Niemand ist im falschen Körper geboren

Geschlechtsdysphorien bei Kindern und Jugendlichen – medizinische und psychologische Aspekte

Der folgende Artikel fasst aktuelle medizinische und psychologische Forschungsergebnisse zur Transgender-Thematik bei Minderjährigen zusammen. Die Fakten zu kennen kann uns helfen, betroffenen Kindern und Jugendlichen mit mehr Verständnis und Liebe zu begegnen.

Zusammenfassung

Geschlechtsdysphorien und Geschlechtsinkongruenz bei Kindern und Jugendlichen waren selten und betrafen vor allem Jungen. Seit einigen Jahren sehen wir nun eine rasante Zunahme von Kindern und Jugendlichen, die Transgender-Behandlungen suchen. 85% von ihnen sind Mädchen.

Die meisten Jugendlichen (61% - 98%) verlieren ihre Geschlechtsdysphorie im Lauf ihrer Entwicklung zum Erwachsenen von selbst - sofern niemand künstlich in ihre Pubertätsentwicklung eingreift.

Vorherrschender Behandlungsansatz ist immer noch die „trans-affirmative Therapie“ der „Trans-Medizin“. Sie soll einem Kind oder Jugendlichen die „Transition zum Wunschgeschlecht“ und ein „Leben im Wunschgeschlecht“ ermöglichen. Ein echter Geschlechtswechsel ist allerdings nicht möglich.

Eine Transition beinhaltet massive Eingriffe in die mentale und psychische Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen sowie in ihre körperliche Unversehrtheit. Die Resultate sind oft irreversible Schäden am Körper und eine irreversible Infertilität.

Die Transition zum Wunschgeschlecht kann die hohe Rate der psychischen Erkrankungen, unter denen Personen mit Geschlechtsdysphorie leiden, nicht verringern.

Neben einer wahrscheinlich konstitutionell bedingten Vulnerabilität besteht bei Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie eine hohe Wahrscheinlichkeit für psychiatrische Vorerkrankungen (Depressionen, Angststörungen, bipolare Störungen, Suizidalität), für zugrundeliegende neurobiologische Entwicklungsprobleme (Autismus, ADHS) und für zugrundeliegende psychische Traumata.

Internet, soziale Medien und soziale Ansteckung können vulnerable Kinder dazu führen, eine Transgender-Identität anzunehmen.

Der Widerstand gegen die Trans-Medizin als Behandlungsform für Kinder und Jugendliche wächst. Immer mehr Fachleute und Betroffene sehen die „Transition zum Wunschgeschlecht“ für Kinder und Jugendliche als gravierende Fehltherapie an. Klagen und Gerichtsverfahren gegen diese Behandlung haben begonnen.

I. Niemand ist im falschen Körper geboren

Häufigkeit

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die eine Transgender-Behandlung suchen, hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. In der Tavistock Gender Clinic in London beispielsweise waren es im Jahr 2009 noch 51 Kinder und Jugendliche; im Jahr 2022 waren es schon 3585.1 Auch die Zahl der ratsuchenden Kinder unter 10 Jahren hat deutlich zugenommen.2 Die größte Gruppe sind derzeit Mädchen. Sie machen international etwa 85% der betroffenen Kinder aus, die meisten sind zwischen 12 und 17 Jahren.3

Die Begriffe

Biologisches Geschlecht

Das biologische Geschlecht ist ein objektives körperliches Merkmal. Es ist klar definiert, die anatomischen Strukturen sind binär und komplementär angeordnet. Es gibt nur zwei Geschlechter, männlich und weiblich, Mann und Frau. Es gibt nur Samenzellen und Eizellen, nichts Drittes.4 Grundlage für das biologische Geschlecht sind die Geschlechtschromosomen, beim Mädchen XX, beim Jungen XY.

Organismen werden als männlich oder weiblich bezeichnet aufgrund ihrer körperlichen Strukturen, die auf ihre spezifisch männlichen oder weiblichen Aufgaben bei der Prokreation, der Weitergabe des Lebens hinweisen. Diese anatomischen Strukturen existieren objektiv, auch wenn sie nicht genutzt werden oder eine Zeugung / Empfängnis nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Sie haben zunächst nichts zu tun mit typisch weiblichen oder typisch männlichen Merkmalen und Eigenschaften. Zu behaupten, bestimmte Eigenschaften, Vorlieben und Aktivitäten würden die Grundlage für Junge- oder Mädchensein darstellen, ist sachlich falsch. Ein Mädchen wird kein Junge, weil es eine Vorliebe für Baumklettern hat oder Automechanikerin werden möchte. Es bleibt ein Mädchen. Ein Junge wird auch kein Mädchen, weil er vorwiegend mit Puppen spielt oder lieber liest und malt, statt Fußball zu spielen. Er bleibt ein Junge. Bezüglich typischer oder untypischer Eigenschaften, Vorlieben und Tätigkeiten gibt es eine riesige Überlappung zwischen Jungen und Mädchen, Männern und Frauen. Das ist wichtig zu wissen, weil eine Tendenz besteht, die soziale Transition „zum Wunschgeschlecht“ schon einzuleiten, wenn ein kleines Kind starke Vorlieben für Tätigkeiten zeigt, die typischerweise dem anderen Geschlecht zugordnet werden, und sich dabei vielleicht auch mit dem anderen Geschlecht „identifiziert“.5 Sollen Eltern bei ihrem kleinen Sohn denken, er sei im „falschen Körper“ geboren, wenn er starke Vorlieben für Tätigkeiten zeigt, die üblicherweise dem anderen Geschlecht zugordnet werden? Das macht weder anatomisch noch entwicklungspsychologisch Sinn.6

Geschlechtsidentität

Die Geschlechtsidentität ist ein psychisches, subjektives Merkmal. Sie meint das innere Wissen, das Empfinden, ein Mädchen oder ein Junge, eine Frau oder ein Mann zu sein. Die meisten Menschen erleben eine Übereinstimmung zwischen der objektiv-biologischen Realität ihres Körpers und ihrer subjektiv empfundenen Geschlechtsidentität. Personen mit einem weiblichen Körper, mit weiblichen äußeren und inneren Geschlechtsmerkmalen empfinden sich als Mädchen oder Frau und Gleiches gilt analog für Männer.

Geschlechtsdysphorie, Geschlechtsinkongruenz, Transgender

Bei Kindern und Jugendlichen, die sich als „transgender“ oder „geschlechtsdysphorisch“ bezeichnen, ist das anders. Diese Kinder und Jugendlichen haben ein Gefühl der „Nichtübereinstimmung“ zwischen ihrem körperlichen Geschlecht und ihrer empfundenen Geschlechtszugehörigkeit. Ihre subjektive Wahrnehmung, Mädchen oder Junge zu sein, „stimmt nicht überein“ mit der objektiven Realität ihres weiblichen oder männlichen Körpers. Sie fühlen sich in ihrem Körper „fehl am Platz“. Sie suchen Behandlungen auf „wegen eines bestehenden Konflikts infolge fehlender Übereinstimmung von subjektivem Zugehörigkeitsgefühl und der objektiven biologischen Geschlechtszugehörigkeit.“7

Bestehen Transgender-Gefühle seit mindestens sechs Monaten und empfinden die Kinder und Jugendlichen dabei erheblichen Distress oder fühlen sich in ihrem sozialen und sonstigen Leben beeinträchtigt, kann die Diagnose „Geschlechtsdysphorie“ gestellt werden.8 Seit Januar 2022 gilt in Deutschland und vielen anderen Ländern offiziell der Begriff „Geschlechtsinkongruenz“ (ICD-11), bei dem die Frage nach dem Distress keine Rolle mehr spielt.

Kinder mit Geschlechtsdysphorie sind biologisch gesunde Mädchen oder Jungen

Kinder und Jugendliche, die sich als transgender empfinden oder eine Geschlechtsdysphorie oder Geschlechtsinkongruenz haben, sind biologisch gesunde Mädchen oder Jungen.9 Sie haben einen gesunden Körper und ein biologisch eindeutiges, weibliches oder männliches Geschlecht. Ihre Geschlechts-Chromosomen sind weiblich (XX) oder männlich (XY) und auch ihre primären und sekundären Geschlechtsmerkmale sind eindeutig weiblich oder männlich. Ihre körperliche Entwicklung, auch die Pubertätsentwicklung, ist normal, sofern nicht künstlich in die Entwicklungsprozesse eingegriffen wird. Wenn sie eine Behandlung aufsuchen, geht es um einen Konflikt zwischen der objektiven Realität ihres Körpers und ihrem subjektiven Zugehörigkeitsgefühl.

Transgender-Phänomene sind ebenso wie Geschlechtsdysphorien und Geschlechtsinkongruenz sehr heterogen und vielschichtig. Sie können früh im Kindesalter auftreten,10 kurz vor der Pubertät, in der Pubertät oder erst im Erwachsenenalter. Kinder und Jugendliche, die sich als transgender bezeichnen, lehnen ihren Körper ab. Oft sagen sie, dass sie ihn hassen, insbesondere die Geschlechtsmerkmale ihres Körpers. Sie bestehen darauf, „in Wirklichkeit“ zum anderen Geschlecht zu gehören, oder wollen unbedingt dazu gehören. Ein Junge sagt vielleicht, er will sein männliches Glied „weghaben“. Ein Mädchen mag sagen: „Ich weiß nicht, ob ich ein Junge sein will, aber auf keinen Fall will ich ein Mädchen sein.“ Manchmal empfindet ein Kind zuerst ein tiefes Unbehagen über den eigenen Körper und leidet an einer allgemeinen Selbst- und Identitätsunsicherheit, erst danach formt sich die Überzeugung, es sei „innendrin“ eine Person des anderen Geschlechts. In der Trans-Medizin wird den Kindern und Jugendlichen gewollt oder ungewollt vermittelt, nur ihre Gedankenwelt repräsentiere ihre „wahre Identität“ - auf Kosten ihres Körpers und ihrer Körperlichkeit.

