlebt hat, die dazu führten, dass er sich als „anders“ als die anderen Jungen erlebte.

Solche seelischen Verwundungen in Bezug auf die eigene (zu entwickelnde) Männlichkeit sind fast nicht sichtbar, sie existieren als geheime Ängste, von denen die Eltern oder Angehörigen höchstens etwas vermuten. Der Junge hat sie gefühlt, solange er sich erinnern kann. Dieses Gefühl des „Andersseins“ hat in ihm ein Gefühl der Minderwertigkeit und der Isolation von anderen Jungen und Männern entstehen lassen.

Bei einigen Jungen ist eine Verwirrung in Bezug auf die eigene Männlichkeit deutlich zu erkennen. Dazu möchte ich einige Beispiele nennen, zunächst das von Stevie1. Seine Geschichte ist ungewöhnlich.

Als Psychotherapeut, der Hunderte von homosexuell orientierten Männern, die mit ihrer Homosexualität unzufrieden waren, in der Therapie begleitet hat, erhalte ich Telefonanrufe aus der ganzen Welt. Immer häufiger geht es dabei um Kinder. Die meisten Anrufer sind besorgte Eltern, die das Beste für ihr Kind möchten, und ich gebe mir alle Mühe, sie zu unterstützen, ihnen Informationen zu geben und hilfreiche Wege aufzuzeigen.

Eines Tages verband mich meine Sekretärin mit einer Anruferin aus dem nahegelegenen Pasadena in Kalifornien. Ich hörte eine Frau: „Doktor, mein Name ist Margaret Johnson“, begann sie mit zittriger Stimme. - Für einen Moment dachte ich, die Leitung sei unterbrochen worden.

„Sind Sie noch da? Kann ich Ihnen helfen?“

„Ich ... ich glaube, ich habe Sie vor ein paar Wochen im Fernsehen gesehen. Das waren Sie doch, oder? Sie diskutierten mit einem Psychiater?“

„Das ist möglich“, erwiderte ich. Ich hatte zwei Wochen zuvor mit einem Aktivisten der Homosexuellen-Bewegung, der häufig in Talkshows auftritt2, eine hitzige Debatte im Fernsehen gehabt.

„Wahrscheinlich meinen Sie die Diskussion mit Dr. Isay?“

„Ja“, antwortete sie. „In der Talkshow ging es um kleine Jungen, die lieber kleine Mädchen sein möchten.“

„Stimmt“, sagte ich. „Es war eine Sendung über Identitätsverwirrung und über...“

Mrs. Johnson unterbrach mich entschlossen und bestimmt: „Doktor, Sie haben meinen Sohn Stevie beschrieben. Er ist ein wunderbarer, kleiner Junge, ein ganz besonderes Kind. Aber...“ Sie zögerte: „Stevie ist fasziniert von Mädchensachen, sogar mehr als meine Töchter! Er ist vernarrt in die Farben pink und rot. Er ... nun, er spielt sogar mit Barbie-Puppen und ... tanzt auf Zehenspitzen durchs Haus wie eine Ballerina.“

Ich hörte aufmerksam zu, als Mrs. Johnson mir weitere Einzelheiten nannte. Ihr Sohn war fünf. „Ich beobachte dieses Verhalten nun seit fast zwei Jahren“, erklärte sie.

Für mich war diese lange Zeit bedeutsam. Es ist in Ordnung, wenn ein kleiner Junge sich mal fragt, wie er wohl mit langen blonden Lokken aussehen würde und deshalb eine Perükke ausprobiert, einfach aus Spaß. Aber wenn er das immer macht und gleichzeitig wenig Interesse an „Jungensachen“ hat, liegt wahrscheinlich ein Problem vor.3

„Und das geht seit zwei Jahren so?“ fragte ich.

Mrs. Johnson muss meine Frage als Vorwurf verstanden haben. Sie klang ein wenig abwehrend, als sie dann antwortete: „Aber seine Lehrerin hat gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen. Das sei nur eine vorübergehende Phase. Genau das hat meine Schwiegermutter auch gesagt. Sie gibt Stevie sogar ihre Seidentücher und ihren Schmuck zum Anprobieren. ‘Oma findet ihr kleines Püppchen hinreißend‘ sagt sie ihm dann.“

„Und Sie haben gehofft, dass die beiden recht haben und es sich wirklich nur um eine vorübergehende Phase handelt?“

„Ja. Aber gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass da etwas nicht stimmt.“ Mrs. Johnsons Stimme klang jetzt laut und bestimmt: „Letzte Woche bestand Stevie darauf, dass ich ihm eine Pocahontas Puppe kaufe. Und dann habe ich Sie im Fernsehen gesehen. Sie haben meinen Sohn haargenau beschrieben. Und wenn Sie Recht haben, dann wird Stevie...“ Sie zögerte, als hätte sie Angst, das Wort auszusprechen: „Er wird homosexuell werden, schwul. Das haben Sie gesagt. Und um ehrlich zu sein, deshalb habe ich Sie angerufen.“ Ihre Stimme zitterte wieder: „Doktor, wird mein Sohn später schwul sein?“

Ich wollte auf den Begriff „schwul“ eingehen. Es ist ein politischer Begriff mit sehr viel ideologischem Ballast.4 Ein besserer, wissenschaftlicher Ausdruck ist „homosexuell“. Aber Mrs. Johnson war weder an der Wissenschaft noch an der Politik der Schwulen-Bewegung interessiert. Sie machte sich einfach Sorgen um ihren Sohn.

So behutsam wie möglich erwiderte ich: „Ohne eine entsprechende Intervention ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Junge wie Stevie sich homosexuell, bisexuell oder transsexuell entwickeln wird. Statistisch liegt diese Wahrscheinlichkeit bei 75%.5 Stereotyp geschlechtsuntypisches Verhalten bei Jungen ist oft eine frühes Zeichen von...“

„Das bedeutet also, dass er homosexuell, schwul wird? Gibt es keine Hoffnung?“

„Er kann es, muss es aber nicht unbedingt werden. Noch ist Zeit, ihm zu helfen, dass er sich in seinem Jungesein und seiner Männlichkeit mehr zuhause fühlt.“

„Gut. Aber was soll ich tun?“ Sie hielt inne. Ich konnte ihre Aufregung spüren. 

Als Präsident von NARTH (Nationale Vereinigung zur Erforschung und Therapie der Homosexualität) halte ich oft Vorträge über Homosexualität. In den letzten fünfzehn Jahren habe ich viele erwachsene Männer, die mit ihrer Homosexualität unzufrieden waren, therapeutisch auf ihrem Weg heraus aus der Homosexualität begleitet. Die meisten dieser erwachsenen, homosexuell orientierten Klienten hatten als Kinder nicht mit Puppen gespielt. Stevies Geschichte war extrem. Und doch zeigten fast alle Klienten schon in der frühen Kindheit ein sehr charakteristisches „nicht-jungenhaftes“, geschlechtsuntypisches Verhalten, das sie schmerzlich von den anderen Jungen trennte.

