Pressemitteilung zu angeblich vom DIJG angebotenen Therapien zur „Heilung“ homosexueller Menschen


Die in den Medien seit 4. Dezember 2012 thematisierten Vorwürfe, das DIJG biete Therapien zur „Heilung“ der Homosexualität an, weisen wir mit Nachdruck zurück. Sie sind Teil einer Diffamierungskampagne, mit der dem DIJG die Diskriminierung Homosexueller vorgeworfen wird. Tatsache ist: Das DIJG bietet keine Therapien an, weder für eine Heilung homosexuell noch heterosexuell empfindender Menschen oder sonstige Therapien.

Unsere Auffassung in Fragen zur Homosexualität unterscheidet sich grundlegend von den Unterstellungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Wir distanzieren uns ausdrücklich von jeder Diskriminierung homosexuell orientierter Menschen. Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass homosexuell empfindende Menschen das Recht haben, eine homosexuelle Identität anzunehmen und einen homosexuellen Lebenstil zu wählen. Die OJC und das DIJG bekennen sich zu einer offenen und toleranten Gesellschaft, in der die Würde jedes Menschen als höchster Wert gilt und die Selbstbestimmung des Einzelnen – unabhängig von seiner sexuellen Orientierung – gewährleistet wird.

Auf dem Fundament dieser Werthaltung befasst sich und informiert das DIJG  fachwissenschaftlich und publizistisch mit Fragen zu den Themen Identität, Ehe und Familie, Bindung und Identitätsentwicklung, macht aber keinerlei Therapieangebote.

Seit 1968 begleiten wir junge Menschen bei ihren Fragen zum christlichen Glauben und ihrer ethischen Positionierung im gesellschaftlichen Leben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Friedensarbeit, auf dem weltweiten sozialen Engagement, Völkerverständigung und Versöhnung mit besonderem Blick auf die jüngste deutsche Geschichte. Der Einsatz für Ehe und Familie und die Ermutigung zum verbindlichen Leben sind ein weiteres zentrales Anliegen. Wir tun diese Arbeit im Sinne der ökumenischen Weite. Viele der Ehemaligen aus unseren Jahresmannschaften (FSJ-ler, Zivildienstleistende und Langzeitgäste) sind engagierte, tragende Mitarbeiter in Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft. Das Thema Homosexualität berührt die tägliche Arbeit und Begleitung unserer Freiwilligen allenfalls am Rande. Die Ableistung eines FSJ steht zudem in keinem Zusammenhang mit der Tätigkeit des DIJG in fachwissenschaftlichen Fragen.

Über diesen Sachverhalt hat die OJC das Sozialministerium des Landes Hessen informiert und geht davon aus, dass eine dementsprechende Aufklärung folgen wird.


Elke Pechmann, Öffentlichkeitsreferentin des DIJG und der OJC
Reichelsheim, 5. Dezember 2012

Presseerklärung vom 4. Dezember 2012

Betreff: Antwort des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Kai Klose

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