Geschlechtsdysphorien sind weder angeboren noch biologisch festgelegt

Immer wieder hat man versucht, biologische Ursachen für Transgender-Gefühle und Geschlechtsdysphorien zu finden, bisher vergeblich.11 Es gibt kein einziges biologisches Merkmal, weder in den Genen noch im Gehirn noch im Körper noch in den Hormonen, das „Transgender-Personen“ zuverlässig von anderen Personen unterscheiden würde.12 Es gibt auch keinen objektiven Test - weder Gentest, anderen Labortest, Bluttest, Hormontest oder MRT-Gehirntest –, mit dem man ein „transgender Kind“ von einem anderen Kind unterscheiden könnte.13 Mit anderen Worten: Es gibt keine objektive Diagnose. Aus wissenschaftlicher Sicht sind die transgender Phänomene, auch die offiziellen Diagnosen Geschlechtsdysphorie und Geschlechtsinkongruenz, vage und subjektiv.14

Die Vorstellung eines Mädchens, sie sei „innendrin“ ein Junge und nur „im falschen Körper geboren“ hat keine sachliche oder wissenschaftliche Grundlage. Dasselbe gilt analog für den Jungen. Die Forscher Lawrence Mayer und Paul McHugh stellen fest: „Die Hypothese, dass bei einigen Menschen die Geschlechtsidentität ein angeborenes, festgelegtes, vom biologischen Geschlecht unabhängiges Merkmal ist, - die Hypothese also, dass ein Mann oder eine Frau im falschen Körper geboren sind –, hat keine wissenschaftliche Grundlage.“15

Wie bereits dargelegt, sind die Grundlage für biologisches Mädchen- und Jungesein die Geschlechtschromosomen, nicht geschlechtstypische oder untypische Verhaltensweisen. Die objektiv nachweisbaren Geschlechtschromosomen sind bei Kindern mit Transgender-Phänomenen eindeutig weiblich oder männlich. Sie kommen in jeder Körperzelle vor, auch in jeder Gehirnzelle. Sie bleiben dort von der Zeugung bis zum Tod. Niemand kann sie ändern. Beim Jungen wird außerdem schon vorgeburtlich, etwa ab der 8. Schwangerschaftswoche, das männliche Hormon Testosteron produziert. Mit dem Blutkreislauf gelangt es nicht nur in die Beckengegend, wo sich die männlichen Genitalien entwickeln. Es gelangt auch in das Gehirn und beeinflusst die Entwicklung dort mit. Auch wenn es große Überlappungen bei den Vorlieben und bevorzugten Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen gibt: Jungen haben ein Jungengehirn, Mädchen haben ein Mädchengehirn. Es gibt keinen Beweis dafür, dass einige Kinder mit einem „transgender Gehirn“ auf die Welt kommen. Die wenigen Studienergebnisse bei Erwachsenen, in denen man versucht hat, Unterschiede in den Gehirnstrukturen zwischen „transgender-Personen“ und anderen Personen zu finden, sind widersprüchlich, nicht einheitlich und auch nicht beweiskräftig.16

Ein grundlegendes Problem dieser Forschung ist die Neuroplastizität des menschlichen Gehirns. Neuroplastizität bedeutet, dass es im Gehirn einen lebenslangen Abbau und Aufbau von Zellen, Verknüpfungen und Strukturen gibt und zwar in Abhängigkeit von den jeweiligen Denk- und Verhaltensgewohnheiten eines Menschen. Wenn eine Person eine neue Sprache lernt oder neue Beziehungserfahrungen macht, ändern sich bestimmte Bereiche ihres Gehirns. Süchtiges Verhalten verändert die Mikrostrukturen im Gehirn. Berufsgeiger haben ein anderes Gehirn als Menschen, die nie eine Geige spielten. Kinder mit ungelösten Traumata haben ein anderes Gehirn als Kinder, die keine Traumata erlitten. Unterschiede in den Gehirnmikrostrukturen, die man möglicherweise bei geschlechtsdysphorischen Erwachsenen im Vergleich mit anderen Erwachsenen findet, sind mit großer Wahrscheinlichkeit das Ergebnis - nicht die Ursache - eines intensiven Beschäftigtseins mit bestimmten körperorientierten Themen. Für die Annahme, dass einige Kinder mit einer Transgender-Identität geboren wären, gibt es keinen Anhaltspunkt.

II. Trans-affirmative Therapien und die Illusion eines Geschlechtswechsels

Die Transition zum „Wunschgeschlecht“

Als Standardverfahren für Kinder und Jugendliche, die einen Konflikt empfinden zwischen ihrem objektiven, biologischen Geschlecht und ihrer subjektiv empfundenen Geschlechtszugehörigkeit gilt häufig immer noch die „trans-affirmative Therapie“, die „Transition zum Wunschgeschlecht“. Sie soll den Kindern ein „Leben im Wunschgeschlecht“17, ermöglichen. Doch was bedeutet das, wenn eine echte Änderung des biologischen Geschlechts gar nicht möglich ist? Und was ist der Preis, den die Kinder zahlen?

Zur Transition gehört die soziale und medizinische Transition. Beide sind fast untrennbar miteinander verwoben.

Medizinische Transition

Pubertätsblocker

Die medizinische Transition beginnt mit Pubertätsblockern. Pubertätsblocker sind hormonähnliche Substanzen, die, wie der Name sagt, den Eintritt in die Pubertät blockieren. Oft werden sie gegeben, wenn ein Kind 10-12 Jahre alt ist, manchmal schon früher.18

Die Pubertät ist eine entscheidende Wachstums- und Entwicklungsphase auf dem Weg zum Erwachsenwerden. In dieser Zeit finden große Veränderungen im Körper, im Gehirn und in der Psyche des Kindes statt. Pubertätsblocker greifen in sämtliche dieser vitalen Wachstumsprozesse störend ein.

Unter Pubertätsblockern bleibt der normale Wachstumsschub aus, die Kinder bleiben klein und kindlich. Eizellen und Samenzellen können sich nicht entwickeln, sie können nicht reifen. Das Kind bleibt unfruchtbar.

In der Pubertät kommt es auch zu einer erheblichen Zunahme der Knochendichte und Knochenstärke. Unter Pubertätsblockern bleibt diese Entwicklung aus. Relativ zum Alter nimmt die Knochendichte kontinuierlich ab, was ein deutliches Risiko für eine Osteoporose und für Knochenbrüche ist.19 Die New York Times berichtete kürzlich über ein Mädchen, bei dem nach zwei Jahren Pubertätsblockern die Knochendichte im Osteoporosebereich lag - zum Schrecken ihrer Mutter.20 Der Oxforder Soziologieprofessor Michael Biggs berichtet von einem Kind, das mit zwölf Jahren Pubertätsblocker bekam und mit 16 Jahren bereits vier Knochenbrüche hinter sich hatte.21 Einzelfälle? Das „Dünnerwerden der Knochen“ ist eine bekannte Nebenwirkung, die der Hersteller des häufigsten Pubertätsblockers Lupron angibt.22

Normalerweise ändert sich in der Pubertät beim Mädchen unter dem Einfluss der Östrogene die Konfiguration des knöchernen Beckens. Der Beckeninnenraum wird weiter und größer. Die gesamte Konfiguration verändert sich, damit das Becken als Geburtskanal dienen kann. Unter Pubertätsblockern bleibt diese Entwicklung aus. Das Becken bleibt kindlich und eng. Entscheidet sich eine junge Frau später, wieder in ihrem natürlichen Geschlecht zu leben, und wird schwanger, ist ihr Becken möglicherweise zu eng, um ein Baby passieren zu lassen. Eine natürliche Geburt ist dann unmöglich. Es kann auch sein, dass das Baby während der Geburtsphase im Becken steckenbleibt, was erhebliche gesundheitliche Risiken für Mutter und Baby birgt. Befürworter von Pubertätsblockern sagen, dass sich das Becken noch weiten könne, wenn eine junge Frau mit 17 oder 18 Jahren die Pubertäts­blocker absetzt. Dafür gibt es aber keine Beweise und es ist auch unwahrscheinlich.23

In der Pubertät kommt es auch zu erheblichen Umbauprozessen im Gehirn. Bestehende Strukturen, Verbindungen und Netzwerke werden abgebaut, neue werden aufgebaut. Das Vorderhirn (präfrontaler Kortex), mit dem die langfristigen Auswirkungen einer Entscheidung realistisch eingeschätzt werden können, ist erst mit etwa 25 Jahren ganz ausgereift. Vorläufige Studienergebnisse weisen darauf hin, dass Pubertätsblocker in diese notwendigen Entwicklungen negativ eingreifen können. Pubertätsblocker können die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen, zu einem Abfall des Intelligenzquotienten führen24 und zu Depressionen.25 Laut einem Tierversuch kann auch das räumliche Gedächtnis beeinträchtigt sein.26

Im Jahr 2019 verschaffte sich Michael Biggs Zugang zu unveröffentlichten Daten aus der Tavistock Gender Clinic in London. Sie zeigen, dass ein Jahr nach Beginn der Behandlung mit Pubertätsblockern die Kinder eine signifikante Zunahme ihres selbstschädigenden Verhaltens und ihrer Suizidalität hatten. Die Mädchen hatten außerdem eine signifikante Zunahme ihrer internalisierten Probleme (Ängste, Depressionen). Zudem hatte ihr Unglücklichsein über ihren Körper, also ihre Geschlechtsdysphorie, zugenommen. Michael Biggs fragt: Warum hat die Tavistock Clinic diese Ergebnisse nie veröffentlicht?27

Befürworter von Pubertätsblockern sagen, dass ein geschlechtsdysphorisches Kind mit den Herausforderungen einer normalen Pubertätsentwicklung überfordert ist. Pubertätsblocker seien nur ein „Pausenknopf“ und würden den Kindern Zeit geben zu überlegen, ob sie die Transition fortsetzen möchten. Außerdem wird gesagt, die Auswirkungen von Pubertätsblockern seien rückgängig zu machen, wenn sich jemand entscheidet, wieder in seinem biologischen Geschlecht zu leben. Dafür gibt es aber keine Beweise.28 Kann der Verlust der Knochendichte nachgeholt werden? Ist die Gehirnentwicklung wirklich nachzuholen? Kann sich das weibliche Becken mit 18 Jahren noch ausreichend weiten? Das alles wissen wir nicht und ein vollständiges Nachholen ist unwahrscheinlich.29 Außerdem kann es nach Absetzen der Pubertätsblocker noch ein ganzes Jahr oder länger dauern, bis die Produktion der körpereigenen Sexualhormone wieder normal läuft. Es kann auch sein, dass sie nie wieder richtig in Gang kommt.30

Es gibt noch einen anderen Grund, warum immer mehr Fachgesellschaften vor Pubertätsblockern warnen. Es hat sich gezeigt, dass Pubertätsblocker in der Realität kein „Pausenknopf“ sind, sondern ein weiterer „Startknopf“ für den Fortgang der medizinischen Transition.