Die meisten dieser homosexuell orientierten Männer erinnern sich, als Jungen unsportlich gewesen zu sein, irgendwie passiv, einsam (bis auf Freundinnen), friedfertig und nicht an Kämpfen und Raufen mit anderen Jungen oder an wilden Spielen interessiert. Vielmehr hatten sie eine gewisse Angst vor anderen Jungen, die sie einschüchternd fanden und von denen sie sich zugleich angezogen fühlten. Viele von ihnen hatten Eigenschaften, die man als Begabung bezeichnen kann: Sie waren intelligent, „altklug“, gesellig und künstlerisch begabt. Da die meisten von ihnen sich als Jungen nicht unbedingt „weiblich“ verhielten, hatten ihre Eltern - anders als bei Stevie - nicht wahrgenommen, dass etwas nicht stimmte. Deshalb hatten sie sich auch nicht um Hilfe bemüht.

Aber innerlich hatten diese Männer als Jungen eine sehr ambivalente Einstellung zu ihrem eigenen Jungesein gehabt. Von Natur aus waren viele von ihnen sensibel und sanft. Und sie waren sich nicht sicher, ob „Männlichkeit“ wirklich ein „Teil von ihnen“ wäre. Einige Forscher haben dies angemessen als „geschlechtliche Leere“ bezeichnet. Diese geschlechtliche Leere ist Folge eines Zusammenkommens von angeborener Sensibilität einerseits und einem sozialen Umfeld andererseits, das die besonderen Bedürfnisse des Kindes nicht positiv aufnehmen kann. Der von seinem angeborenen Temperament her gefährdete Junge braucht besondere Zuwendung und positive Bestätigung von den Eltern und gleichaltrigen Jungen, um eine sichere männliche Identität entwickeln zu können - genau das aber bekommt er nicht. 

Sowohl aus Gründen des angeborenen Temperaments als auch aus Gründen der Familiendynamik wird ein solcher Junge sich schnell innerlich zurückziehen. Damit zieht er sich vor der Herausforderung zurück, sich mit dem Vater und der Männlichkeit, für die der Vater ja steht, identifizieren zu müssen. Statt ein Gefühl für die eigene Männlichkeit zu entwickeln, macht der prä-homosexuelle Junge das Gegenteil: Er weist seine sich entwickelnde Männlichkeit zurück und entwickelt eine Abwehrhaltung dagegen.

Später allerdings wird er sich genau in das verlieben, was er verloren hat: Er wird sich in jemanden verlieben, der zu besitzen scheint, was ihm fehlt. Denn wir alle verlieben uns nicht in das, was uns vertraut ist, sondern in das, was „anders ist als ich“.

Homosexualität ist ein Identitätsproblem

An der Wurzel der Homosexualität finden wir eine Verwirrung in bezug auf die grundlegende Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit. Wir sehen diese Verwirrung bei lesbisch lebenden Aktivistinnen, die die Bibel umschreiben möchten, so dass Gott darin „sie“ genannt wird. Oder wir sehen sie, wenn jemand mit Stolz verkündet: „Ich verliebe mich nicht in ein spezielles Geschlecht, Geschlecht ist unwichtig. Ich verliebe mich in eine Person - das kann ein Mann oder eine Frau sein.“ Oder wenn ein Psychologe sagt, dass Bisexualität eine höherstehende sexuelle Orientierung sei, weil sie neue, kreative Möglichkeiten für sexuellen Ausdruck eröffne. Oder wenn ein Schüler der oberen Klassen darauf besteht, ein Kleid und hochhackige Schuhe in der Schule tragen zu dürfen, und der Richter dann die Schule anweist, die illusionäre Vorstellung des Jungen, weiblich zu sein, zu unterstützen.

Zur Homosexualität gehört eine Selbst-Täuschung in bezug auf die Männlichkeit/Weiblichkeit. Ein Kind, das sich vorstellt, er oder sie könne zum anderen Geschlecht gehören oder zu beiden Geschlechtern, hält an einer illusionären Phantasievorstellung fest, die ihn oder sie nur verwirrt. Tatsächlich ist es ein Aufstand gegen die Wirklichkeit und eine Rebellion gegen die Grenzen, die unserer geschaffenen, menschlichen Natur gegeben sind.

Aber kehren wir zu Stevie zurück.

Männliche und weibliche Identität werden in der Familie gefunden

Das Problem der Prä-Homosexualität kann nur angegangen werden, wenn alle Familienmitglieder in den Prozess miteinbezogen werden. Während des Telefonats mit Mrs. Johnson bat ich sie, mir ein wenig von Stevies Vater zu erzählen. Der Vater hat eine zentrale Rolle und Aufgabe in der Entwicklung des Jungen und seiner Männlichkeit.6 Tatsächlich ist er für die Entwicklung der geschlechtlichen Identität des Jungen wichtiger als die Mutter.

Stevies Mutter antwortete: „Mein Mann Bill ist hier. Möchten Sie ihn sprechen?“ Sie bat ihren Mann, ans Telefon zu kommen und informierte ihn kurz über das, was ich ihr gerade gesagt hatte. „Bill, der Psychologe sagt, Stevie könnte homosexuell werden.“

„Also, was können wir tun?“, fragte der Vater schroff. Er war offensichtlich ein Mann der Tat. Im selben Moment beantwortete er seine Frage selbst: „Wir kommen zu Ihnen in die Praxis.“ 

Ich antwortete, dass das eine gute Idee sei. Außerdem sagte ich ihm, dass mit etwas professioneller Hilfe er und seine Frau lernen könnten, einige wichtige Maßnahmen zu ergreifen und einige familiäre Muster zu ändern, um Stevie zu helfen. Aber zunächst müssten sie verstehen lernen, was überhaupt vor sich ginge.

In der eigenen Männlichkeit oder Weiblichkeit sicher aufwachsen

Am nächsten Tag kamen Bill, Margaret und Stevie Johnson in meine Praxis am Ventura Boulevard. Es war für mich nicht schwer, bei ihnen Anzeichen einer typischen Familiendynamik zu erkennen. Der fünfjährige Stevie war ein hübscher Junge mit einer weißen Porzellanhaut.7 Er hatte auffallend große Augen, die von langen, schwarzen Wimpern umrahmt waren. Margaret war charmant und gesprächig. Bill, ein erfolgreicher Banker, hatte wenig zu sagen. Für mich war dies ein vertrautes Muster.8

Zunächst sprach ich kurz mit der ganzen Familie, dann mit Bill und Margaret allein. Ich wies sie auf einige grundlegende Dinge hin, die ein Junge braucht, wenn er sich heterosexuell entwickeln soll. „Durch Mütter entstehen Jungen“, sagte ich, „durch Väter entstehen Männer.“ 

Ich erklärte ihnen, was das heißt. Im frühen Säuglingsalter haben beide, Junge und Mädchen, eine emotionale Bindung an die Mutter. In der psychodynamischen Sprache heißt das: Die Mutter ist das erste Liebesobjekt. Sie stillt die primären Bedürfnisse des Kindes.9 Mädchen entwickeln dann ihre eigene, weibliche Identität, können dabei aber in der Beziehung zur Mutter „bleiben“. Jungen dagegen haben eine zusätzliche Entwicklungsaufgabe - sie müssen sich von der Mutter lösen und sich mit dem Vater identifizieren.

