Studien über Transsexualität

Suizidrate bei transsexuellen Personen nach Geschlechtsumwandlungsoperation fast 20 Mal höher als in der Allgemeinbevölkerung

Eine repräsentative, bevölkerungsgestützte Studie aus Schweden (2011)

Die umfangreiche, bevölkerungsgestützte Studie aus Schweden (2011) lässt Zweifel an der immer häufiger gehörten Äußerung entstehen, eine „geschlechtsangleichende Operation” sei schon die Lösung für den tiefen innerseelischen Konflikt, der der Transsexualität zugrunde liegt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis:

Das Risiko für einen Selbstmord war bei den transsexuellen Personen nach der Operation fast zwanzig Mal höher als in der Allgemeinbevölkerung.

Stichprobe und Methodik

In der Langzeit-Studie wurden die Daten aller transsexuell empfindenden Menschen, die sich zwischen 1973 und 2003 in Schweden einer Geschlechtsumwandlungsoperation unterzogen hatten, ausgewertet. Dies waren 324 Personen: 59% waren Mann-zu-Frau-Transsexuelle (191 Personen) und 41% waren Frau-zu-Mann-Transsexuelle (133 Personen). Der Untersuchungszeitraum umfasste dabei bis zu 30 Jahre (von 1973 bis Ende 2003). Anhand der relevanten nationalen Datenregister wurden die gespeicherten Daten u.a. im Blick auf Suizid, Suizidversuche und psychiatrische Erkrankungen nach der Operation untersucht und mit den Daten einer Vergleichsgruppe aus der Allgemeinbevölkerung verglichen. Alle Ergebnisse beziehen sich auf den Untersuchungszeitraum von 1973 bis Ende 2003.

Ergebnisse

  1. Die Wahrscheinlichkeit für eine psychiatrische stationäre Behandlung war bei den operierten transsexuellen Personen etwa dreimal so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung.

  2. Etwa 10 Jahre nach der Operation stieg die Sterblichkeitsrate der operierten transsexuellen Personen gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich an. Das Risiko für einen Selbstmord war dann bei den operierten transsexuellen Personen fast zwanzig Mal höher als in der Allgemeinbevölkerung.

Anmerkungen

1 Dhejne, Cecilia et al., Long Term Follow-Up of Transsexual Persons Undergoing Sex Reassignment Surgery: Cohort Study in Sweden. In: PLOS one, Februar 2011 [Zugriff, 23. Juni 2015]

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