Pubertätsblocker und der rasante Anstieg der Persisters31

Wenn geschlechtsdysphorische Kinder ihre Pubertät normal durchlaufen dürfen, verlieren die meisten von ihnen (61%-98%) ihre Geschlechtsinkongruenz im Verlauf ihrer Entwicklung von selbst. Wenn sie Pubertätsblocker bekommen, ändert sich das dramatisch. Fast alle Kinder entscheiden sich dann, mit gegengeschlechtlichen Hormonen weiterzumachen und in den meisten Fällen auch mit den chirurgischen Eingriffen. Das Amsterdamer Zentrum, das die trans-affirmative Therapie32 entwickelte, veröffentlichte 2011 eine Langzeitstudie mit 70 Kindern, die alle Pubertätsblocker bekamen.33 Zu Beginn der Behandlung waren die Kinder zwischen 11 und 17 Jahren alt. Sämtliche Kinder (100%) entschieden sich, mit gegengeschlechtlichen Hormonen weiterzumachen. Kein einziges Kind mit Pubertätsblockern entschied sich, wieder in seinem natürlichen Geschlecht zu leben. Kein einziges Kind wählte einen Weg, auf dem es sich potentiell hätte mit seinem Körper versöhnen können. Die Folgestudie zeigt, dass sich die Mehrheit der Kinder auch für die geschlechtsangleichenden Operationen entschied.34 Damit entschieden sie sich für eine irreversible Infertilität und lebenslange Abhängigkeit von Hormonen, letztlich auch für die Überzeugung, dass die innere Zerrissenheit zwischen der biologischen Realität des Körpers und dem Gefühl, im eigenen Körper nicht zu Hause zu sein, niemals heilen kann.

Da bei natürlichem Verlauf die große Mehrheit der Kinder ihre Geschlechtsdysphorie von selbst verliert, brauchen wohl auch geschlechtsdysphorische Kinder die Erfahrung einer normalen Pubertät. Sie brauchen die Pubertät mit all ihren körperlichen, hormonellen, seelischen und mentalen Herausforderungen, um wenigstens eine Chance zu haben, zu ihrem Körper ja sagen zu können. Ängste, Depressionen, Suizidalität müssen dabei sehr ernst genommen werden. Sie sollten Anlass für eine psychotherapeutische Begleitung sein, nicht für eine Transition.35

Geschlechtsangleichende Hormone

Zur trans-affirmativen Therapie gehört die Behandlung mit gegengeschlechtlichen Hormonen. Sie werden geschlechtsangleichende Hormone genannt, weil sie dem Teenager eine „Angleichung an das Wunschgeschlecht“ verschaffen sollen. Allerdings kann aus einem biologischen Mädchen kein biologischer Junge werden (und umgekehrt), da die Geschlechtschromosomen nicht veränderbar sind.

Ab dem Alter von 15-16 Jahren, manchmal schon früher,36 erhalten die Mädchen Testosteron, die Jungen Östrogen. Bei Mädchen wird ein Testosteronspiegel im Blut angestrebt, der 6-100-fach höher ist als der für Mädchen normale, physiologische Testosteronspiegel. Selbst wenn junge Frauen eines Tages den Weg der Transition wieder verlassen, werden sie oft die durch das Testosteron verursachte tiefe Stimme nicht mehr los. Da Testosteron die Scheidenschleimhaut verändert, leiden die Frauen auch an sexuellen Funktionsstörungen.37 Zu den allgemeinen Nebenwirkungen der gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung gehören: Thromboembolien, Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck, möglicherweise Hirndurchblutungsstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Depressionen, Anstieg der Leberwerte, möglicherweise erhöhtes Krebsrisiko. Hinzu kommt die Infertilität, die auch ohne operative Eingriffe oft irreversibel ist.38

Geschlechtsangleichende Operationen

Ab dem Alter von 18 Jahren sind geschlechtsangleichende Operationen auch in Deutschland erlaubt.39 In den USA wurden schon bei 13-14-jährigen geschlechtsdysphorischen Mädchen die Brüste entfernt.40 Daneben geht es bei Mädchen um die Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter. Beim Jungen werden Penis und Hoden entfernt und eine Vaginoplastik durchgeführt. Sämtliche dieser Eingriffe werden an gesunden Organen vorgenommen. Nach den entsprechenden Operationen ist die Infertilität immer irreversibel und führt dazu, dass die Betroffenen lebenslang von schweren Hormonbehandlungen abhängig sind.

Die in der Trans-Medizin international arbeitende Organisation WPATH41 hat in ihren neuen Richtlinien (September 2022) jegliche untere Altersgrenze für die Anwendung von Pubertätsblockern, Hormonen und chirurgischen Eingriffen gestrichen.42

Transitionen können die psychischen Probleme nicht lindern

Immer wieder wird behauptet, Hormonbehandlungen und chirurgische Maßnahmen könnten die Depressionen, Ängste, Suizidalität, bipolaren Störungen und anderen psychischen Probleme, unter denen so viele geschlechtsdysphorische Personen leiden, lindern. Dafür gibt es bisher aber keine Beweise. Im Gegenteil. Eine neue repräsentative Studie aus Schweden, dem Land mit der weltweit umfangreichsten Datenbank, zeigt: Weder durch die Hormonbehandlungen noch durch die Operationen kann die hohe Rate an Depressionen, Angststörungen und Suizidversuchen bei geschlechtsdysphorischen Personen gesenkt werden.43

Schon 2011 veröffentlichte das Stockholmer Karolinska Institut eine umfangreiche, bevölkerungsbasierte Studie zur Frage, ob es transsexuellen Personen nach den geschlechtsangleichenden Operationen besser geht. Bis heute gilt die Studie als methodisch außerordentlich sorgfältig und genau. Das Ergebnis: Zehn Jahre nach den Operationen hatten die operierten transsexuellen Personen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine fast 20-fach höhere Rate an vollzogenen Suiziden. Ab dem zehnten Jahr nach den Operationen stieg die Suizidrate rasant an.44

Die Studien zeigen, dass weder Hormonbehandlungen noch Operationen eine echte Linderung der psychischen Probleme bringen. In liberalen Gesellschaften ist es selbstverständlich, dass Erwachsene den Weg der Transition wählen können. Vielleicht sehen sie es für sich als einzigen Weg und das ist zu respektieren. Aber Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren? Können sie mit 12 oder 14 Jahren, wenn sie Pubertätsblocker bekommen, übersehen, auf welchen Weg man sie schickt? Minderjährige haben weder die psychische noch die mentale Reife, um die langfristigen, irreversiblen Folgen einer Transition abschätzen zu können.

Soziale Transition

Der erste Startknopf auf dem Weg der Transition, noch vor der Behandlung mit Pubertätsblockern, ist die „soziale Transition“. Sie bedeutet, dass ein Kind jeden Tag in der „Rolle des Wunschgeschlechts“ lebt. Mädchen werden als Jungen behandelt und umgekehrt. Mädchen werden nur noch mit männlichem Vornamen angesprochen, zuhause, in der Schule, von allen. Es werden nur noch männliche Pronomen für sie verwendet (er, ihm). Kleidung und Haarschnitt sollen männlich wirken. Dasselbe gilt analog für die Jungen. Ihre Kleidung und Haarschnitt sollen möglichst weiblich wirken.

In einer neuen Langzeitstudie (2022) wurden 317 Kinder, die in der „Rolle des Wunschgeschlechts“ lebten, über fünf Jahre begleitet. Die Kinder waren zwischen drei und zwölf Jahren alt, als ihre soziale Transition startete, wie beschrieben, mit „Veränderung der Pronomen, der Vornamen, des Haarschnitts und der Kleidung“45. Ob die Kinder Distress empfanden bei der „Nicht-Übereinstimmung“ zwischen ihrem biologischen Körper und ihrem Wunschgeschlecht, ob sie also eine Geschlechtsdysphorie hatten, wurde nicht erfragt. Die Eltern und wohl auch die Forscher der Studie sahen das Distress-Kriterium als unwichtig oder „nicht nützlich“ an. Die Kinder wurden auf den Weg der Transition geschickt, weil sie „deutliche Anzeichen für eine gegengeschlechtliche Identifikation und gegengeschlechtliche Vorlieben zeigten.“46 Mit anderen Worten: Die Kinder zeigten Vorlieben für Aktivitäten, Spiele oder Kleidung, die stereotyp dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, oder sie waren überzeugt, dem anderen Geschlecht anzugehören. Wie anfangs dargestellt, sind Vorlieben für Aktivitäten und Spiele, die typischerweise dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, keine Grundlage für Jungesein oder Mädchensein. Wer sie als Grundlage nimmt, verstärkt lediglich Stereotypen. Die Forscher Laurence Mayer und Paul McHugh bemerken: „Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für die Auffassung, dass Spielen mit typischen Jungenspielen ein Kind schon als Jungen definiert oder Spielen mit typischen Mädchenspielen ein Kind als Mädchen definiert.“47