Im gleichen Zeitraum, in dem das Kind die Sprache lernt („er und sie“, „seines und ihres“) entdeckt es, dass die menschliche Welt in zwei natürliche Gegenpole aufgeteilt ist: Jungen und Mädchen, Männer und Frauen. Der Junge wird dabei nicht nur die Unterschiede sehen, er muss sich auch entscheiden, wo er selbst in dieser männlich-weiblich geteilten Welt steht. Das Mädchen hat die leichtere Aufgabe, erklärte ich Stevies Eltern; die primäre Bindung an die Mutter besteht bereits. Es muss deshalb nicht diese zusätzliche Entwicklungsaufgabe angehen: Sich von der Person, die ihm in der ganzen Welt am nächsten steht - der Mutter - zu trennen und sich mit dem Vater zu identifizieren. Aber beim Jungen ist das anders: Er muss sich von der Mutter lösen und sich durch Anderssein von seinem ersten Liebesobjekt wegentwickeln, wenn er ein heterosexuell orientierter Mann werden will.

Das erklärt vielleicht, warum es mehr Männer als Frauen mit homosexueller Orientierung gibt. Einige Studien sprechen von einem Verhältnis zwei zu eins. In anderen heißt es, fünf zu eins oder sogar elf zu eins. Wir wissen es nicht genau, wir wissen aber, daß es mehr Männer mit homosexueller Orientierung gibt als Frauen.

„Wenn es darum geht, ein Mann zu sein, heißt die erste Regel: sei keine Frau,“ schrieb deshalb der Psychoanalytiker Robert Stoller.10

Auf der Suche nach Männlichkeit

Hier ist der Vater gefragt. Er muss die Männlichkeit seines Sohnes spiegeln und bestätigen. Er kann mit seinem Sohn balgen, kämpfen, wilde Spiele spielen, solche, die sich definitiv von denen unterscheiden, die er mit seinem kleinen Mädchen spielen würde. Er kann seinem Sohn beibringen, einen Ball zu werfen und zu fangen. Er kann ihm beibringen, wie man einen Holzstift in ein vorgelochtes Spielbrett hämmert. Oder er kann seinen Sohn mit unter die Dusche nehmen, wo der Junge unweigerlich feststellen wird, daß sein Vater einen männlichen Körper hat - genau wie er selbst auch.

Der Junge wird dadurch lernen, was es heißt, ein männlicher Mensch zu sein. Und er wird seinen Körper als Ausdruck dieser Männlichkeit annehmen können. Er wird denken: So also sind Jungen - und Männer - gebaut. So bin ich gebaut. Ich bin ein Junge und das bedeutet: Ich habe einen Penis. Psychologen nennen diesen Entwicklungsprozess: „Die Männlichkeit im Selbstbild verinnerlichen“ (oder „männliche Introjektion“). Dieser Prozess ist ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung zur Heterosexualität.

Der Penis ist das grundlegende Symbol der Männlichkeit. Er ist der unverkennbare Unterschied zwischen männlich und weiblich. In einer Therapie muß der Junge immer wieder auf diesen unbestreitbaren, anatomischen Unterschied hingewiesen werden. Der Psychoanalytiker Richard Green fand heraus, dass der effeminierte Junge (den er unverblümt „sissy boy“11 nennt) seinen Penis als ein ihm fremdes, irgendwie geheimnisvolles Objekt ansieht.12 Wenn es ihm nicht gelingt, seinen Penis sich „zu eigen zu machen“, wird er als Erwachsener fasziniert sein von den Penissen anderer Männer.

Der Junge, der unbewusst die Entscheidung trifft, sich von seinem eigenen männlichen Körper innerlich „abzukoppeln“, sich von ihm zu distanzieren, ist auf dem besten Weg, eine homosexuelle Orientierung zu entwickeln. Manchmal wird sich ein solcher Junge offensichtlich effeminiert verhalten, die meisten prä-homosexuell orientierten Jungen haben allerdings lediglich ein „nicht-jungenhaftes“ Verhalten. Das heißt, sie sind ein wenig anders als die anderen. Im Alter von etwa sechs bis elf Jahren, in der Entwicklungsphase also, in der andere Jungen ihre engen Mädchenfreundschaften aufgeben, um eine sichere männliche Identität zu entwickeln, hat er keine engen Jungenfreundschaften. Außerdem hat der prä-homosexuelle Junge meist auch eine schlechte oder distanzierte Beziehung zu seinem Vater.

Richard Wyler betreut eine Online-Selbsthilfegruppe für Männer, die mit unerwünschten homosexuellen Gefühlen kämpfen.

Auf seiner Webseite www.peoplecanchange.com hat er die Biografien von ehemals homosexuell orientierten Männern zusammengetragen und veröffentlicht. Er beschreibt ihre Gefühle der Entfremdung von der eigenen männlichen Natur so: „Als wir spürten, dass wir von der männlichen Welt zurückgewiesen wurden, führten uns unsere Ängste und unser Schmerz meist dazu, dass wir uns vom Männlichen überhaupt innerlich abtrennten und zurückzogen - von dem also, das wir doch am meisten begehrten... Einige von uns distanzierten sich von anderen Männern, von männlichen Interessen oder von Männlichkeit überhaupt, indem sie bewusst oder unbewusst weibliche Züge, Interessen und Verhaltensweisen annahmen. (In der schwulen Subkultur haben wir das oft als absichtliche Effeminiertheit und Tuntenhaftigkeit erlebt. Homosexuell lebende Männer gehen dort manchmal so weit, dass sie einander mit 'Freundin' anreden und 'sie' sagen.) 

Aber wo sind wir, als männliche Wesen, dabei geblieben? Wir waren im absoluten Niemandsland der Verunsicherung und Verwirrung über unsere Männlichkeit, nicht richtig männlich, aber auch nicht richtig weiblich. Wir hatten uns nicht nur von einzelnen Männern abgekoppelt, von denen wir befürchteten, sie könnten uns verletzen, sondern von der ganzen heterosexuellen männlichen Welt. Einige von uns sahen das männliche Wesen, das sie selbst waren, als etwas Beschämendes und Minderwertiges an und distanzierten sich davon.“13 

Das bedeutet, so sagt der Psychoanalytiker Charles Socarides, dass homosexuell orientierte Männer immer noch auf der Suche nach einem Gefühl für ihr männliches Selbst sind. Dieses Selbst hätte in der frühen Kindheit entwickelt und in der Pubertät und Adoleszenz gefestigt werden sollen.14 Allerdings laufen diese der Homosexualität zugrundeliegenden psychischen Dynamiken völlig unbewußt ab. Deshalb arbeitet Socarides psychoanalytisch (und gebraucht Techniken der Psychoanalyse wie die Traumarbeit), um seinen homosexuell orientierten Klienten zu helfen, ihre unbewussten Antriebe und Neigungen zu verstehen und das Problem lösen zu können.