Am Ende der Studie, nach fünf Jahren, identifizierten sich nur 2,5% der Kinder mit ihrem biologischen Geschlecht. 94% der Kinder bezeichneten sich als „transgender“.48 Die meisten von ihnen erhielten dann Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone. Die Forscher der Studie sind der Auffassung, dass ein Kind schon früh wisse, dass es transgender sei und deshalb auch transgender bleibe. Ihr Studienergebnis mit den nur wenigen Detransitioners (2,5%) sehen sie als Bestätigung ihrer Annahme. Im Grunde zeigt die Studie aber nur, dass die soziale Transition keine harmlose Sache ist, sondern ein aktiver Eingriff in die mentale und psychische Entwicklung eines noch unreifen Kindes. So hat es auch der britische Cass-Report formuliert: „Die soziale Transition sollte als aktive Intervention angesehen werden, denn sie kann erhebliche Auswirkungen auf das psychische Funktionieren eines Kindes oder einer jungen Person haben… sie ist keine neutrale Handlung.“49 Die irrige Vorstellung des Kindes, es würde „wirklich“ zum anderen Geschlecht gehören, wird tagtäglich durch das Verhalten der Eltern und anderer wichtiger Bezugspersonen verstärkt. Das hat Auswirkungen bis hin zu den neuronalen Verschaltungen im kindlichen Gehirn. Der kanadische Psychotherapeut Kenneth Zucker bemerkt, dass die soziale Transition die Krankheit erst erschafft, die später mit geschlechtsangleichenden Hormonen und Operationen behandelt werden soll. Es dürfe dann „niemand erstaunt sein, dass [mit sozialer Transition] die Zahl der Jugendlichen, die ihre Geschlechtsdysphorie beibehalten, immer größer wird.“50

III. Geschlechtsdysphorien bei Kindern und Jugendlichen - Mögliche Einflussfaktoren

Nicht nur aus biologischer Sicht ist die Pubertät die Entwicklungsphase, die es dem Einzelnen ermöglicht, sein Potential zur Fruchtbarkeit zu entwickeln. Sie ermöglicht es jungen Menschen, in Verbundenheit mit den vorausgegangenen Generationen und ebenso den kommenden Generationen zu leben. Die Transition durchschneidet dieses Band. Das Ergebnis ist Isolation und wird für den Einzelnen wohl auch nur zu größerer Einsamkeit führen.

Da eine Geschlechtsdysphorie nicht angeboren ist51, stellt sich die Frage, welche nachgeburtlichen Einflussfaktoren bei dem Entstehen einer Transgender-Identifikation möglicherweise eine Rolle spielen. Es versteht sich von selbst, dass nicht alle möglichen Einflussfaktoren bekannt sind. Immer geht es um ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren. Auch die konstitutionelle Vulnerabilität des Kindes spielt eine Rolle und ebenso, wie ein Kind nachgeburtliche soziale und familiäre Faktoren individuell deutet und verarbeitet.

Psychiatrische Vorerkrankungen

Eine Studie mit Daten aus vier Gender-Zentren in vier europäischen Ländern zeigt, dass 70% der Erwachsenen, die sich wegen einer Geschlechtsdysphorie vorstellten, eine psychiatrische Erkrankung hatten oder früher gehabt hatten, meist Angststörungen und Depressionen51. Auch bei Kindern und Jugendlichen sind die Zahlen sehr hoch.52 Erst neuere Studien sind aber der Frage nachgegangen, was zuerst kommt, die psychiatrische Erkrankung oder die Transgender-Identifikation. Was ist in vielen Fällen die Grunderkrankung und was folgt später?

Eine repräsentative Studie aus Finnland (2015) zeigt: 75% der Jugendlichen, die sich zum ersten Mal wegen einer Geschlechtsdysphorie vorstellten, hatten eine psychiatrische Erkrankung oder hatten diese früher gehabt. In 68% der Fälle war die erste Erkrankung eine Depression, Angststörung, Suizidalität, selbstverletzendes Verhalten und andere psychische Pro­bleme, die Transgender-Identifikation entwickelte sich erst später. Die Forscher schreiben: „Schwere psychische Erkrankungen, die der Entwicklung einer Geschlechtsdysphorie vorausgingen, waren häufig. (…) Die psychischen Erkrankungen waren schwer und nur selten konnte man in Betracht ziehen, dass es Sekundär-Erkrankungen zur Geschlechtsdysphorie sein könnten.“53

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine umfangreiche Studie aus den USA (2018): Die Mehrzahl der Kinder, die sich als transgender bezeichneten, hatte eine psychiatrische Vorerkrankung. 75% der Mädchen und 71% der Jungen mit Geschlechtsinkongruenz (Alter 10-17 Jahre) hatten eine psychiatrische Erkrankung oder neurobiologische Entwicklungsstörung (Autismus, ADHS) bevor sie eine Geschlechtsinkongruenz entwickelten. In der Kontrollgruppe, also bei den Kindern, die keine Geschlechtsinkongruenz entwickelten, hatten nur 4% der Mädchen und 3% der Jungen eine Vorgeschichte mit psychiatrischen Erkrankungen.54

Diese Ergebnisse sind bedeutsam. Sie zeigen, dass die Behauptung, Kinder würden nur deshalb depressiv und suizidal, weil die Eltern ihren Transitionswünschen nicht nachgeben möchten, keine sachliche Grundlage hat. Immer wieder wurden Eltern mit solchen Aussagen unter immensen Druck gesetzt. In Wirklichkeit führen sie vor allem zu einer Verschärfung des Konflikts zwischen Eltern und Kind, helfen aber niemandem. Detransitioners wie etwa Chloe Cole berichten, dass ihren Eltern gesagt wurde, ihr Kind könne Suizid begehen, wenn sie der Transition nicht zustimmen. Heute bereut Chloe die Transition. Sie sagt, dass sie keine Transition gebraucht hätte, sondern eine gute psychotherapeutische Unterstützung. Sie werde lebenslang an den irreversiblen Folgen ihrer Transition leiden. Ihre Therapeuten hätten ihr nicht geholfen, sich in ihrem Körper wohlzufühlen, genau das hätte sie aber gebraucht.55

Suizidalität muss immer sehr ernst genommen werden. In den meisten Fällen ist hier die Grunderkrankung eine Depression. Depressionen wiederum können in engem Zusammenhang mit erlittenen Traumata, auch mit frühen Bindungstraumata, stehen. Depressionen werden psychotherapeutisch behandelt, nicht mit gegengeschlechtlichen Hormonen und auch nicht mit dem Messer.

Für einige Kinder mit psychiatrischen Grunderkrankungen kann eine Transgender-Identifikation ein Abwehrmechanismus gegen ihre psychischen Schmerzen sein, ein fehlgeleiteter (maladaptiver) Coping-Mechanismus56 gegen das Gefühl, mit zahlreichen Problemen im Alltag überfordert zu sein: Wenn ich jemand ganz anderes bin, wenn ich ein Junge statt ein Mädchen bin (oder umgekehrt), müsste es mir doch besser gehen.

Autismus, ADHS

In der finnischen Studie hatten 26% der Jugendlichen eine Vorerkrankung im Autismus-Spektrum. In einer neuen australischen Studie (2021) waren es 14%. In der Tavistock Gender Clinic waren es 35%.57 In der Allgemeinbevölkerung dagegen sind nur etwa 0,6-1% von Autismus betroffen. Warum entwickeln Kinder mit Autismus so häufig noch eine Geschlechtsdysphorie? Der Psychotherapeut Kenneth Zucker schreibt:58 Kinder mit Autismus sind oft obsessiv mit einem Thema beschäftigt. Sie neigen zu Rigidität im Denken und können sich schnell an einem Thema festbeißen. Dabei kann es um sehr unterschiedliche Themen gehen, aber auch um Transgender-Themen (Körper, Kleidung, Vorlieben, Abneigungen). „Ich mag diese und jene Jungensachen nicht, also muss ich ein Mädchen sein.“ Ein Problem ist: Versucht man, sie von ihrer Obsession abzubringen, können sie mit intensiven Ängsten reagieren. Außerdem fühlen sich Kinder mit Autismus oft ausgegrenzt, fühlen sich als „anders“ als die anderen. Möglicherweise denken sie, mit der Diagnose Geschlechtsdysphorie einen Grund für ihre Gefühle gefunden zu haben: Meine Pro­bleme können mit Geschlechtsdysphorie erklärt werden. Wenn ich das Geschlecht wechsle, wird es mir gut gehen. - Eine Transition ist aber keine Lösung.

Trauma

Entwicklungsnachteilige Kindheitserfahrungen und chronisch-traumatische Familiendynamiken

Eine umfangreiche Befragung von mehr als 80.000 Mädchen und Jungen in der 9.-11. Schulklasse ergab, dass Kinder und Jugendliche, die sich als transgender bezeichnen, sehr viel häufiger als andere Kinder „Adverse Childhood Experiences“ erlebt haben.59 Der Fachbegriff „Adverse Childhood Experiences“ oder „ACEs“ kann mit „entwicklungsnachteilige Kindheitserfahrungen“ übersetzt werden. Er umfasst verschiedene Formen traumatischer Erfahrungen, die die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können: sexuelle Übergriffe innerhalb oder außerhalb der Familie, Erleben von körperlicher Gewalt, emotionaler Missbrauch (Hänseln, ständiges Kleingemacht-Werden, Mobbing), unterschiedliche Formen von Vernachlässigung. Zu den ACEs gehören insbesondere auch chronisch-problematische Familiendynamiken, die für viele Kinder traumatisierend sind: Alkohol- oder Drogenprobleme in der Familie, andere Suchtprobleme in der Familie, Gewalt in der Familie, Gewalt zwischen den Eltern, Verlust eines Elternteils durch Trennung oder Tod, psychische Erkrankung von Mutter oder Vater, ständige finanzielle Sorgen.

In der genannten Studie waren die Kinder, die sich als transgender bezeichneten, nicht nur sehr viel häufiger ACEs ausgesetzt, sondern vor allem sehr viel häufiger einer Ballung verschiedener Formen von ACEs, einem „Cluster“ von ACEs, ausgesetzt. Solche „Polyviktimisierung“ war bei Kindern, die sich als transgender bezeichneten, sehr viel öfter vorhanden als bei anderen Kindern. Wurden die Kinder traumatisiert, weil sie Anzeichen von Transgender-Verhalten zeigten? Die Forscher gingen dieser Frage nach und kommen zu dem Ergebnis, dass im Allgemeinen das Transgender-Verhalten der Kinder nicht der Grund für die Traumatisierungen sein konnte.60 In den meisten Fällen ist es wohl doch anders herum: ACEs und andere Traumatisierungen gehören zu den Faktoren, die vulnerable Kinder dazu führen können, sich selbst und ihren Körper zu hassen und abzulehnen. Erfahrene Gewalt kann sich in Selbstablehnung und Selbsthass niederschlagen.