Ich selbst versuche, einer langen und schwierigen Therapie zur Veränderung der Homosexualität im Erwachsenenalter vorzubeugen, indem ich zu einer frühen Intervention im Kindesalter rate. Die Zeit, in der sich die Geschlechtsidentität entwickelt, ist die beste Zeit, in der Eltern - besonders Väter - die noch nicht fertig ausgebildete männliche Geschlechtsidentität ihrer Söhne stärken können. Durch eine geeignete Intervention der Eltern kann es zu einem Wachstum männlichen Selbstbewusstseins kommen und so kann dem Gefühl männlicher Minderwertigkeit und der Entfremdung von der männlichen Welt, das so viele homosexuell orientierte Männer beschreiben, vorgebeugt werden.

Ziel ist es, dem Jungen zu helfen, dass er sich nicht von seiner natürlichen Männlichkeit abkoppelt, zurückzieht. Er soll vielmehr ermutigt werden, die männliche Identität, die seinem Wesen entspricht, in Anspruch zu nehmen und zu leben. Es geht nicht darum, aus ihm die Karikatur eines „Macho-Mannes“ zu machen (so ist er nicht und das ist gut). Es geht darum, ihm zu helfen, seine eigene Männlichkeit im Zusammenhang mit seiner eigenen Persönlichkeit und seinen ihm eigenen, besonderen Eigenschaften zu entwickeln. 

Richard Wyler beschreibt die Nöte, die er und andere homosexuell orientierte Männer als Kinder hatten. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Einsamkeiten, unter denen sie - so wie viele andere Jungen, die in ihrem Jungesein und in ihrer Männlichkeit unbestätigt blieben - litten: „Unbewusst und ungewollt hatten wir eine seelische Kluft zwischen uns und der heterosexuellen männlichen Welt geschaffen. Doch für uns als männliche Geschöpfe war es (wortwörtlich) „not-wendig“, zur Welt der Männer dazuzugehören. Wir brauchten Männer als Mentoren, brauchten ihre Bestätigung, es war not-wendig für uns, sie zu lieben und von ihnen geliebt zu werden. Obwohl wir die Männer fürchteten, verzehrten wir uns gleichzeitig nach ihrer Annahme. Wir beneideten sie um ihr Selbstvertrauen und ihre Männlichkeit, die so selbstverständlich zu ihnen zu gehören schien. Und als wir erwachsen wurden, wurde aus Neid Begierde. Während wir die Männer aus der Ferne sahen und wünschten, wir wären wie sie und würden zu ihnen dazu gehören, wurden sie zum Objekt unsrer Begierde.

Auf jener Seite der Kluft, die wir geschaffen hatten, konnten wir der Homosexualität nicht entwachsen. Aktivisten der Schwulenbewegung und Therapeuten, die einen homosexuellen Lebensstil gutheissen, versicherten uns, dass unser Platz wirklich auf jener Seite der Kluft sei. Sie sagten, dass es ein guter Platz sei. Vielleicht stimmt das für andere, für uns stimmte es nicht. Wir wollten mehr. Wir wollten uns mit unseren Ängsten auseinandersetzen, unsere tiefer liegenden Probleme lösen und die Männer werden, die wir nach Gottes willen - so war unser Eindruck - werden sollten. Wir wollten keine Bestätigung als Schwule. Wir wollten Bestätigung als Männer... Wir wollten die tiefen Fragen und Nöte angehen, die zu lösen uns unsere innere Stimme aufforderte.“15 

Wie Wyler erklärt, ist bei homosexuell empfindenden Männern der normale Entwicklungsprozess der männlichen Identitätsfindung nicht richtig gelaufen. Statt sich mit Männern und dem männlichen Geschlecht zu identifizieren, haben diese Jungen sich in einer Abwehrhaltung von der Welt der Männer distanziert. Um sich selbst vor seelischem Schmerz zu schützen, haben sie sich von männlichen Bindungen und der Identifizierung mit anderen Männern abgekoppelt. 

Diese Abkopplung oder Distanzierung hat viel mit einer unsicheren und schwachen Beziehung zwischen Vater und Sohn zu tun. Es gibt Väter, die sich um alles kümmern können, nur nicht um ihre Söhne. Sie engagieren sich und investieren in ihre Karriere, in Reisen, Golf spielen oder andere Aktivitäten, die so überaus wichtig werden, dass sie keine Zeit mehr für ihre Söhne haben. Oder sie merken nicht, dass gerade dieser eine Sohn jede Kritik schnell als persönliche Zurückweisung auffasst. 

Das Problem kann auch in Temperamentsunterschieden liegen. Ein Kind mit einem „besonderen“, sehr sensiblen Temperament ist vielleicht für den Vater schwerer zu erreichen als die anderen Kinder. Der Vater findet es auch schwer, eine Beziehung zu ihm aufzubauen, weil beide keine gemeinsamen Interessen haben. (Vielleicht hat dieser Sohn Interessen, die mehr im sozialen oder künstlerischen Bereich liegen und weniger „typisch männlich“ sind.) Und in der Geschäftigkeit und Hetze des Alltags wird der Junge, der schwerer zu erreichen ist, irgendwie zur Seite geschoben und vernachlässigt.

Bei einigen Vätern kann man diese Verhaltensweisen sehr deutlich sehen. Ich habe einen Vater erlebt (einen unreifen, schwachen Mann, der seiner Frau, noch bevor ihr Sohn geboren wurde, gesagt hatte, er wolle keinen Jungen), der seinen Sohn völlig ablehnte und ignorierte, während er die ältere Tochter vergötterte. Der Gedanke, „noch einen Mann im Haus“ zu haben, stellte für ihn offensichtlich eine Bedrohung dar. Er zeigte seine Ablehnung so deutlich, dass der Junge im Alter von zwei Jahren Kleider wie seine Schwester trug und mit ihren Barbie-Puppen spielte. Es überrascht nicht, dass dieser kleine Junge sich bedeutend sicherer fühlte, wenn er sich von seiner männlichen Identität lossagte.

Aus unterschiedlichen Gründen neigen auch manche Mütter dazu, ihre Söhne länger als nötig von sich abhängig zu machen. Die Vertrautheit einer Mutter mit ihrem Sohn ist ursprünglich, total und ausschließlich. Diese machtvolle Bindung kann schnell zu dem werden, was der Psychoanalytiker Robert Stoller eine „perfekte Symbiose“ nennt.16 Die Mutter kann die Neigung haben, sich an ihrem Sohn festzuhalten, was zu einer gegenseitigen, ungesunden Abhängigkeit führt - vor allem dann, wenn sie keine emotional befriedigende, von echter Nähe gekennzeichnete Beziehung zum Vater des Jungen hat. Möglicherweise investiert sie dann zu viel Energie in den Jungen und benutzt ihn, um ihr Bedürfnis nach Liebe und Nähe auf eine Weise zu befriedigen, die dem Jungen nicht gut tut.17

Ein Vater, der „sichtbar“ ist, der „Profil zeigt“ (d.h., der stark und zugleich zugewandt ist), wird die „perfekte Symbiose“ zwischen Mutter und Sohn unterbrechen, da er instinktiv spürt, dass sie nicht gut ist. Wenn ein Vater will, dass sein Sohn sich heterosexuell entwickelt, muss er diese enge Bindung zwischen Mutter und Sohn sprengen. Sie ist wichtig für den Säugling, tut aber dem Jungen später nicht mehr gut. Der Vater muss ein Vorbild sein und seinem Sohn zeigen, dass es möglich ist, eine liebevolle Beziehung zu dieser Frau, seiner Mutter, zu haben und gleichzeitig die eigene Unabhängigkeit zu behalten. So muss der Vater wie eine hilfreiche Pufferzone zwischen Mutter und Sohn wirken.18