Traumatisierungen, insbesondere, wenn sie chronisch sind, können zu einer sehr tiefgehenden allgemeinen Selbst- und Identitätsunsicherheit führen: Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich weiß nur, dass es mir schlecht geht. Vielleicht bin ich transgender. Wenn ich jemand ganz anderes wäre, würde ich mehr Liebe und Anerkennung finden. Dann könnte ich endlich all das Schwere in meinem Leben hinter mir lassen. Ich hasse mein Leben.

Eine neue australische Studie (2021) mit 8-15-jährigen Kindern mit Geschlechtsdysphorie zeigt sehr Ähnliches.61 Zunächst auch hier: Die Mehrheit der Kinder litt an psychiatrischen Erkrankungen. Nur 11% hatten weder eine psychiatrische Erkrankung noch ADHS. Was die ACEs betrifft: 97,5% der Kinder hatten mindestens eine Form von ACEs erlebt. Im Durchschnitt hatten die Kinder eine Ballung von fünf verschiedenen ACE-Formen erlitten. In den meisten Fällen fanden die traumatischen Erfahrungen innerhalb der Familie statt: Chronische Familienkonflikte, Verlust eines Eltern- oder Großelternteiles durch Tod oder Trennung der Eltern, psychische Erkrankungen von Mutter oder Vater, Gewalt zwischen den Eltern, sexuelle oder körperliche Übergriffe, Mobbing, emotionale Vernachlässigung, emotionaler Missbrauch oder ständige finanzielle Sorgen. Die traumatischen Erfahrungen zeigten „eine lange Geschichte von chronischem Stress in den Beziehungen in der Familie und das chronische Fehlen einer Familienumgebung, die entspannt und fürsorglich wäre.“62

Traumatisierungen führen zu Gefühlen von Machtlosigkeit, Hilflosigkeit; zum Gefühl ständiger Überforderung; zu Scham, auch über den eigenen Körper; zu Ängsten bis hin zu Panikattacken und zu grundlegenden Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren. Ähnlich wie bei Kindern mit psychiatrischen Vorerkrankungen können auch traumatisierte Kinder möglicherweise eine Transgender-Identifikation wählen als einen Abwehrmechanismus gegen ihr psychisches Leid. Zu bedenken ist, dass Traumatisierungen oft selbst Ursache von Ängsten, Depressionen und Suizidalität sind, sodass es zu einer Verquickung verschiedener Probleme kommen kann.

Frühes Bindungstrauma

Die meisten Traumata in der Kindheit haben mit dem Verlust von Bindung zu tun. Eine besondere Form sind die frühen Bindungstraumata. Auch sie können ein Faktor für eine spätere Transgender-Identifikation sein. Der führende Hirnforscher, Psychiater und Bindungsexperte Allan Schore äußert: „Das Unvermögen eines Kindes, sein Geschlecht anzunehmen, hat seine Wurzel aus unserer Sicht in der Beziehungsdynamik zwischen Mutter und Baby.“63

In den ersten zwei Lebensjahren ist die sichere Bindung eines Kindes an seine primäre Bindungsperson, meist die Mutter, von großer Bedeutung für die Entwicklung der Selbstidentität des Kindes. Bindung entsteht durch eine „eingestimmte“ emotionale Kommunikation zwischen Mutter und Baby. Es braucht ausreichend „bio-psychische“ Synchronisation in der Beziehungsdynamik zwischen Mutter und Kind. Sämtliche frühen Bindungserfahrungen - gute und ungute - beeinflussen die Entwicklung des jungen Gehirns unmittelbar.64

Bei einem frühen Bindungstrauma fehlt die notwendige emotionale „Einstimmung“ zwischen Mutter und Baby in einem so hohen Maß, dass das Gehirn des Kindes chronisch mit Stress überflutet wird. Dieser Stress ist buchstäblich unerträglich für das Kind. Die Bindungsperson ist nicht mehr Quelle von Sicherheit und Leben, sondern wird als Quelle von tödlicher Angst und Gefühlen von tödlichem Alleingelassensein empfunden. Das Stress-Coping-System des Kindes ist heillos überfordert. Sein Gehirn geht in den Überlebensmodus, in dem es aber nur bedingt lern- und entwicklungsfähig ist. Der überflutende Stress greift insbesondere negativ in die Entwicklung des rechten Gehirns ein, welches zentral für die Entstehung der Selbstidentität ist. Allan Schore schreibt: Traumatische Bindungserfahrungen beeinflussen die frühe Organisation des rechten Gehirns negativ. Dadurch kommt es zu Defiziten in der Entwicklung von emotionalem Verstehen, zu Defiziten in der Identifizierung eines eigenen Körperbildes und zu Defiziten in der Entstehung von Selbstwahrnehmung.65

Kinder, die in der frühen Entwicklungszeit kein ausreichendes Selbst- und Körperbild entwickeln konnten, können möglicherweise auch aus dieser tiefen Selbstunsicherheit heraus eine Transgender-Identifikation entwickeln. „Vielleicht bin ich transgender, dann habe ich wenigstens eine Identität. Sonst habe ich gar keine, denn ich weiß nicht, wer ich bin. Ich weiß nur, dass ich mich zutiefst unwohl fühle. Darf es mich überhaupt geben? Darf ich überhaupt da sein? Wenn ich nicht da sein darf, muss ich jemand anderes sein, um leben zu können. Ich habe einen Selbstvernichtungszwang. Um angenommen zu werden, muss ich jemand anderes sein. Ich bin kein Mädchen, ich bin ein Junge. Ich suche mir Wege in eine andere Identität.“66 Wie schon erwähnt, können Bindungstraumata eine wesentliche Rolle für das Entstehen von Angststörungen und Depressionen spielen. Außerdem sind sie ein Risikofaktor für die Entwicklung einer dissoziativen Störung.67

Bindungstraumata bedeuten nicht, dass die Eltern ihr Kind nicht lieben. Mögliche Gründe sind: Transgenerationale Weitergabe von Bindungstraumata; die Mutter ist selbst traumatisiert und kann sich nicht ausreichend auf das Kind einstimmen; Depressionen oder andere psychische Erkrankungen bei Mutter oder Vater; überfordernder chronischer Stress bei den Eltern. Von der Seite des Kindes sind mögliche Gründe: sensible Natur; „schwieriges Temperament“; konstitutionell bedingte hohe Vulnerabilität; geringe Stresstoleranz oder sie wurden vorgeburtlich schon mit Stress überflutet. In manchen Fällen gibt es keine offensichtlichen Gründe.

Eine Studie aus Italien mit 95 Erwachsenen mit Geschlechtsdysphorie zeigt: 56% hatten mindestens vier verschiedene Formen von frühem Bindungstrauma erlebt, meist in der Beziehung zu beiden Eltern. Nur 10% hatten kein frühes Beziehungstrauma erlebt. Verglichen mit der Kontrollgruppe hatten „die geschlechtsdysphorischen Erwachsenen eine signifikant höhere Rate an desorganisierten Bindungserfahrungen und Polyviktimisierung“ in ihrer Kindheit erlebt. Mit Bezug auf weitere Forschung sind die Forscher der Auffassung, dass es einen Zusammenhang zwischen frühem Bindungstrauma und der Entwicklung einer Geschlechtsdysphorie gibt und dass dieser Zusammenhang kausal sein kann. Geschlechtsdysphorie kann eine „extreme Form eines dissoziativen Abwehrmechanismus“ gegen das Spüren eines Bindungstraumas sein.68

Internet und soziale Ansteckung

In der Zeitschrift The Times kommentierte der homosexuell lebende britische Journalist Matthew Parris die wachsende Zahl junger Menschen, die eine nicht-heterosexuelle oder transgender Identität annehmen, so: „Durch sozialen Druck, durch Druck in der Schulklasse, Druck der Medien und ja, durch Modetrends, formen wir weichen Ton. Wir entdecken nicht ein großes Bruchstück von innerem Granit, mit dem die Kinder geboren wären. Je jünger ein Mensch, desto weicher der Ton.“69

Die französische Nationale Akademie für Medizin mahnte Eltern kürzlich zur Wachsamkeit. Die „exzessive Nutzung von Social Media“ könne bei verunsicherten Jugendlichen „Suchtcharakter“ annehmen und der sei zum großen Teil verantwortlich für die rapide Zunahme von Geschlechtsinkongruenzen bei jungen Menschen.70

Die Professoren Bernd Ahrbeck und Marion Felder schreiben in ihrem aktuellen Buch (2022): „Wenn Kinder in Probleme geraten, in welcher Form auch immer, können sie in Foren, Chats und auf Informationsportalen nach Lösungen suchen. Transgender-Gruppen sind im Netz überaus präsent. (...) Die Wirkung, die von ihnen ausgeht, ist ganz erheblich. Zumal dann, wenn sie offen für die Transidee werben.“71

Alle diese Beobachtungen werden durch eine aktuelle Studie der Medizinforscherin Lisa Littman untermauert. Lisa Littman befragte Eltern, deren adoleszente Kinder scheinbar „plötzlich“ und ohne Vorboten erklärten, dass sie transgender seien.72 Die 256 Jugendlichen waren fast alles Mädchen und zu dem Zeitpunkt durchschnittlich 15 Jahre alt. Die meisten von ihnen (62,5%) hatten mindestens eine psychiatrische Grunderkrankung oder eine neurobiologische Entwicklungsstörung, bevor sie eine Geschlechtsdysphorie entwickelten. 48% der Kinder hatten kurz vor ihrer Transgender-Identifikation eine traumatische oder sehr stressbehaftete Erfahrung gemacht. Das waren Erfahrungen in der Familie (Scheidung der Eltern, Tod eines Elternteils, psychische Erkrankung in der Familie), sexuelle Übergriffe, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, missbräuchliche romantische Beziehung, Mobbing, Umzug der Familie in eine neue Umgebung oder Krankenhausaufenthalt wegen psychiatrischer oder medizinischer Probleme. Fast die Hälfte der Jugendlichen (45%) zeigte selbstverletzendes Verhalten, bevor sie sich als geschlechtsdysphorisch bezeichneten. Die Jugendlichen verfügten über wenig Ressourcen, um Alltagsprobleme zu bewältigen, und waren schnell überfordert, wenn es darum ging, unangenehme Emotionen zu regulieren. Sie hatten soziale Ängste und oft das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Konflikte schienen ihnen nicht bewältigbar.