Manchmal kann es sein, dass eine Mutter direkt gegen die Vater-Sohn-Bindung arbeitet, indem sie ihren Mann von dem Jungen fern hält, um vom Sohn ihre eigenen Bedürfnisse nach männlicher Nähe befriedigen zu lassen. („Es ist draußen zu kalt für ihn.“ „Da könnte er sich weh tun.“ „Heute muss er einiges mit mir erledigen.“) Mit ihrem Sohn kann sie eine von Nähe geprägte, emotionale und „sichere“ Beziehung haben, ohne die Konflikte und Auseinandersetzungen, denen sie sich in der Beziehung mit ihrem Ehemann stellen müsste. Vielleicht will sie auch zu schnell ihren Sohn vor seinem Vater „schützen“. Oder sie schmust mit ihm und tröstet ihn, wenn der Vater die Einhaltung von Regeln verlangt. Ihr übertriebenes Mitgefühl kann den Jungen davon abhalten, den so wichtigen Entwicklungsschritt der Ablösung von der Mutter zu machen.

Außerdem fördert übertriebenes mütterliches Mitgefühl Selbstmitleid - ein Grundzug, der bei prä-homosexuellen Jungen und homosexuell orientierten Männern häufig zu beobachten ist.19 Diese „übertriebene Mutterliebe“ kann dazu führen, dass der Junge sich schnell von anderen gleichaltrigen Jungen zurückzieht, wenn er sich durch Hänseleien oder Ausgeschlossenwerden verletzt fühlt. Richard Wyler beschreibt: „Fast alle von uns waren von Natur aus sensibel und gefühlsbetont. Diese angeborenen Eigenschaften, das lernten wir, können ein Segen und Fluch zugleich sein. (In welchem Maß auch immer Biologie bei der Frage der Homosexualität eine Rolle spielen mag: Von den angeborenen Eigenschaften sind diese wohl die wichtigsten für unsere Entwicklung zur Homosexualität gewesen.)

Auf der einen Seite waren wir durch unsere angeborene Sensibilität und Feinfühligkeit sanfter, freundlicher, liebenswürdiger und häufig religiöser als der Durchschnitt. Auf der anderen Seite waren es gerade diese Charakterzüge, weswegen uns Mädchen in ihrem Kreis willkommen hießen, Mütter beschützend die Hand über uns legten, Väter sich von uns distanzierten - und die gleichaltrigen Jungen mit ihrem Raufen und wilden Spielen uns ablehnten.

Noch schwieriger war vielleicht, daß diese Charaktereigenschaften uns überempfindlich reagieren liessen. Wir fühlten uns schnell abgelehnt, auch wenn die Ablehnung oder Beleidigungen, die wir erfuhren, vielleicht gar nicht so groß war. Unsere Wahrnehmung wurde zu unserer Wirklichkeit.“20 

Geschlechtsuntypisches Verhalten: Nur ein Mythos?

Ehemals homosexuell orientierte Männer berichten oft von ihrem „geschlechtsuntypischen“, „nicht-jungenhaften“ Verhalten in der Kindheit. Gilt dies nur für eine kleine, einem Klischee unterworfene Untergruppe innerhalb der Gruppe homosexuell orientierter Männer? Oder sind diese Berichte nicht vielmehr doch typisch für viele Lebensgeschichten homosexuell orientierter Männer?
Eine wissenschaftlich allgemein anerkannte Studie über Homosexualität gibt auf diese Frage aufschlußreiche Antworten. Die Studie wurde unter dem Titel: „Sexual Preference: Its Development in Men and Women“21 als Buch veröffentlicht und wird oft von Schwulenaktivisten als Nachschlagewerk angegeben. Finanziell unterstützt wurde die Studie durch das „Nationale Institut für seelische Gesundheit“ (National Institute of Mental Health), die Studienplanung hatte das „Kinsey Institute for Sex Research“. Man fand dabei heraus: Männer, die sich homosexuell entwickelten, berichteten viel seltener als andere Männer, dass sie als Jungen „typische Jungenspiele“ wie Baseball oder Football liebten. Tatsächlich sagten nur 11% der homosexuell orientierten Männer, dass sie diese typischen Jungenspiele liebten, dagegen sagten 70% der heterosexuell orientierten Männer, dass sie diese Spiele liebten.
Doppelt so viele homosexuell orientierte wie heterosexuell orientierte Männer berichteten, dass sie Allein-Spielen „sehr“ liebten, z. B. Malen, Musizieren oder Lesen. Typische Mädchenspiele (Vater-Mutter-Kind-Spiele, Himmel-und-Hölle-Spiel, u. a.) liebte die Hälfte der homosexuell orientierten Männer, während das bei den heterosexuell orientierten Männern nur 11% waren.22 Mehr als ein Drittel (37%) der homosexuell orientierten Männer hatte sich in der Grundschulzeit bei Gelegenheit als Mädchen verkleidet oder vorgegeben, ein Mädchen zu sein. Bei den heterosexuell orientierten Männern waren dies nur 10%.
Die Studie brachte eine Verbindung zwischen folgenden familiären Faktoren und geschlechtsuntypischem Verhalten bei Jungen zutage: „Der Vater wird von der Mutter dominiert“, „große Nähe des Jungen zur Mutter“, „starke Mutter“, und „geringe Identifikation des Jungen mit dem Vater“. Die Studie kommt zu dem Schluß: „Nach unserer Studie erweist sich geschlechts-untypisches Verhalten in der Kindheit als wesentliches Merkmal, um die sexuelle Orientierung unter erwachsenen Männern vorhersagen zu können.“23 
Diese Ergebnisse geschlechtsuntypischen Verhaltens in der Kindheit gelten nicht nur für Männer, die mit ihrer Homosexualität unglücklich sind, sondern konnten auch nachgewiesen werden in Untersuchungen anderer homosexuell lebender Männer, die nie eine Therapie aufgesucht haben.24 

Engagement für eine starke Zukunft

Ich erinnerte Margaret und Bill an die Worte des Psychoanalytikers Robert Stoller „Männlichkeit muss errungen werden“. Was ich damit meinte, war, daß die Entwicklung zur Heterosexualität nicht „einfach so“ passiert. Sie erfordert zugewandte Eltern. Sie erfordert die Unterstützung der ganzen Familie. Und sie braucht Zeit.

Margaret verstand das. „Sie meinen, es ist ein Weg?“, sagte sie.
„Ja.“
„Wie lange dauert es?“

Es war mir war klar, was sie wissen wollte. Wann würde sie wissen, ob Stevie homosexuell werden würde oder nicht? Ich erklärte ihr, dass die entscheidende Entwicklungsphase im Alter von eineinhalb bis drei Jahren liegt, dass aber eine sehr gute Zeit auch noch bis zum zwölften Lebensjahr gegeben ist. „Wenn wir nichts tun, wird er mit dem Beginn der Pubertät - wenn die tiefen, sexuellen Regungen und romantischen Sehnsüchte erwachen - seine Suche nach der eigenen Männlichkeit erotisieren.“

„Erotisieren?“ fragte der Vater und zeigte ein besorgtes Stirnrunzeln.

„Es kann sein, dass er dann anfängt, mit anderen Jungen homosexuell zu experimentieren“, erklärte ich. „Oder dass er Kontakt zu älteren Homosexuellen aufnimmt.“

Bill stöhnte auf: „Das ist der Albtraum eines jeden Vaters.“

Ich hörte die Sorge in seiner Stimme. Wie die meisten Eltern hoffte er, dass sein Sohn einmal heiraten und Kinder haben würde.

„Tatsache ist“, sagte ich ihm, „dass ein Junge, der unsicher und verwirrt ist in bezug auf seine sexuelle Identität, gleichgeschlechtliche sexuelle Intimität ausprobieren mag, und manchmal eben mit einem älteren Mann. Das wird natürlich seine ‘homosexuelle Identität‘ verstärken.“25

Bill setzte sich zurück und runzelte wieder die Stirn: „Doktor, wir werden alles tun, was nötig ist. Wir sind bereit, die Farm zu verkaufen.“ In dem Moment, denke ich, war Bill wirklich überzeugt, dass er „alles“ tun würde, um Stevie zu helfen, egal wie drastisch die Maßnahmen sein müssten.

Ich konnte seine Ängste verstehen und versicherte ihm: „Sie müssen die Farm nicht verkaufen. Den größten Teil der Aufgabe können Sie selbst bewältigen. Seien Sie einfach emotional zugänglich für Stevie. Halten Sie eine warmherzige, zugewandte, liebevolle Beziehung zu ihm aufrecht und lassen Sie es nicht zu, dass er sich Ihnen entzieht.“

In diesem Moment erinnerte ich mich an die vielen Stunden, in denen ich erwachsenen homosexuell orientierten Männern zugehört hatte, wenn sie mir von ihrer Suche nach einem männlichen Partner erzählten, von ihrer tiefen Sehnsucht, von einem Mann geliebt zu werden, von ihrer Sehnsucht nach Nähe und Erotik. Da war eine große Leere in ihrem Leben, die sich bis in ihre frühste Kindheit zurückverfolgen liess, da war die Suche nach Zuwendung, Zuneigung und Bestätigung durch einen Mann und das Bedürfnis, umarmt und gehalten zu werden. Später ging es um das Gefühl, jemand Besonderes für den einen „besten Freund“ zu sein, den es doch „irgendwo da draußen“ geben muss. Viele suchten immer noch nach der Liebe ihres Vaters. 

„Seien Sie ein ‘sichtbarer‘ Vater für das Kind“, sagte ich zu Bill.

Er runzelte die Stirn. „Ein ‘sichtbarer‘ Vater? Was meinen Sie damit?“

‘Sichtbar‘ heißt: ‘Zeigen Sie Profil‘, seien Sie stark und zugewandt zugleich. Stevie muss Sie als selbstbewusst, sicher und entscheidungsfreudig erleben. Aber er muss Sie auch als je manden erleben, der feinfühlig, die Familie unterstützend und zugewandt ist. Mit anderen Worten, Bill, geben Sie Stevie Gründe, warum er genauso werden soll und will wie Sie.“ 

Ich warf Bill einen langen, forschenden Blick zu.

Zu Margaret sagte ich: „Und Sie werden sich zurückhalten müssen.“

Sie wirkte bestürzt. „Ich bin nicht sicher, dass ich Sie richtig verstanden habe. Natürlich muss ich mich um ihn kümmern und...“

Ich sagte: „Was ich meine, ist, bemuttern Sie Stevie nicht wie ein kleines Kind. Lassen Sie ihn mehr alleine tun. Versuchen Sie nicht, Mutter und Vater gleichzeitig für ihn zu sein. Wenn er Fragen hat, sagen Sie ihm, er soll seinen Vater fragen.“

„Welche Fragen?“

„Alle Fragen. Fragen zum Thema Sex, ja. Aber auch alle anderen Fragen. Warum ist der Himmel blau? Warum bläst der Wind? Überlassen Sie Ihrem Mann die Antworten. Überlassen Sie ihm alles, was Ihrem Mann eine Chance gibt zu zeigen, dass er an Stevie wirklich interessiert ist, dass Stevie jemand ganz Besonderes für ihn ist. Er muss sozusagen beweisen, dass er als Vater ihm etwas Besonderes geben kann.“

Viele homosexuell orientierte Klienten erzählen mir, dass ihre Väter ihnen nichts geben konnten. Einer meiner homosexuell orientierten Klienten, ein sechsundzwanzigjähriger Mann, erzählte kürzlich: „Mein Vater war da und doch nicht da. Ich meine, er war zuhause, aber ich kann mich an nichts erinnern, was an ihm besonders oder erinnerungswürdig gewesen wäre.“26

Bill fragte: „Sie meinen also, Stevie braucht keine Therapie?“

Ich antwortete ihm, dass Stevie eigentlich keine Therapie bräuchte. „Er braucht seinen Vater.“ 

Er braucht seinen Vater. Das konnte ich so leicht sagen.

In der folgenden Woche, als Margaret von Pasadena kam, war sie allein. Und ich muss sagen, es überraschte mich kein bißchen, dass Bill nicht dabei war. Das ist - leider - ein vertrautes Muster. Mütter spüren oft, was getan werden müßte. Aber, wie so oft, scheinen viele Väter die Bedeutung dessen nicht zu erkennen. („Deine Mutter wird das schon machen“, sagen sie.)

„Bill hat Stevie nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet“, sagte Margaret fast entschuldigend. „Sogar als wir nach der letzten Sitzung von Ihnen nach Hause fuhren, hat Bill fast nichts mit Stevie geredet. Und so viel ich weiß, hatten sie seitdem keinen einzigen Moment allein miteinander.“

„Was passiert, wenn Bill von der Arbeit nach Hause kommt?“ fragte ich.

„Auf jeden Fall redet er nicht mit Stevie. Er redet kaum mit mir. Er mixt sich einen Martini und stellt den Fernseher an.“

Oh, dachte ich, dieselbe alte Geschichte.

Es war noch nicht einmal eine Woche her, dass Bill gesagt hatte, er würde „die Farm verkaufen“, um seinem Jungen zu helfen. Ich zweifelte nicht daran, dass dieser Vater seinen Sohn liebte und dass er, zumindest in seinem Kopf, wirklich „Großes“ tun wollte. Aber er konnte die kleinen Dinge nicht tun - die alltäglichen Dinge, die alltägliche Zuwendung und Liebe, die notwendig waren, wenn sein Sohn seine Identitätsverunsicherung überwinden sollte. Aber wie es aussah, schaffte Bill es nicht einmal, mit seinem Sohn zu reden. Es ist tragisch, aber es ist das nur zu vertraute Verhaltensmuster. In den letzten fünfzehn Jahren habe ich mit Hunderten von homosexuell lebenden Männern gesprochen. Vielleicht gibt es Ausnahmen, aber ich habe niemals einen homosexuell orientierten Mann getroffen, der sagte, dass er eine von Nähe geprägte, liebevolle und respektvolle Beziehung zu seinem Vater gehabt hätte.27

Meiner Auffassung nach ist das Folgende ein guter „Test“ dafür, wie es um die Vater-Sohn-Bindung steht: Zu wem rennt der kleine Junge, wenn er glücklich ist oder stolz auf etwas, was er getan hat, wenn er Ermutigung sucht oder Spaß und etwas Aufregendes will? Wenn er immer nur zur Mutter läuft, dann stimmt etwas mit der Vater-Sohn-Beziehung nicht.