Den Eltern fielen zwei Dinge auf. Einmal, die Identifikation ihrer Kinder als transgender erfolgte in Clustern in Freundschaftsgruppen. 70% der Jugendlichen gehörten zu einer Freundschaftsgruppe, in der sich zunächst ein Mädchen als transgender bezeichnete und kurz darauf ein zweites Mädchen. In einer kleinen Gruppe beispielsweise erklärte sich die Leiterin als transgender. Kurz darauf bezeichneten sich alle vier Gruppenmitglieder, alles Mädchen, als transgender. In 36,8% der Freundschaftsgruppen hatte bald die Mehrheit eine Transgender-Identität angenommen. Lisa Littman schreibt, dass hier das aus der Entwicklungspsychologie bekannte Phänomen der sozialen Ansteckung eine Rolle spielen kann.73

Zum zweiten fiel den Eltern auf, dass kurz bevor ihre Kinder sich als transgender bezeichneten, ihr Internet- und Social-Media-Konsum in die Höhe geschossen war. Bei der Erklärung, sie seien transgender, gebrauchten die Kinder Sätze und Redewendungen, die die Eltern anschließend wortwörtlich auf einschlägigen Internetseiten wiederfanden. Bestimmte Internetseiten machen detaillierte Vorschläge, was Jugendliche ihren Eltern und Therapeuten sagen sollten, um eine Anerkennung als geschlechtsdysphorisch zu bekommen; wie sie ihre Lebensgeschichte darstellen sollten und vor allem, was sie sagen müssten, um schnell an Pubertätsblocker, gegengeschlechtliche Hormone oder sogar Operationen zu kommen.

Nach ihrer Transgender-Identifikation erlebten die meisten Kinder (60,7%) eine Zunahme ihrer Popularität. Sie standen jetzt im Mittelpunkt positiver Aufmerksamkeit, gehörten zu einer besonderen Gruppe, bekamen Komplimente und auffallenderweise auch mehr Schutz vor Mobbing. Falls sie zu dem Schluss kämen, doch nicht transgender zu sein, so war die Sorge einiger Kinder, könnte man sie als Verräter bezeichnen. Bei fast der Hälfte (47,2%) verschlechterte sich laut Angabe der Eltern nach dem Annehmen der Transgender-Identität der psychische Gesamtzustand der Kinder. Die Erwartung der Kinder, eine Transition würde alle ihre psychischen und sonstigen Probleme lösen, war riesig.

Littman erörtert, dass das Annehmen einer Transgender-Identität ein fehlgeleiteter (maladaptiver) Coping Mechanismus sein kann, ein scheinbarer Ausweg aus überfordernden Alltagssituationen und vielen diffusen Schmerzen aufgrund der psychiatrischen Grunderkrankungen und der traumatischen Erfahrungen. Die Transition mit ihren Eingriffen in einen gesunden Körper, so Littman, könnte sogar eine Form von selbstverletzendem Verhalten sein.74

Eine Transition ist aber kein echter Ausweg. Eher verhindert sie, dass die Kinder - mit Hilfe von Erwachsenen - sich den wirklichen Ursachen ihres tiefreichenden Unwohlseins stellen können. Der Psychoanalytiker Charles Socarides schrieb: „Es gibt keinen Beweis dafür, dass eine Identität, die im Widerspruch zu den anatomischen Strukturen steht, angeboren ist. Jeder Versuch [einer chirurgischen Transition] führt dazu, dass die betroffene Person kaum noch eine Chance hat, ihre psychischen Probleme wirklich anzugehen.“75

IV. Der Widerstand wächst76

Die Internetplattform „r/detrans | Detransition Subreddit“ hat über 48.000 Mitglieder. Dort können sich ausschließlich Detransitioners und Personen, die ihre Transition in Frage stellen, registrieren.77 Detransitioners sind Frauen und Männer, die im Nachhinein ihre Transition als Fehlentscheidung ansehen und wieder in ihrem biologischen Geschlecht leben. Eine Detransitioner ist auch die junge Frau Keira Bell, die 2021 Anklage gegen die Tavistock Gender Clinic wegen Fehlbehandlung erhob. Als Kind litt sie unter chronisch-traumatischen Familienproblemen, hatte Depressionen und war als Teenager suizidal. Insbesondere wegen ihrer Suizidalität erhielt sie mit 16 Jahren Pubertätsblocker, mit 18 Jahren Testosteron, mit 20 Jahren wurden ihr die Brüste entfernt. Heute sagt sie, sie hätte keine Transition gebraucht, sondern eine gute psychotherapeutische Begleitung.78 Der damalige britische Gesundheitsminister Sajid Javid (2021) äußerte in dem Zusammenhang, man habe „an den Kindern versagt“. Laut Medien planen bis zu 1.000 Familien, gegen die Tavistock Gender Clinic zu klagen, weil die Clinic den „nicht durchdachten Wünschen von vulnerablen Kindern nachgab und sie auf den schädlichen, irreversiblen Weg der Trans-Medizin schickte“.79 Im Jahr 2022 musste die Tavistock Gender Clinic schließen. „Eine unabhängige Analyse verurteilte die Clinic, sie sei ‚keine sichere oder langfristig tragbare Option‘. Ihre Behandlungen [die transaffirmative Therapie] sind nicht evidenzbasiert und das Therapiemodell birgt ‚ein erhebliches Risiko‘ für die Gefährdung der psychischen Gesundheit junger Menschen.“80

Schon im Mai 2021 hatte das Karolinska-Universitätsklinikum in Stockholm eine neue Leitlinie zur Geschlechtsdysphorie herausgegeben. Danach sind Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone bei Jugendlichen unter 18 Jahren verboten. Solche Behandlungen können „irreversible, negative Folgen“ haben.81 Eine deutliche Abkehr von ihrer früheren transaffirmativen Position hat auch die Gesundheitsbehörde in Finnland vollzogen. Schwerpunkt der Behandlung und Mittel der ersten Wahl bei Geschlechtsdysphorien bei Minderjährigen müssten Psychotherapien sein, nicht eine Transition.82 Auch in Frankreich, Neuseeland, Australien und den USA mehren sich die Stimmen von Fachgesellschaften, die fordern, mehr Gewicht müsse auf psychotherapeutische Hilfen gelegt werden und transaffirmative Therapien müssten stärker hinterfragt werden.83

V. Ausblick

Noch viele Fragen sind offen. Kinder und Jugendliche, die sich als transgender identifizieren, verdienen es, ernst genommen zu werden, sie verdienen es aber auch, dass man ihnen die Wahrheit sagt. Ein echter Geschlechtswechsel ist nicht möglich. Die Transition führt zu irreversiblen Schäden am Körper und häufig zu irreversibler Infertilität. Nach allem, was wir wissen, kann sie die Ängste, Depressionen und Suizidalität der Betroffenen nicht lindern. Vielmehr zementiert sie die Überzeugung, dass die Zerrissenheit zwischen Körper und Psyche nie heilen kann.

Erwachsene haben das Recht, einen Weg der Transition zu gehen. Minderjährige sollten wir, soweit immer wir es können, davor schützen. Es gibt Erfahrungen mit psychologisch ausgerichteten Therapien84, und diese sollten viel intensiver als bisher weiterentwickelt werden. Der Endokrinologe und Experte Michael Laidlaw schreibt, psychologisch ausgerichtete Therapien schaden am wenigsten und bringen die größten Vorteile. Einer viel größeren Anzahl von Kindern und Jugendlichen würde das letztlich helfen.85

Zugriff für alle Internetquellen ist der 12. Juli 2023


  1. Kuitenbrouwer, J., So fragwürdig ist das Standardverfahren mit Hormonen für Trans-Jugendliche. 10.2.2023. www.welt.de/debatte/kommentare/plus243116625/Hormone-fuer-Trans-Jugendliche-So-fragwuerdig-ist-das-Dutch-Protocol.html. Im Internet werden auch diese Zahlen angegeben: 97 Fälle in 2009 und 2519 Fälle in 2019. www.imabe.org/bioethikaktuell/einzelansicht/transgender-aerzte-fordern-ende-von-experimenten-mit-kindern. Für Deutschland liegen keine zentralen Daten über Minderjährige vor. 

  2. www.transgendertrend.com/wp-content/uploads/2020/11/English-NBHW-report-002.pdf 

  3. taz: Jugendpsychiater über Transidentität. Interview mit Alexander Korte. taz.de/Jugendpsychiater-ueber-Transidentitaet/!5845336/ 

  4. Siehe auch das Interview mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard, 22.8.2022. www.emma.de/artikel/viele-geschlechter-das-ist-unfug-339689 

  5. Ein Beispiel ist die aktuelle Studie von Olsen, K., et al., Gender Identity Five Years after Social Transition. Pediatrics 150, 2, 2022. Kinder wurden ab dem Alter von drei Jahren auf den Weg der sozialen Transition geschickt, weil sie „starke Vorlieben“ für Spielzeuge, Spiele und Aktivitäten zeigten, die üblicherweise dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, und weil sie sich mit dem anderen Geschlecht „identifizierten“. - Statt einer Transition wäre wichtig gewesen herauszufinden, welche Phantasien und Vorstellungen ein Kind hat, wenn es sich mit dem anderen Geschlecht „identifiziert“, und welche Bedeutung das für das Kind hat. 

  6. Allgemeine Entwicklungspsychologie: Ein Junge weiß oft erst mit 5-7 Jahren (oder später!), dass er ein Junge bleibt, auch wenn er Mädchenkleidung trägt (Geschlechtskonsistenz). Als Teil ihrer normalen Entwicklung glauben Kinder oft noch bis zum Alter von 7 Jahren, dass ein Junge nur einen Rock anzuziehen braucht und lange Haare, um zu einem Mädchen zu werden. Ruble, D., The Role of Gender Constancy in Early Gender Development. Child Development, 78, 4, 2007. 

  7. Korte, A., Geschlechtsdysphorie bei Kindern und Jugendlichen aus medizinischer und entwicklungspsychologischer Sicht. In: Ahrbeck, B., Felder, M., Stuttgart 2022. S. 44. Kursiva im Original. 

  8. Zur Diagnose „Geschlechtsdysphorie“ (DSM-5-TR) gehört, dass eine Person seit mindestens 6 Monaten ein „Gefühl der Nichtzugehörigkeit“ zum eigenen biologischen Geschlecht hat, ein Gefühl der „Nicht-Übereinstimmung“ zwischen biologischem Geschlecht und subjektiv empfundener Geschlechtsidentität. Zusätzlich muss die betroffene Person deswegen deutliches Leid (Distress) empfinden oder sich in ihrem sozialen, beruflichen oder sonstigen Leben beeinträchtigt fühlen. Bei Kindern vor der Pubertät gehören noch folgende Verhaltenskriterien dazu: Starke Vorlieben für Kleidung, die vom Kind als typisch für das andere Geschlecht angesehen wird, starke Vorlieben für Aktivitäten, Spielzeuge und Spiele, die als typisch für das andere Geschlecht angesehen werden; in Rollenspielen Bevorzugung der Rollen des anderen Geschlechts. Eine vollzählige Auflistung der möglichen Kriterien: What is Gender Dysphoria?, American Psychiatric Association. Aug. 2022. www.psychiatry.org/patients-families/gender-dysphoria/what-is-gender-dysphoria. \n

    Chloe Cole ist eine heute 19-jährige Detransitioner. Wegen ihrer Geschlechtsdysphorie erhielt sie mit 13 Jahren Pubertätsblocker, kurz danach Testosteron; mit 15 Jahren wurden ihr beide Brüste entfernt. Als die Eltern zögerten, ihre Einwilligung zu den medizinischen Maßnahmen zu geben, wurde ihnen mit einer möglichen Suizidalität ihrer Tochter gedroht. Man sagte ihnen: Wollen Sie eine tote Tochter oder einen lebenden Trans-Sohn? Später wurde bei Chloe auch eine leichte Form einer Autismusspektrum-Störung festgestellt. Ausführlich berichtet Chloe Cole von ihrem Weg in dem informativen und bewegenden Interview mit Jordan Peterson: Detransition: The wounds that won’t heal. A.a.O.
    Chloe Cole sagt vor der California State Assembly aus, 2022: https://www.youtube.com/watch?v=JYZ4LIBHabA
    und vor dem Rechtsausschuss des US-Congress, 2023: www.youtube.com/watch?v=DSGgR3W_jjg 

  9. Transgender Phänomene sind zu unterscheiden von Intersexualität. Intersexualität ist ein Sammelbegriff für verschiedene angeborene, meist chromosomal oder genetisch bedingte, biologische Anomalien. Intersexualität ist objektiv nachweisbar. Transgender-Phänomene, Geschlechtsdysphorien und Geschlechtsinkongruenz sind subjektive, psychische Phänomene. 

  10. Der Psychotherapeut Robert Kosky behandelte Kinder ab 6 Jahren, deren erhebliches Transgender-Verhalten zum Teil schon im Alter von 2 Jahren begonnen hatte. Die meisten der Kinder verloren ihre Transgender-Identifikation innerhalb kurzer Zeit. Kosky, R., Gender-disordered children: Does inpatient treatment help? The Medical Journal of Australia, 146, 1, 1987. 

  11. So erklärte auch die französische Nationale Akademie für Medizin in einem Pressestatement vom 25.2.2022, dass es keine genetische Prädisposition für eine Transgender-Identifikation gibt. „No genetic predisposition has been found.“ www.academie-medecine.fr/wp-content/uploads/2022/03/22.2.25-Communique-PCRA-19-Gender-identity-ENG.pdf 

  12. Mayer, L., McHugh, P., Sexuality and Gender. Part III: Gender Identity. The New Atlantis, Fall 2016. 

  13. Laidlaw, M., et al., Letter to the Editor. J Clin Endocrinol Metab, 104, 3, March 2019, S. 686–687. 

  14. Das bedeutet nicht, dass das Phänomen nicht von den betroffenen Personen als „real“ empfunden wird. Aber es ist eine Empfindung. Es gibt keinen Nachweis einer objektiven Realität oder objektiver Strukturen. 

  15. Mayer, L., McHugh, P., 2016. A.a.O. Executive Summary, Part III

  16. Mayer, L., McHugh, P., 2016. A.a.O. 

  17. Die „trans-affirmative Therapie“ wurde in Amsterdam entwickelt und unter dem Stichwort „Dutch Protocol“ weltweit bekannt und angewandt. Diese aktuellen Artikel beleuchten die Hintergründe und die Fragwürdigkeit dieses Therapieansatzes: Kuitenbrouwer, J., 2023, a.a.O. Und: O’Malley, S., The Dutch Model is falling apart. January 2, 2023. genspect.org/the-dutch-model-is-falling-apart/ 

  18. In der Tavistock Gender Clinic in London wurden Pubertätsblocker bei Kindern ab 10 Jahren gegeben, in den USA schon bei 8-9-Jährigen. thebridgehead.ca/2019/04/22/doctor-says-teen-trans-girls-getting-mastectomies-can-go-and-get-new-breasts-later-in-life-if-they-change-their-mind/ 

  19. Biggs, M., Revisiting the effect of GnRH analogue treatment on bone mineral density in young adolescents with gender dysphoria. J. Pediatric Endocrinology and Metabol. April 2021. www.degruyter.com/document/doi/10.1515/jpem-2021-0180/html 

  20. Twohey, M., They paused puberty, but is there a cost? New York Times 14 Nov 2022. 

  21. Biggs, M., 2021. A.a.O. 

  22. www.lupron.com 

  23. Ausführlich dazu: Laidlaw, M., The Pediatric Endocrine Society’s Statement on Puberty Blockers Isn’t Just Deceptive. It’s Dangerous. Januar 2020. www.thepublicdiscourse.com/2020/01/59422/ 

  24. Ebd. 

  25. Der Beipackzettel des Pubertätsblockers Lupron enthält u.a. folgende Hinweise auf Nebenwirkungen: Depressionen, emotionale Labilität, Gewichtszunahme. Psychiatrische Probleme, auch Symptome wie häufiges Weinen, Gereiztheit, Unruhe, Aggressionen, können auftauchen oder sich verschlimmern. www.lupron.com 

  26. Schneider, M., Brain Maturation, Cognition and Voice Pattern in a Gender Dysphoria Case under Pubertal Suppression. Frontiers in Human Neuroscience. November 2017. www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnhum.2017.00528/full 

  27. Biggs, M., Tavistock’s Experimentation with Puberty Blockers: Scrutinizing the Evidence, März 2019. www.transgendertrend.com/tavistock-experiment-puberty-blockers/; Aus dem Bericht von Biggs: What is most disturbing is that after a year on blockers, ‚a significant increase was found in the first item „I deliberately try to hurt or kill myself“‘. 

  28. Laidlaw, M., 2020. A.a.O. 

  29. Hruz, P., Growing Pains. Problems with puberty suppression in treating gender dysphoria. The New Atlantis, Spring 2017. 

  30. Laidlaw, M., 2020. A.a.O. 

  31. Persisters oder Transitioners: Personen, die den Weg der Transition fortsetzen. Desisters oder Detransitioners: Personen, die den Weg der Transition aufgegeben haben und wieder in ihrem biologischen Geschlecht leben. 

  32. Siehe Fußnote 17. 

  33. De Vries, A. et al., Puberty Suppression in Adolescents With Gender Identity. Disorder: A Prospective Follow-Up Study. J Sex Med. 8, 8, 2011, S. 2276–2283. 

  34. De Vries, A., et al., Young Adult Psychological Outcome After Puberty Suppression and Gender Reassignment. Pediatrics 134, 4, 2014, S. 696–704. Tragischerweise starb eine Person an den Folgen der Operation, was aber nichts am „Dutch Protocol“ änderte. 

  35. Siehe auch Chloe Cole im Interview mit Jordan Peterson: Detransition: The wounds that won’t heal [Wunden, die nicht heilen], www.youtube.com/watch?v=6O3MzPeomqs, siehe Fußnote 56. 

  36. Van Maren, J., Doctor says teen „trans“ girls getting mastectomies can „go and get“ new breasts later in life if they change their mind. 22 April 2019. thebridgehead.ca/2019/04/22/doctor-says-teen-trans-girls-getting-mastectomies-can-go-and-get-new-breasts-later-in-life-if-they-change-their-mind/ 

  37. Im Interview mit Jordan Peterson berichtet Chloe Cole ausführlich von den verheerenden körperlichen Folgen ihrer medizinischen Transition. Detransition: The wounds that won’t heal. A.a.O. 

  38. www.aerzteblatt.de/archiv/216299/Geschlechtsangleichende-Hormontherapie-bei-Geschlechtsinkongruenz 

  39. Auch in Deutschland soll es geschlechtsangleichende Operationen schon bei unter 18-Jährigen gegeben haben. Das berichtet das Positionspapier. Das Selbstbestimmungsgesetz: Folgen für Kinder und Frauen. Hrsg. von DemoFürAlle, Dezember 2022. - In einem anderen europäischen Land wurden kürzlich einem 15-jährigen Mädchen die Brüste entfernt. (Persönliche Information). 

  40. Siehe Fußnote 36. 

  41. WPATH: World Professional Association for Transgender Health. www.wpath.org/; Die Organisation ist eine weltweit agierende Advocacy-Gruppe. 