Aus unserer eigenen therapeutischen Arbeit und aus der Erfahrung der vielen Männer, die wir kennengelernt haben, können wir sagen: Es scheint sehr selten vorzukommen, dass ein homosexuell empfindender Mann das Gefühl hat, er sei in der Kindheit und während des Heranwachsens von seinem Vater genügend geliebt, bestätigt und unterstützt worden. Und es scheint auch sehr selten vorzukommen, dass er das Gefühl hat, er konnte sich mit dem Vater als männlichem Rollenvorbild wirklich identifizieren. Im Gegenteil: Der Sohn erinnert sich oft an eine Beziehung, die von Gefühlen des Vernachlässigtseins, gegenseitiger Feindseligkeit und mangelndem väterlichem Interesse gekennzeichnet war. (Mangelndes väterliches Interesse ist eine seelische Form des Verlassenwerdens.)

Aber, wie bei allen menschlichen Erfahrungen gibt es Ausnahmen. Manchmal scheint die Vater-Sohn-Beziehung einigermaßen in Ordnung zu sein. In diesen Fällen gibt es möglicherweise problematische Beziehungen zu (meist älteren) aggressiven und feindseligen Brüdern oder anderen Jungen oder auch zu Männern, die in irgendeiner Weise missbräuchlich waren. Sie alle verursachten tiefe seelische Verwundungen. Das eigentliche Problem ist dasselbe: Der Junge hat ein tiefes Gefühl von Unzulänglichkeit, ein Gefühl, an die Männergemeinschaft nicht heranzukommen, es mit anderen Männern nicht aufnehmen zu können und nicht gut genug für die Männerwelt zu sein. Wir können es als ein Problem mangelnder männlicher Wertschätzung bezeichnen.

Richard Wyler spricht für sich selbst und für eine ganze Gruppe ehemals homosexuell orientierter Männer, wenn er erklärt: „Uns ist kein einziger Fall bekannt, in dem ein Mann, der mit ungewollten homosexuellen Gefühlen kämpfte, sich nicht von anderen Männern und der männlichen Welt entfremdet gefühlt hätte oder der nicht verwundet gewesen wäre in seinen Beziehungen zu Männern und der männlichen Welt.“28 

Jeder Junge hat eine tiefe Sehnsucht, von einem Vater gehalten und geliebt zu werden, in die Welt der Männer hinein begleitet zu werden, Bestätigung zu erhalten für sein Männlichsein und von den männlichen Gleichaltrigen, von erwachsenen Männern und väterlichen Begleitern zu hören, daß er gut genug ist. Wenn er durch keine dieser Beziehungen erlebt, in der Welt der Männer willkommen zu sein, wird er sich aus der Ferne nach anderen Männern verzehren. Wie Richard Wyler so kenne auch ich keinen einzigen homosexuell orientierten Mann, der nicht in seinen Beziehungen innerhalb der Männerwelt verwundet worden wäre.

Ich wollte Stevies Vater noch nicht aufgeben. Trotzdem riet ich Margaret als Notlösung, sich nach einem anderen männlichen Vorbild für ihren Sohn umzusehen. Ein Onkel zum Beispiel, der mit Stevie Angeln gehen könnte. Oder ein Cousin, der dem Jungen Baseball beibringen könnte. Oder andere vertrauenswürdige, erwachsene Männer, die Zeit mit dem Jungen verbringen würden und ihm das Gefühl geben könnten, jemand Besonderes zu sein.

Natürlich ist keine Intervention eine Garantie dafür, dass der Junge sich heterosexuell entwickeln wird. Margaret und Bill können nur Stevies Chance so groß wie möglich machen, indem sie ihm die bestmögliche Umgebung geben. Und ich vertraute darauf, daß Margaret und Bill ihren Sohn ebenso lieben würden, wenn sich ihre Bemühungen als nicht erfolgreich erwiesen.

Aber es gibt vieles, das wir tun können, um ein gutes Fundament zu legen. Und es ist Zeit, dass wir damit beginnen.


Anmerkungen

1 Alle Namen wurden geändert. Hinweis d. Hrsg.

2 In den letzten zehn Jahren bin ich etliche Male im Fernsehen interviewt worden, u. a. von Oprah Winfrey, Larry King und Montel Williams. Verschiedene Magazine wie ABC’s 20/20 und CNN Medical Report wollten meine Auffassung wissen. Außerdem war ich in vielen Radiosendungen zu hören und habe mit Moderatoren und Anrufern der unterschiedlichsten Überzeugungen gesprochen.

3 L. Newman, Treatment for Parents of Feminine Boys, American Journal of Psychiatry 133, Nr. 6, 1976, S. 683.

4 Charles W. Socarides, Homosexuality: A Freedom Too Far, Adam Margrave, Phoenix 1995, S. 52; Joseph Nicolosi, Reparative Therapy of Male Homosexuality: A New Clinical Approach, Jason Aronson, 1991, xv-xvi.

5 Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Meta-Studie. Siehe Zucker, K. J. und Bradley, S. J., Gender Identity Disorder and Psychosexual Problems in Children and Adolescents, Guilford Press, New York 1995. Anm. d. Hrsg.

6 E. Abelin, Some Further Observations and Comments on the Earliest Role of the Father, International Journal of Psychoanalysis 56, 1975, S. 293-302; R. Greenson, Dis-Identifying from Mother: Its Special Importance for the Boy, International Journal of Psychoanalysis 49, 1968, S. 370-74; I. Bieber et al., Homosexuality: A Psychoanalytic Study of Male Homosexuals, Basic Books, New York 1962; R. J. Stoller, Boyhood Gender Aberrations: Treatment Issues, Journal of the American Psychoanalytic Association 27, 1979, S. 837-866; C. W. Socarides, Abdicating Fathers, Homosexual Sons: Psychoanalytic Observations on the Contribution of the Father to the Development of Male Homosexuality in Father and Child: Developmental and Clinical Perspectives, ed. S. H. Cath, Little, Brown, Boston 1982, S. 509-21; S. M. Wolfe, Psychopathology and Psychodynamics of Parents of Boys with a Gender Identity Disorder of Childhood, Ph.D. diss., City University of New York, 1990; Richard Green, The „Sissy Boy Syndrome“ and the Development of Homosexuality, Conn.: Yale University Press, New Haven 1987; Lawrence Hatterer, Changing Homosexuality in the Male, McGraw-Hill, New York 1960; J. Fischoff, Preoedipal Influences in a Boy’s Determination to Be „Feminine“ During the Oedipal Period, Journal of the American Academy of Child Psychiatry 3, 1964, S. 273-86.