  42. Siehe: www.christianpost.com/news/trans-group-removes-age-limits-for-kids-seeking-puberty-blockers.html 

  43. Bränström, R., et al., Reduction in Mental Health Treatment Utilization after gender-affirming surgeries: A total population study. Am J Psychiatry, Oct 2019. Im August 2020 gab es eine weitreichende Korrektur der zunächst falsch angegebenen Studienergebnisse: Major Correction: Aug 2020: https://ajp.psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2020.1778correction\ Siehe auch: Van Mol, A. et al, Correction: Transgender Surgery Provides No Mental Health Benefit, 2020. www.thepublicdiscourse.com/2020/09/71296/ 

  44. Dhejne, C., et al., Long-Term Follow-Up of Transsexual Persons Undergoing Sex Reassignment Surgery: Cohort Study in Sweden. PLOS ONE Feb. 2011. doi.org/10.1371/journal.pone.0016885 

  45. Olsen. K., et al. 2022. A.a.O. 

  46. „This study did not assess whether participants met criteria for the DSM-5 diagnosis of Gender Dysphoria in Children. Many parents in this study did not believe that such diagnoses were either ethical or useful... we do know that these participants showed signs of gender identification and gender-typed preferences commonly associated with their gender, not their sex assigned at birth. Further, parent report using the Gender Identity Questionnaire for Children, indicated that youth showed significant ‚cross-sex‘ identification and preferences.“ Olsen, K., et al., 2022. A.a.O. 

  47. Mayer, L., McHugh, P., 2016. A.a.O. 

  48. 3,5% bezeichneten sich als „non-binär“. 

  49. Der Cass Report untersuchte die Arbeit der Tavistock Gender Clinic. Er führte dazu, dass die Clinic schließen musste. Cass Interim Report, Feb., 2022, S. 62-63. cass.independent-review.uk/publications/interim-report/ 

  50. Zucker, K., Debate: Different strokes for different folks. Child and Adolescent Mental Health. May 2019. Kenneth Zucker berichtet von diesem Fall aus seiner Praxis: Ein siebenjähriger Junge, der seit einem Jahr in der Rolle eines Mädchens lebt, wird ihm vorgestellt. Im Beisein von Kenneth Zucker fragt die Mutter das Kind: Also, möchtest du ein Junge oder ein Mädchen sein? Der Junge antwortet ihr: Was möchtest du denn, wer ich sein soll?“ In: Zucker, K., The myth of persistence: Response to „A critical commentary on follow-up studies and ‚desistance‘ theories about transgender and gender nonconforming children“ by Temple Newhook et al. Int. J. of Transgenderism. 19, 2, May 2018. 

  51. Heylens, G., Psychiatric characteristics in transsexual individuals: Multicentre study in four European countries. Published online by Cambridge University Press, 2 Januar 2018. 

  52. Reisner, S., Mental health of transgender youth in care at an adolescent urban community health center: A matched retrospective cohort study. J Adolesc Health. 56, 3, March 2015. S. 274–279. 

  53. Kaltiala, R., et al., Two years of gender identity service for minors: Overrepresentation of natal girls with severe problems in adolescent development. Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health. April 2015. „Severe psychopathology preceding onset of gender dysphoria was common. (…) The recorded comorbid disorders were thus severe and could seldom be considered secondary to gender dysphoria.“ 

  54. Becerra-Culqui, T., et al., Mental Health of Transgender and Gender Nonconforming Youth Compared With Their Peers. Pediatrics 141, 5, 2018. e20173845. 

  55.  
  56. „Maladaptive coping-mechanism“ - Littman, L., Parent reports of adolescents and young adults perceived to show signs of a rapid onset of gender dysphoria. PLOS ONE August 2018. doi.org/10.1371/journal.pone.0202330 

  57. Finnische Studie: Kaltiala, R. 2015, a.a.O. Australische Studie 2021, siehe Fußnote 62. Tavistock Gender Clinic: www.dailymail.co.uk/news/article-6401947/How-NHS-childrens-transgender-clinic-buried-fact-372-1-069-patients-autistic.html 

  58. Zucker, K., et al., A Developmental, Biopsychosocial Model for the Treatment of Children with Gender Identity Disorder. J of Homosexuality, 59,3, 2012, S. 369-397. 

  59. Baams, L., Disparities for LGBTQ and Gender Nonconforming Adolescents. Pediatrics, 141, 5, 2018. 

  60. Baams, L., 2018. A.a.O. S. 7. 

  61. Kozlowska, K., et al., Australian children and adolescents with gender dysphoria: Clinical presentations and challenges experienced by a multidisciplinary team and gender service. Culture and Attachments. Vol. 1, 1, 2021, S. 70-95. 

  62. Kozlowska, K., et al., 2021. A.a.O. 35,4% der Kinder berichteten, dass Informationen aus dem Internet dazu beigetragen hätten, dass sie sich als geschlechtsdysphorisch ansahen. 

  63. „We understand failure at gender acquisition to be rooted in the attachment dynamic between the mother and the baby.“ Allan Schore, in: Nicolosi, J., Shame and Attachment Loss, 2008, S. 6. 

  64. Ausführlich: Schore, A., Dysregulation of the right brain: a fundamental mechanism of traumatic attachment and the pathogenesis of posttraumatic stress disorder. Australian and New Zealand Journal of Psychiatry, 36, 2002, S. 9-30. 

  65. Schore, A., „Traumatic attachment experiences negatively impact the early organization of the right brain, and thereby produce deficits in its adaptive functions of emotionally understanding and reacting to bodily and environmental stimuli, identifying a corporeal image of self and its relation to the environment, distinguishing the self from the other and generating self-awareness.“ Schore, A., Affect Dysregulation and Disorders of the Self, London 2003, S. 261. Schore schreibt ausdrücklich, dass frühe Bindungstraumata sämtliche genetischen und sonstigen Resilienzen eines Kindes außer Kraft setzen können. 

  66. Zusammengefasst aus dem Bericht einer Frau, die nach Brustoperation und mit Testosteron einige Jahre als Mann lebte und dann detransitionierte. Erst im Rückblick kann sie ihre inneren Vorgänge so reflektieren. (Persönliche Information) 

  67. Schore, A., 2002, a.a.O. 

  68. Giovanardi, G. et al., Attachment Patterns and Complex Trauma in a Sample of Adults Diagnosed with Gender Dysphoria. Frontiers in Psychology. Februar 2018. 

  69. Parris, M., It’s clear, our sexuality isn’t set in stone. The Times, Saturday Feb. 27 2021. 

  70. French National Academy of Medicine press release. Feb. 25, 2022. A.a.O. 

  71. Ahrbeck, B., Felder, M., Geboren im falschen Körper? Klinische und pädagogische Fragestellungen. In: Ahrbeck, B., Felder, M., Geboren im falschen Körper, Stuttgart 2022, S. 27. 

  72. Littman, L., 2018. A.a.O. 82,8% waren Mädchen. Im Durchschnitt waren die Jugendlichen 15,2 Jahre alt, als sie erklärten, sie seien transgender, und zur Zeit der Elternbefragung durchschnittlich 16,4 Jahre alt. 41% der Jugendlichen hatten zuvor erklärt, eine nicht-heterosexuelle Anziehung zu haben. Die große Mehrheit der Eltern war sehr liberal eingestellt. Laut Eltern verhielt sich ein Drittel der Kinder nicht einmal zum Zeitpunkt ihrer Transgender-Identifikation geschlechtsdysphorisch. - Ein Hauptkritikpunkt an der Studie war, dass es eine Elternbefragung war und damit die Antworten vielleicht nicht immer objektiv. Littman geht in einer späteren Veröffentlichung darauf ein. Littman, L, Correction: Parent reports of adolescents and young adults perceived to show signs of a rapid onset of gender dysphoria. PLoS ONE, März 2029. Die Studie ist dennoch sehr wichtig und stellt berechtigte neue Hypothesen auf. 

  73. Social contagion, peer contagion. 

  74. Littman, L., 2018. A.a.O 

  75. Socarides, Ch., The Desire for Sexual Transformation: A Psychiatric Evaluation of Transsexualism. American J. of Psychiatry 125, 10, 1969. S. 1419–1425. Frei übertragen nach: Fitzgibbons, R. et al., The Psychopathology of Sex Reassignment Surgery. The National Catholic Bioethics Quarterly. Spring 2009, S. 112. 

  76. Siehe: O’Malley, S., 2023. A.a.O. 

  77. www.reddit.com/r/detrans/ 

  78. www.persuasion.community/p/keira-bell-my-story 

  79. Pitt, H., Tavistock Gender Clinic to be sued by 1,000 Families. 12 August 2022. europeanconservative.com/articles/news/tavistock-gender-clinic-to-be-sued-by-1000-families/ 

  80. „An independent review condemned the clinic as ‚not a safe or viable long-term option‘ because its interventions [gender-affirmative therapy] are based on poor evidence and its model of care leaves young people ‚at considerable risk‘ of poor mental health.“ See: World's Largest Paediatric Gender Clinic Shut Down Due to Poor Evidence, Risk of Harm and Operational Failures. segm.org/UK_shuts-down-worlds-biggest-gender-clinic-for-kids 

  81. imabe, 1.10.2021 www.imabe.org/bioethik-aktuell/archiv/einzelansicht/transgender-schweden-stoppt-pubertaetsblocker-bei-minderjaehrigen Einzige Ausnahme sind klinische Studien, in denen Pubertätsblocker und Hormone bei Kindern ab 16 Jahren gegeben werden dürfen. 

  82. transteens-sorge-berechtigt.net/212-finnland.html 

  83. imabe, 11.4.2022 www.imabe.org/bioethikaktuell/einzelansicht/transgender-fachgesellschaften-warnen-vor-geschlechtsumwandlung-bei-kindern; Van Mol, A., Gender Dysphoria: International pushback against G(T)AT in minors. IFTCC Annual Conference, Oct. 2022, Ungarn. 

  84. Zucker, K., et al., 2012. A.a.O. 

  85. Zusammengefasst aus: Laidlaw, M., et al., Letter to the Editor. 2019. A.a.O.