7 Nicht alle Jungen, die wegen ihrer geschlechtlichen Identität verwirrt sind, sehen besonders gut aus. Aber Richard Green hat hier eine Verbindung beobachtet und daraus geschlossen, dass die Eltern ein feminines Verhalten eher tolerieren oder gar ermutigen, wenn der Junge hübsch ist. Siehe Green, R., Sissy Boy Syndrome, a.a.O., S. 64-68.

8 Auch bei G. A. Rekers et al., Family Correlates of Male Childhood Gender Disturbance, Journal of Genetic Psychology 142, 1983, S. 31-42.

9 P. A. Tyson, Developmental Line of Gender Identity, Gender Role, and Choice of Love Object, Journal of the American Psychoanalytic Association 30, 1982, S. 61-68.

10 Robert Stoller, Presentations of Gender, Conn.: Yale University Press, New Haven 1985, S. 183.

11 Sissy boy: Fachbegriff für einen Jungen mit stereotyp „weiblichen“ Beschäftigungen und Verhaltensweisen, die aber gerade nicht echt „weiblich“ oder echt „mädchenhaft“ sind, sondern eine Karikatur derselben. Siehe Richard Green, „The Sissy Boy Syndrom“, a.a.O. Anm. d. Hrsg.

12 Richard Green, Brief an den Autor. Bei meinen Untersuchungen traf ich Dr. Green in seinem Büro an der Universität von Los Angeles. In einem entscheidenden Punkt sind wir unterschiedlicher Auffassung: dass Homosexualität nicht natürlich ist. Dann fragte ich Dr. Green, ob er wollen würde, dass sein damals dreijähriger Sohn homosexuell wird. „Nein,“ antwortete er schnell. „Es würde sein Leben viel zu sehr komplizieren.“

13 www.peoplecanchange.com.

14 Socarides, Homosexuality, a.a.O.

15 www.peoplecanchange.com.

16 R. J. Stoller, The Transsexual Experiment, Bd. 2 von Sex and Gender, Hogarth, London 1975, S. 24.

17 S. Coates, Extreme Boyhood Femininity: Overview and New Research Findings, in Sexuality: New Perspectives, ed. Z. DeFries, R. C. Friedman, and R. Corn, Greenwood, Westport, Conn. 1985, S. 101-24; S. Coates, Ontogenesis of Boyhood Gender Identity Disorder, Journal of the American Academy of Psychoanalysis 18, 1990, S. 414-38; S. Coates, The Etiology of Boyhood Gender Identity Disorder: An Integrative Model, in: Interface of Psychoanalysis and Psychology, eds. J. W. Barron, M. N. Eagle, and D. L. Wolitzky, American Psychological Association, Washington, D.C. 1992, S. 245-65; S. Coates, R. C. Friedman, and S. Wolfe, The Etiology of Boyhood Gender Identity Disorder: A Model for Integrating Temperament, Development, and Psychodynamics, Psychoanalytic Dialogues 1, 1991, S. 481-523; S. Coates and E. S. Person, Extreme Boyhood Femininity: Isolated Behavior or Pervasive Disorder?, Journal of the American Academy of Child Psychiatry 24, 1985, S. 702-9; S. Coates and S. M. Wolfe, Gender Identity Disorder in Boys: The Interface of Constitution and Early Experience, Psychoanalytic Inquiry 15, 1995, S. 6-38; S. Marantz and S. Coates, Mothers of Boys with Gender Identity Disorder: A Comparison of Matched Controls, Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry 30, 1991, S. 310-15; B. Thacher, A Mother’s Role in the Evolution of Gender Dysphoria: The Initial Phase of Joint Treatment in the Psychotherapy of a Four-Year-Old Boy Who Wanted to Be a Girl, Vortrag vom Treffen der Division of Psychoanalysis, American Psychological Association, New York, April 1985; Green, Sissy Boy Syndrome.

18 Abelin, Some Further Observations, S. 293-302; R. Greenspan, The „Second Other“: The Role of the Father in Early Personality Formation and the Dyadic-Phallic Phase of Development, in: Father and Child; Greenson, Dis-identifying from Mother, S. 370-74; A. J. Horner, The Role of the Female Therapist in the Affirmation of Gender in Male Patients, Journal of the American Academy of Psychoanalysis 20, Winter 1992, S. 599-610; Socarides, Homosexuality; J. Snortum et al., Family Dynamics and Homosexuality, Psychological Reports 24, 1969, S. 763-70.

19 G. van den Aardweg, On the Origins and Treatment of Homosexuality: A Psychoanalytic Reinterpretation, Praeger, Westport, Conn. 1986.

20 www.peoplecanchange.com. 

21 A. P. Bell, N. S. Weinberg, and S. K. Hammersmith, Sexual Preference: Its Development in Men and Women, University Press, Bloomington, Indiana 1981.

22 Ibid.

23 Ibid, p. 76.

24 Snortum et al., Family Dynamics and Homosexuality, a.a.O., S. 763-70.

25 Finkelhor hat festgestellt, dass die Hälfte der Studenten aus seiner Studie, die sich aktiv homosexuell betätigten, in ihrer Kindheit sexuelle Erfahrungen mit älteren Männern gemacht hatten. Er formulierte die Hypothese, dass Jungen, die von älteren Männern sexuell belästigt worden waren, dieses Erlebnis als homosexuelle Erfahrung einordneten und daraus schlossen, dass sie selbst homosexuell seien. Durch jede weitere homosexuelle Betätigung wird diese Überzeugung dann nur noch verstärkt. D. Finkelhor, Sexually Victimized Children, Free Press, New York 1979.

26 Auch bei D. J. West, Parental Figures in the Genesis of Male Homosexuality, International Journal of Social Psychiatry 5, 1959, S. 85-97.

27 Beispiele für schlechte Vater-Sohn-Beziehungen finden sich in der Fachliteratur und in Autobiographien homosexueller Männer, z. B. bei W. Aaron, Straight, Bantam, New York 1972; J. R. Ackerly, My Father and Myself, Poseidon, New York 1968; M. Boyd, Take Off the Masks, New Society, Philadelphia 1984; Greg Louganis, Breaking the Surface, Plume, New York 1996; G. A. Rekers et al., Family Correlates of Male Childhood Gender Disturbance, Journal of Genetic Psychology 142, 1985, S. 31-42; Andrew Sullivan, Virtually Normal, Vintage, New York 1996, deutsch: Andrew Sullivan, Völlig Normal. Über Homosexualität, Knaur, München 1998; Fischhoff, Preoedipal Influences, S. 273-86.

28 www.peoplecanchange.com. 

Textnachweis

Nicolosi, Linda A. und Joseph, aus: A Parent`s Guide to Preventing Homosexuality, S. 19-32, used by permission of InterVarsity Press, Copyright: Joseph Nicolosi and Linda Ames Nicolosi 2002.

Von

  • Joseph Nicolosi, Ph. D.

    Kalifornien, hat als Psychotherapeut weit mehr als 1.000 Männer, die ihre Homosexualität konflikthaft erlebten, begleitet. J. Nicolosi ist Mitbegründer der Organisation NARTH (National Association for Research and Therapy of Homosexuality) und war viele Jahre lang ihr Präsident.

    Alle Artikel von Joseph Nicolosi, Ph. D.

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